Plan with me | Alles zum Erin Condren Life Planner


Schon lange plane ich diesen Beitrag für euch, nachdem ich auf Instagram Anfang des Jahres so zahlreich nach meinem neuen Planer gefragt wurde. Ich bin seit bald 2 Jahren treuer Fan der Erin Condren Planer (Sarah sei Dank ^^) und möchte nie wieder darauf verzichten. Ich habe schon vorher meine Termine und Erinnerungen grundsätzlich immer nur zu Papier gebracht, da ich das Analoge einfach lieber mag als digitale Terminkalender. Für mich geht der Erin Condren Life Planer (ECLP) aber noch einen Schritt weiter: Er ist für mich auch eine Art Tagebuch, Notizbuch und kreatives Outlet in einem.

In meinem ersten Planer von Erin Condren habe ich besondere Tage und Begebenheiten oft nur kurz beschrieben oder sogar komplett durch Sticker dargestellt. Seit meiner Schwangerschaft hingegen notiere ich auch kleine Dinge gezielt, wie beispielsweise die ersten Einkäufe von Babysachen, der erste Tritt des Babies, usw. Mittlerweile sind es (fast täglich) auch kleine Anekdoten aus dem Alltag mit meiner Tochter: wie der Tag mit ihr lief (ob gut oder schlecht), was sie Neues gelernt hat, was sie mag oder nicht, wie groß / schwer sie ist, wenn die Windelgröße wechselt, usw. Später – in ein paar Jahren oder Jahrzehnten – habe ich dann jederzeit die Möglichkeit in Erinnerungen schwelgen, und auch meine Tochter kann einiges über sich als Baby nachlesen. Ich finde so etwas ja generell toll und besitze auch heute noch die Tagebücher und Kalender aus meiner Jugend. jedes Mal, wenn sie mir wieder in die Hände fallen, freue ich mich, darin zu stöbern. 🙂

Nun aber zum Erin Condren Planner. Ich möchte euch heute den Terminplaner genau vorstellen, wie er aufgebaut ist und wie ich ihn nutze, welche Stifte ich am liebsten dafür verwende und welche Sticker ich gern mag (inklusive Bezugsquellen) oder sogar selbst herstelle.

°°° Der Erin Condren Life Planner °°°


Den Planer ordert man auf der Website von → Erin Condren und kann ihn dort nach den eigenen Vorstellungen designen. Über das Online-Tool sucht man sich erst einmal die Optik des Planers aus, sprich das Cover, die Farbe der Spiralbindung und ob das Cover wechselbar sein soll oder nicht. Im nächsten Schritt entscheidet man sich für oder gegen eine Personalisierung des Kalenders mit eigenem Namen oder Spruch auf der Front.

Wie ihr sehen könnt, habe ich mich bei meinem Planer für ein Modell in roségold entschieden (die passende Spiralbindung kostet extra!) und einem floralen Cover mit Namen „in bloom rosegold metallic“ (ebenfalls mit Aufpreis). Der Spruch „Life & Love“ ist meine persönliche Note.

Im dritten Schritt wählt man das Layout und Design im Inneren: Sollen die Wochen horizontal, vertikal oder stündlich eingerichtet sein? Und das Farbschema bunt oder lieber schwarz-weiß? Für welche Zeitspanne soll der Kalender sein (12 oder 18 Monate)? Bei meinem Kalender habe ich mich für ein vertikales, buntes Layout entschieden.

Weiterhin kann man sich dann für zusätzliche Accessoires in Form von Stickern, Stiften, Post-its, etc. entscheiden. Im Shop gibt es außerdem auch Clutches für die Planer sowie unzählige weitere Gimmicks (Notizbücher, Snap-in Sticky Notes, Dashboards, Bänder, usw.). Ich habe bisher nur ein Meal Plan Dashboard dazu gekauft, was ich ganz praktisch finde. Dieses lässt sich in die Spiralbindung einklicken und kann mit Folienmarkern immer wieder beschrieben werden.

Beim Planer mit dabei ist übrigens eine kleine Pouch mit diversen Stickern zur Organisation, ein paar Karten mit Sprüchen, ein einklickbares Lineal und ein kleines Büchlein für Eintragungen von beispielsweise Geburtstagen.

Im Prinzip ist man nun durch mit seiner Zusammenstellung und kann den Kalender bestellen. Internationales Shipping kostet $19.95 und dauert in der Regel 8 – 12 Tage.

Tipp: Es gibt immer wieder Rabattaktionen (von denen erfahrt ihr via Newsletter oder im Instagram-Profil von Erin Condren), bei denen man den Planer oder andere Sachen aus dem Shop günstiger bekommt. Gerade 20% Discounts lohnen sich!

°°° Der Aufbau des Planers °°°


Der Planer beginnt mit einer Startseite, auf der man seinen Namen eintragen kann, gefolgt von einer Jahresübersicht und einer Doppelseite mit farbigen Blanko-Kästchen für jeden Monat. Was man hier einträgt, ist jedem selbst überlassen. Ob nun wichtige Ereignisse für den jeweiligen Monat, Mottos, Resumés… was auch immer man möchte. Das ist ja das Schöne am ECLP: Mann kann sich wirklich kreativ entfalten.

Die Monate sind im Prinzip immer gleich aufgebaut: Den Anfang macht eine linierte Blanko-Seite links, rechts befindet sich eine farblich zum Thema des Monats passende Seite mit einem schönen Spruch in unterschiedlichen Schriftarten. Danach folgt eine Doppelseite mit Monatsübersicht und im Anschluss daran folgt der eigentliche Wochen-Kalender in horizontaler oder vertikaler Aufteilung.

Die Wochen sind immer im 7-Tage-Aufbau gehalten: auf der linken Seite befinden sich die Tage Montag bis Mittwoch, rechts dann Donnerstag bis Sonntag. Zusätzlich gibt es links noch ein Kästchen für „Thankful Thoughts“ und eine Spalte mit Linien. Die Tage sind bei meiner vertikalen Variante in drei Kästchen untergliedert und am Ende der Seite gibt es noch vier Zeilen.

Am Ende des Kalenders befinden sich noch einige linierte, karierte und blanko Seiten für Notizen und Doodles sowie einige Seiten mit Stickern (Termine, Geburtstage, aber auch unbeschriebene).

Zwischen all dem findet man immer wieder sehr hübsch gestaltete Seiten mit Sinn- und Motivationssprüchen.

°°° Wie ich den Planer nutze °°°


Die Kalenderübersicht: Hier trage ich fixe Termine (die schon länger bestehen) wie Arzt und Friseur ein, aber auch Hochzeiten, Ausflüge, Besuche sowie Urlaub (unsererseits, aber auch innerhalb der Familie), Blogevents oder Business Trips.

Die Blanko-Seite vor dem eigentlichen Monat wusste ich bis zu diesem Planer irgendwie nie richtig zu nutzen, bis ich durch Stöbern auf Etsy in einem Shop tolle Printables zur Gestaltung fand (dazu später mehr). Wie ihr seht, habe ich für meine „March Goals“ noch nichts eingetragen, aber unter „This month“ kommen Dinge wie wichtige Besorgungen, Wünsche, Erledigungen, etc. Bei „Bucket List“ entscheide ich meist spontan. Im Februar war dabei unter anderem der Wunsch, ein FitBit zu kaufen, die Ernährung besser zu planen und meinen Arbeitsplatz umzugestalten. Die freien Felder gestalte ich nach Lust und Laune: Definitiv immer enthalten sind Ideen für Blogposts, aber es kommen auch mal Sachen hinzu wie die aktuellen Lieblingslieder unserer Tochter, Möglichkeiten zur Entspannung im Alltag, usw.


Bei der eigentlichen Wochenplanung kommen dann auch endlich meine geliebten Sticker zum Einsatz und es gibt einige fixe Dinge, die regelmäßig eingetragen werden.

Definitive Einträge sind beispielsweise das Reinigen der Katzenklos, wann der Müll raus muss (siehe kleiner Mülltonnen-Sticker am Donnerstag), den Putztag, Lebensmitteleinkäufe, was wann gewaschen wird / werden muss, Badetag für unsere Maus (der Sticker ist eine kleine Quietscheente) und auch das Dinner am Wochenende. Das sind eigentlich aktuell die einzigen Tage, für die ich das Essen aufschreibe, da nur am Wochenende mal Zeit für aufwendigere Rezepte ist. In der linken Spalte schreibe ich meine wöchentlichen To-Do’s auf, die ich liebevoll „Get shit done“ betitle (Ich liebe diese Sticker! Wo man sie bekommt, seht ihr später). Außerdem versuche ich seit diesem Jahr, täglich das Wetter und die Temperatur in unserer Region zu notieren (immer über dem jeweiligen Datum, wie ihr am Beispiel für Montag seht). Wetter-Sticker habe ich mir bereits dafür gedruckt und den Temperaturverlauf suche ich mir einmal die Woche aus dem Internet heraus.

Variable Termine die eingetragen werden sind dann solche wie Arzt, Friseur, Besuche, Spieleabende, Physiotherapie, Sport, usw. Auch hierfür habe ich natürlich passende Sticker (vorwiegend selbst designt).

Die Kästchen pro Tag untergliedere ich zeitlich: Der erste Kasten geht ab morgens bis ca. 12 Uhr, der zweite bis ca. 16 Uhr und Kasten Nummer 3 ist für den Rest des Tages. So werden die Termine passend eingetragen. Im obersten Kästchen halte ich außerdem Dinge fest, die ich allgemein am diesem Tag erledigen will (wie die Wäsche, Betten frisch beziehen, staubsaugen, Blumen gießen, usw.).

Was ich sonst alles eintrage: Anekdoten aus dem Alltag mit meiner Tochter (zur besseren Übersicht mit einem speziellen Stift nur dafür), Gewichtsverlauf, Menstruation, wann ich Fotos für den Blog mache, wann ich einen Blogpost schreibe (inklusive Thema), Geburtstage, Me-Time (also kleine Auszeiten für mich), Serienstarts, geschaute Filme, Maniküre (und welchen Nagellack ich verwendet habe), usw. Also im Prinzip quasi alles. 😀

°°° Stifte zum Eintragen °°°


Ich habe mich mittlerweile durch so viele verschiedene Arten von Stiften getestet und bin bei einer Handvoll Lieblingen angekommen, mit denen ich den Planer ausfülle. Im Prinzip sind die Seiten des Planers recht dick und es braucht schon schlechte (Filz)Stifte, um Abdrücke zur nächsten Seite hindurch zu machen. Dennoch eignen sich meiner Meinung nach Fineliner und Kugelschreiber am besten für Eintragungen.

Meine Favoriten und Standards sind:

°°° Sticker & Shops °°°


Als ich mit dem ECLP angefangen habe, habe ich echt Unmengen an Geld für Sticker ausgegeben. Da kam wieder so ein bisschen das Feeling aus der Grundschule auf, als man noch Sticker zum Tauschen hortete. 😀

Hier in Deutschland ist der Sticker-Wahn – gerade für Terminplaner – irgendwie noch nicht angekommen, und schaut man sich in Kaufhäusern um, findet man unglaublich kitschig bis hässliche Aufkleber, die vom Design her irgendwie noch aus den 80er oder 90er Jahren stammen müssen. Online gibt es zwar ein paar ganz nette Shops die auch Sticker führen, aber meist sind die für Scrapbooking gedacht und haben die falschen Maße (war zumindest bei meinem letzten Kauf vor über einem Jahr so, der ein totaler Reinfall war). Auf etsy wird man hingegen direkt fündig und kann dort wirklich Stunden mit der Stickersuche verbringen. Die meisten Verkäufer sitzen natürlich in den USA, aber man findet auch hin und wieder welche mit Sitz in UK.

Hinweis: Wenn man Sticker in den USA kauft, sollte man bedenken, dass nicht nur die Versandkosten teils extrem hoch sind (da lohnen sich kleine Einkäufe nicht unbedingt), aber man muss auch die Freigrenze vom Zoll im Hinterkopf behalten. Denn – oh ja – auch für ein paar simple Sticker wird man zum Zoll zitiert und darf drauf zahlen (was ich mehrfach schmerzlich erfahren musste).

In meinem Planer findet man zweierlei Sticker: organisatorische (Katzenklo, Waschmaschine, Arzt & Co.) und dekorative (für die hübsche Gestaltung von Ereignissen oder passend zu Feiertagen, Jahreszeiten, etc.). Um Geld zu sparen, drucke und schneide ich die organisatorischen Aufkleber mittlerweile selbst, was mit einem Schneidplotter echt easy geht. Mehr dazu aber im nächsten Abschnitt. Die dekorativen Sticker für besondere Anlässe kaufe ich aber weiterhin in etsy Shops und habe eine riesige Sammlung dazu. So lassen sich die Kalenderblätter zu Valentinstag, Frühling, Erdbeerzeit, Sommer, Herbst, Winter, Weihnachten, usw. richtig hübsch verzieren, und es macht noch mehr Spaß, im Planer zu blättern.

Meine liebsten etsy Shops für dekorative Sticker:

°°° Sticker selbst drucken und cutten °°°

Wie bereits erwähnt kaufe ich Sticker zur Organisation von Terminen & Co. mittlerweile nicht mehr fertig, sondern als so genannte Printables, also als Druckversion. Auf Dauer wären diese Käufe nämlich einfach zu teuer, und man bekommt Printables zu einem Bruchteil des Preises fertiger Sticker, kann sie aber immer wieder nach Bedarf selbst machen.

Alles, was man zum Gestalten und Schneiden seiner eigenen Sticker braucht, ist ein Schneidplotter. Ich habe vorletztes Jahr zu Weihnachte eine Silhouette Portrait bekommen und bin total begeistert davon! Wie man sie genau bedient und Sticker im dazugehörigen Programm „Silhouette Studio“ designt, hat man eigentlich schnell raus, und es gibt auf YouTube wirklich unzählige gute Tutorials dazu. Zusammen mit einer Schneidmatte, Stickerpapier und natürlich einem guten Farbdrucker kann man sich recht schnell schöne Sticker selbst herstellen, oder eben fertige kaufen.

Bei den meisten Shops erhält man beim Kauf die Dateien als .png oder pdf und muss sie im Plotter-Programm noch überarbeiten, manchmal erhält man aber auch die Datei für die Silhouette mit dazu, was ein bisschen Arbeit erspart.

Meine liebsten etsy Shops für Printables:

Wie ihr seht bin ich dem Erin Condren Life Planner absolut verfallen und würde sagen, dass er mitunter mein liebstes Hobby ist. Ich hoffe, meine kleine (oder eher große) Übersicht ist hilfreich für euch, solltet ihr selbst einen ECLP oder anderen Terminplaner auf eine ähnliche Art wie ich nutzen. 🙂

Besitzt ihr auch einen Terminkalender (vielleicht sogar den ECLP) oder plant ihr lieber digital?

In dieser Übersicht habe ich für euch alle Dinge noch einmal verlinkt, die ich zum Planen nutze sowie für die Gestaltung und das Schneiden eigener Sticker:

*Affiliate Link: Wenn ihr darüber einkauft, bekomme ich eine kleine Provision. Ihr bezahlt dann natürlich nicht mehr, aber unterstützt mich und meinen Blog dadurch. Vielen lieben Dank!

4 Kommentare

  1. Wow, der sieht wirklich toll aus mit viel liebe zum Detail. Ich habe mal versucht auch einen so schönen Planer zu gestalten, nach den ersten paar Seiten habe ich es dann aber nicht mehr durchgezogen. Jetzt habe ich einen ganz schlichten Planer von Filofax nur für Termine. Dein Beitrag hat mich aber irgendwie wieder angefixt und ich muss jetzt erstmal Sticker kaufen.
    Liebe Grüße

  2. Ich habe auch lange in einem eclp geplant, aber auf Dauer war es mir zu teuer. Die Liefe Planner sind ja auch noch mal teurer geworden, zum neuen Jahr .. Aber vielleicht fange ich mal wieder irgendwann an.

    Ich empfehle übrigens mal nach Stickershops aus Kanada zu schauen. Da gibt es auch tolle Girls und der Versand ist super günstig.

    Ansonsten filofaxe ich gerade und es macht auch Spaß. Vor allem, weil ich mir die Einlagen selber basteln kann. Total cool, mache ich sehr gerne. Habe auch schon mal davon einiges auf dem Blog online gestellt.

    Freue mich auch gerne über mehr zu diesem Thema, ich liebe planen!

  3. OMG jetzt bin ich mehr als angefixt, für solche Shops und so süße Kleinigkeiten habe ich echt eine Schwäche. Ich liebe ja solche tollen Kalender, wo man so schöne Dinge eintragen kann und die auch bisschen personalisierter gestaltet sind. Voll hübsch! Danke für den Tipp, auch wenn ich jetzt bestimmt einiges an Geld loswerde. 😀

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

  4. Dein Planer sieht toll aus! So schön bunt und mit viel Liebe zum Detail. Auch das mit den Stickern selber machen, wow.
    Ich persönlich verwende das „Bullet Journal“ System und schreibe einfach alles selber in ein Moleskin Notizbuch mit meinem Füller. Denn für mich muss das Ganze nicht stets gleich oder bunt aussehen, sondern einfach alles übersichtlich an einem Platz versammeln. Und darum funktioniert das für mich ganz gut. Auch wenn ich ein bisschen neidisch auf deinen schönen Einband bin. 😉
    Lieben Gruß, Anne-Marie

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