(K)ein Geburtsbericht: Und dann war sie da ♥

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Wie lange ich schon an diesem Beitrag sitze, glaubt ihr mir nie. Eigentlich wollte ich ihn schon nach ein paar Wochen „Mamasein“ veröffentlichen, aber ich kam einfach nicht dazu, ihn wirklich fertig zu stellen. Außerdem gab es ein paar Dinge, über die ich schreiben wollte, es aber einfach nicht konnte. Es hat lange gedauert, bis ich die Geburt für mich persönlich irgendwie verdaut hatte. Es ist noch lange nicht gut und das Erlebnis und vieles danach war auf vielerlei Art traumatisch für mich und legte sich wie ein Schatten über das Wochenbett. Diese so besondere und schöne (aber auch anstrengende) Zeit hatte dann immer noch einen bitteren Beigeschmack, da ich innerlich einiges verarbeiten musste.

Man kann vieles planen, aber keine Schwangerschaft oder Geburt

Eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle einen wirklich positiven und ermutigenden Geburtsbericht präsentieren. Ich hatte ihn schon in Teilen während der Schwangerschaft geschrieben und wollte damit einen Gegenpol schaffen zu all den negativ behafteten Berichten, auf die ich selbst immer wieder gestoßen bin. Es kann ja schließlich nicht so sein und bleiben, dass Geburten als etwas Negatives angesehen werden. Der Meinung bin ich auch nach wie vor, auch wenn es bei mir anders lief, als geplant und gehofft.

Wie vermutlich jede Schwangere hatte ich anfangs erst einmal riesige Panik vor der bevorstehenden Geburt. Während mich diese große Angst (man wächst ja nun mal mit absoluten Horrorgeschichten auf und bekommt von Kleinauf eingebläut, dass eine Geburt die Hölle ist) in den ersten Monaten fast übermannte, kam ich irgendwann an den Punkt zu sagen: „Nein, so geht das nicht!“ Es kann doch nicht sein, dass etwas so Natürliches wie eine Schwangerschaft in der persönlichen Schmerzhölle endet! Vor allem, wenn man die Schwangerschaft selbst als wunderschön und unglaublich empfindet, warum sollte es dann einen so grauenvollen Punkt zwischen Schwangerschaft und Muttersein geben? Also begann ich damit, mich genau über Geburten zu informieren. Ich habe mich daraufhin auch bewusst gegen einen Geburtsvorbereitungskurs entschieden, da ich zum einen keine Lust auf antiquiertes Wissen und Horrorstories (am besten noch von anderen Frauen) hatte und ich zum anderen keine Lehrstunde über Atmen und Stellungen in bestimmten Stadien einer Geburt haben wollte (das macht man sowieso intuitiv). Für mich wichtige Dinge wie Babypflege wären bei uns auch gar nicht angeboten worden, dafür hätte man einen Extrakurs buchen müssen. Mein persönlicher Weg war Hypnobirthing, denn ich wollte eine natürliche Geburt voller Liebe und Ruhe, um meiner Tochter den bestmöglichen Start ins Leben zu geben.

Über Monate beschäftigte ich mich intensiv damit und es half mir, meine Angst vor der Geburt komplett zu überwinden. Die Atmung, die ich mir antrainierte, half mir in vielen Situationen während der Schwangerschaft Ruhe zu bewahren, und ich genoss meinen persönlichen Ruhemoment am Abend in dem ich auf dem Pezziball zu Entspannungsmusik hopste und die „langsame Atmung“ übte. Ich – die vormals IMMER Angst vor der Geburt hatte – freute mich nun tatsächlich darauf. Doch es sollte alles anders kommen, denn manche Dinge liegen einfach nicht in der eigenen Hand…

(K)ein Geburtsbericht

Ich habe diesen Beitrag nun ganze drei Mal begonnen zu schreiben und immer wieder verworfen. Ich musste mir einmal alles von der Seele schreiben, um es für mich zu verarbeiten. Es tat gut, das Ganze, über was ich in Fetzen jeden Tag aufs Neue nachdachte, noch einmal komplett zu durchleben, darüber nachzudenken und zu versuchen, loszulassen. Eigentlich wollte ich den Bericht – auch wenn er ja nicht positiv ist, wie erhofft – mit euch teilen, habe mich aber nun dagegen entschieden. Warum?

Ich bin zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bereit dazu, offen über meine Geburt zu sprechen. Vielleicht wird sich das in der Zukunft noch ändern, vielleicht aber auch nicht. Es hat zum Großteil damit zu tun, dass ich in einem Zwiespalt stecke: Einerseits ist es ein so privater Moment, der im Netz nichts zu suchen hat, andererseits finde ich, dass man über so etwas einfach sprechen muss, um anderen Mut zu machen, selbst von Geschehenem loszulassen und vielleicht auch Leidensgenossinnen zu finden, mit denen man gemeinsam bestimmte Situationen verarbeiten kann.

Es ist gar nicht so sehr der physische Schmerz, der mich belastet, sondern der psychische. Die Behandlung im Krankenhaus durch die Ärzte, wie die Schwestern mit mir und insbesondere meiner neugeborenen Tochter umgegangen sind. Da sind einfach Dinge passiert, von denen ich heute noch geschockt bin und die ich nicht verzeihen kann.

Beispielsweise die diensthabende Ärztin, die mir das Gefühl gab, einfach nur ein Objekt zu sein, an dem sie ihren Job verrichtet. Deren erste Worte an mich waren „Na Sie sind ja ein schweres Mädchen“ und dass mein Kind wohl sicher auch schwer wäre (war sie im Übrigen nicht, sie war ein Fliegengewicht), und die sich später über meine „zu kurzen Beine“ aufgeregt hat. Nicht in Ordnung fand ich auch, dass plötzlich keines der Dinge aus meinem Geburtsplan, den ich einen Monat zuvor im Kreißsaal abgegeben und ausführlich mit einer Hebamme durchgesprochen hatte, auf einmal mehr machbar war, wo es zuvor noch hieß „Das hätten Sie gar nicht notieren müssen, das machen wir immer so.“.

Schlimmer als die Geburt war für mich allerdings die Zeit im Krankenhaus, da meine Tochter von einigen Schwestern (nicht von allen, denn es gab auch ein paar sehr sanfte und liebevolle, wenn auch wenige) so gewaltsam behandelt worden ist, dass ich jedes Mal Tränen in den Augen hatte: Ihr wurde zur Beruhigung die Faust in den Mund gezwungen (denn Schnuller sind ja ach so böse), woraufhin sie nur noch mehr schrie, sich wehrte und überstreckte. Sie wurde fest an meine Brust gedrückt und je mehr sie sich davon weg streckte und weinte, desto mehr Gegendruck übte die Schwester aus. Wir bekamen in motzigem Ton Sprüche an den Kopf geworfen wie z.B. „Sie dürfen das Kind nicht streicheln, das mögen die nicht! Nur die Hand auflegen!“, wo man als frisch gebackene Eltern plötzlich an sich selbst zweifelt. Als meine Tochter abnahm (was nach der Geburt normal ist) wurde irgendwann so eine Panik verbreitet aufgrund ihres Gewichts und weil sie dann noch leicht erhöhte Temperatur bekam (kein Wunder, wenn sie bei verspätetem Milcheinschuss nichts zu trinken hat), dass man uns dann Ersatznahrung aufnötigte. (Diese Panikmache wegen der Temperatur begleitete mich noch einige Wochen daheim, da ich ständig Angst hatte, sie könnte wieder zu wenig getrunken haben.)

Allein das fand ich schon ein starkes Stück, wo sich das Krankenhaus als „stillfreundlich“ rühmt. Es gab keine Hilfe oder Alternative zur Ersatznahrung, nur ein einziges Mal am letzten Tag bekam ich eine kurze Stillberatung und das war’s. Keinerlei sonstige Hilfestellung oder Unterstützung – die gab es erst von meiner Hebamme daheim und es war das Beste überhaupt, so schnell wie möglich nach Hause zu gehen.

„Stillfreundlich“ bedeutet scheinbar nicht immer auch „babyfreundlich“ und schon gar nicht „mütterfreundlich“, das weiß ich nun.

Und wie ist es jetzt?

Die physischen Narben und Veränderungen stören mich nicht (mehr) so arg, aber die psychischen sind definitiv noch da. Mein Bauchgefühl und meine mütterliche Intuition, die mich so hervorragend und richtig durch die gesamte Schwangerschaft begleitet und geleitet haben, waren nach der Geburt wie ausgelöscht. Ich war unsicher, überfordert und dauerhaft verängstigt, manchmal sogar panisch (Gewicht / Temperatur des Babies, stimmt was mit ihr nicht, ist das normal?). Erst jetzt, knapp drei Monate später, kommt meine Intuition so langsam zurück und ich verstehe die Signale meiner Tochter so richtig.

Aber wisst ihr was? Egal wie schlimm diese Geburt auf psychische Art für mich war – wenn ich in die Augen dieses kleinen Menschen blicke, der mich so herzlich angrinst, dass mein Herz fast platzt vor Liebe, dann hilft mir das ungemein, das Ganze zu verarbeiten, auch wenn es nur langsam geht. Sie ist so ein fröhliches, unbeschwertes Kind, das mich jeden Tag neu verzaubert, und ich bin so froh und dankbar, dass die Zeit im Krankenhaus scheinbar keine Spuren bei ihr hinterlassen hat. Und ich will definitiv noch weitere Kinder, denn die Schwangerschaft war (bis auf kleinere Wehwehchen) wunderschön für mich, ebenso wie es nun das Mamasein selbst ist (egal wie anstrengend es sein kann). Das lasse ich mir durch diese Zeit im Krankenhaus absolut nicht versauen. Beim nächsten Mal gehe ich aber sicherlich woanders hin.

Einen Bericht über die erste Zeit mit Baby wird es bald auch noch geben. Das Blogjahr möchte ich nämlich mit etwas Positivem abschließen. 🙂

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Wie war es bei euch?

Ich werde wahrscheinlich auch im nächsten Jahr am 25. November einen Brief an die Ärztin zusammen mit einer rosa Rose vor dem Kreißsaal ablegen (als Teil der „Roses Revolution“ – schaut bei FB mal danach). Einfach als Zeichen für mich, dass ich wieder mit mir im Reinen bin, und als Denkanstoß für Ärztin und Schwestern, damit sie vielleicht in der Zukunft anders mit Schwangeren und Neugeborenen umgehen.

Mich würde jetzt interessieren, wie eure Erfahrungen unter der Geburt und auch auf der Wochenbettstation und der Zeit danach waren. War es schön für euch oder auch (in Teilen) traumatisch? Ich finde ja nach wie vor, dass man eigentlich nicht über dieses Thema schweigen sollte, denn wie soll sich in Krankenhäusern sonst etwas ändern?!

38 Kommentare

  1. Oh Gott, das liest sich echt gar nicht schön, das tut mir sehr Leid. Habt ihr euch im Nachhinein bei der Klinikleitung oder so beschwert? Ich finde es ganz furchtbar sowas zu lesen, dass mit einem einfach sowas von respektlos umgegangen wird…
    Umso mehr freut es mich, dass es dir jetzt besser geht und es bergauf geht! Ich wünsche euch alles alles Liebe! <3

    • Nee, haben wir nicht. Ich war ehrlich gesagt erstmal viel zu fix und alle, und dann hatte ich anderes im Kopf (mich ans Mamasein gewöhnen, die Kleine kennenlernen, usw). Vielleicht mache ich das im nächsten Jahr aber mal. Die Details sind ja jetzt niedergeschrieben, ich muss sie nur weiterleiten.

      Danke dir! <3

  2. Liebe Nani, das tut mir sooooo leid. Das kann man sich gar nicht vorstellen das es solche Kliniken gibt. Also ich hatte nie Angst vor den Geburten, hab mich an Berichten damals auch irgendwie nie gestört bzw. Horrorstories bewusst nicht gelesen oder ignoriert. Hab immer das Vertrauen gehabt da ich ein breites Becken hab kann ich das prima schaffen :-))) und im Krankenhaus habe ich das auch so erlebt, alle waren freundlich, hilfsbereit und sanft. Die Stillberaterin hat zwar Tipps gegeben aber schlussendlich Dir die Entscheidung überlassen. Ich bin bei Tochter Nr. 2 sogar noch ein paar Tage länger in der Klinik geblieben weil ich bei der ersten meiner Meinung nach zu früh raus bin und man sich zuhause dann doch mehr belastet. Gut das Krankenhaus ist nun nicht supischick wie einige andere die ich mir angeschaut hatte, aber das fand ich nicht so schlimm. Ich hoffe sehr das Du das ganz bald für Dich loslassen kannst. Deine süsse Maus sieht auf den Bildern sowas von herzig aus und ich wünsche Euch ein ganz tolles erstes Weihnachten zu dritt. Ganz liebe Grüße, Vera

    • Ich dachte auch immer, ich hab ein breites Becken und das ginge schon 😀 (die fiese Ärztin war übrigens anderer Meinung – sie meinte, das sähe nur breit aus durch den Speck *augenroll*).
      Die Stillberaterin, die ich hatte, war so eine alte Ökotante, die mir eigentlich nichts wirklich Hilfreiches erzählt hat. Es war eher so Gelaber nach dem Motto „Wenn du an dich glaubst, dann klappt das. Achte auf Ruhe. Lass ganz locker und verspann dich nicht“. Bla bla bla. Keine Positionen, keine Tipps fürs Kind, etc.

      Unsere Maus ist auch wirklich herzig und sie lacht jeden an, das ist sooo schön. 😀 ♥

      Dankeschön, liebe Vera. Ich wünsche euch auch zauberhafte Weihnachten! ♥

      • Also diese Kommentare zu deiner Figur gehen ja mal wirklich überhaupt nicht. Sowas habe ich ja noch nie gehört – was bilden sich solche Leute denn bitte ein?! Unverschämtheit! Von der restlichen Behandlung mal ganz zu schweigen… Aber das finde ich wirklich ein starkes Stück. Was für eine Anmaßung für einen Arzt. Ich wünsche dir, dass du mit der Verarbeitung gut weiterkommst und dass dein zukünftiger Beschwerdebrief bei den Vögeln im Krankenhaus was auslöst!

        Liebe Grüße & ein schönes Weihnachtsfest
        Tina

        • Ich habe ja schon öfters schlimme Ärzte/innen erlebt, aber im Bereich Gynäkologie ist das nochmal eine Nummer härter, finde ich. Da ist man sowieso sehr verletzlich auf allen Ebenen und braucht Empathie und Unterstützung, und dann kommt sowas. Furchtbar, dass man dann nicht einmal die Möglichkeit hat zu sagen, dass man einen anderen Arzt will. Man ist einfach ausgeliefert. 🙁
          Ich muss sagen, dass es mir seit der Veröffentlichung des Beitrags schon so viel besser geht! Alles, was sich die Wochen über angestaut hatte, konnte endlich mal raus, ich habe Mut und Unterstützung durch euch hier erfahren und das hat mir so unendlich geholfen! Ich bin dafür ohne Ende dankbar! ♥

          Alles Liebe und einen guten Rutsch ins neue Jahr für dich!

  3. Wow, ich bin schockiert. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir wieder besser geht und das diese furchtbaren Erlebnisse verarbeiten kannst. Aber es freut mich zu hören, dass du dir davon nicht den Wunsch vor weiteren Kindern erlöschen lässt und dass es dir ansonsten mit deiner kleinen Maus gut geht. Viele Grüße an sie und deinen Mann. <3 Deine Intuition wird sicher richtig sein, wir Frauen sind ja nicht umsonst das stärkere Geschlecht und wenn man so eine großartige Schwangerschaft hatte, in der die Intuition richtig war, wird sich das nicht ändern, nur weil das jetzt plötzlich wirklich da ist. Keine Ahnung, was da im Krankenhaus los war; es klingt wirklich total unprofessionell und traurig… Wie kann man in seinem Beruf so abstumpfen? Das ist für die Patienten so ein unfassbar wichtiger Moment und dann so ein Verhalten? Unglaublich…

    • Das ist glaube ich genau der treffende Punkt: die sind alle abgestumpft. Keine Ahnung wie so etwas passieren kann. Weil man tagein tagaus die gleichen Szenarien erlebt und überarbeitet ist? Aber dann läuft gewaltig was falsch. Denn für sie mag es täglich das gleiche sein und nur ein Job, für die Schwangeren ist es das aber nicht. Ich weiß nicht, ob es in Geburtshäusern anders / besser läuft (davon gibt es hier nur ein einziges, eine knappe Stunde entfernt – sehr schade). Aber wie auch immer, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, gerade in so sensiblen Situationen, sollte man auch feinfühlig agieren. Da frage ich mich, ob die selbst auch so behandelt werden möchten als Patient, bzw. mit ihren eigenen Kindern (sofern sie welche haben) so umgesprungen sind?! Furchtbar…

      Tausend Dank für deine Worte, liebe Anna! ♥ Ich wünsche dir wunderschöne Weihnachten!

  4. Ja… leider ging es mir ein bisschen wie dir. Ich war auch erst panisch… nein, eigentlich war ich 37 Jahre lang panisch vor der Geburt. Mir hat Hypnobirthing wie dir sehr geholfen. Ich habe mit der Geburt etwas positives Verbunden und hab mich sogar gefreut als es dann endlich los ging. Nur ging es zu schnell. Mit Blaulicht und Tatütata ging es in die nächste Klinik, die mit Kinderstation… unsere Wunschklinik war nicht mir zu erreichen. Die Behandlung im Fremden Kreissaal (erinnerte an eine Zahnarztpraxis) von der dienshabenden anscheinend neuen Ärztin war eine Katastrophe. Ich war froh die meiste Zeit alleine gewesen zu sein, da sie nur noch Unruhe und Chaos herbei brachte. Von den von ruppigen Untersuchungen mal abgesehen… irgendwann kam eine Hebamme mit Ultraschall und dann nur… Verkehrt herum – WIE sie haben das nicht gewusst?!? Und dann ging alles sehr schnell. Mit Wehenden Fahnen durch die Gänge – Notkaiserschnitt, den Wehenhemmer vergessen, den erst auf dem OP Tisch bekommen. Ich hatte mich schon ganz in Mich zurück gezogen… ich konnte nichts mehr machen. Nicht an der Situation, nicht für mein Kind. Und das war furchtbar…
    Wir können noch immer nicht erfassen, wie knapp es für uns beide gewesen sein muss. Lediglich die Chirurgin kam noch mal an mein Bett und entschuldigte sich für ihr knappes und direktes Verhalten (da ich auch mal in der Chirurgie gearbeitet habe, wusste ich das aber zu deuten). Von allen anderen nie wieder irgendwas… Es gab auch keine Besprechung im Nachhinein… wir wurden lediglich nach Hause geschickt.
    Ich muss dem Krankhaus allerdings zu Gute halten, das für mein Kind sehr gut gesorgt wurde. Da ich auf der Intensiv lag dufte El Wichto zur Oma auf die Brust. Er durfte sich sofort an einen Menschen kuscheln, der ihn liebte.
    Aber ich kann dich verstehen… noch heute knabbere ich an der Geburt und hoffe, das die negativen Gedanken nur an mir haften. Aber immer mal wieder sind sie da… Hypnobirthing würde ich trotzdem jeder Frau sofort empfehlen. Ich behaupte, wir hätten eigentlich eine schöne Geburt haben können, wenn ein Arzt mir vorab mal gesagt hätte, das mein Baby verkehrt herum liegt (nein, er drehte sich nicht 3 Stunden vor Geburt). Die Übungen haben mir geholfen ruhig zu bleiben, Kraft zu bewahren und am Ende eben so gut es geht für mein Kind da zu sein.
    Viele liebe Grüße,
    Liz MiniMe

    • Liebe Liz,

      Dein Geburtserlebnis klingt auch unglaublich furchtbar und traumatisch. Ich hatte richtig Gänsehaut beim Lesen! 🙁 Ich bin froh, dass es euch beiden gut geht, trotz der schlimmen Umstände. Das ist die Hauptsache, auch wenn man leider am Erlebnis ewig zu knabbern hat.
      Bei mir war es auch so, dass ich mich irgendwann in mich zurückgezogen habe und nur noch auf die Maus konzentriert habe. Sie war mein Fokuspunkt bei all dem hektischen und unsensiblen Drumherum. Hypnobirthing würde ich auch beim nächsten Kind wieder machen und hoffe einfach, dass die Geburt dann anders wird – so wie vorgestellt. Hoffen kann man ja. Und ich weiß fürs nächste Mal immerhin Bescheid, dass ich mich auch für das „Danach“ rüsten sollte und worauf ich zu achten habe. Hinterher ist man ja immer schlauer…

      Ich drück dich!

  5. Liebe Nani,
    es tut mir sehr leid zu lesen, dass Du eine eher unschöne Geburtserfahrung hattest…. Aber, ich glaube, solche und ähnliche Dinge sind leider normal geworden in Krankenhäusern… Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass eine Geburt und das Wochenbett nur noch eine Fließbandarbeit ist, die nichts mit Individualität zu tun hat.
    Ich selber habe 2 Kinder und habe mich auf Grund der Erfahrungen der 1. Entbindung beim 2. Kind für eine ambulante Geburt entschieden.. Im Nachgang ärgere ich mich fast darüber, dass ich das beim ersten Kind nicht gleich so gemacht habe.
    Seit geraumer Zeit überlege ich schon, über meine beiden Geburten zu schreiben – obwohl sie schon so lange her sind (8 und fast 10 Jahre).
    Ich hoffe, Du wirst ganz schnell die traumatischen Ereignisse verarbeiten können.
    Herzliche Grüße
    Anke

    • Liebe Anke,

      Ich hätte auch so gern eine ambulante Geburt gehabt, aber das war kurzfristig dann nicht mehr möglich. 🙁 Vielleicht beim nächsten Kind dann… Aber ja, du hast Recht: Es ist Fließbandarbeit geworden und schlimm finde ich auch, dass Frauen eingeredet wird, eine Schwangerschaft / Geburt sei ein medizinischer Notfall der strengstens überwacht und behandelt werden muss. Nein, so ist es nicht! Es ist etwas vollkommen Natürliches und eine Frau braucht unter der Geburt Geborgenheit und Unterstützung, keine Anleitung, Forcierung oder Verunsicherung. Erst bei Komplikationen sollte ein Arzt einschreiten und dann auch seinen Job tun, nämlich helfen und nicht noch demütigen. Wollen wir hoffen, dass es für künftige Generationen besser wird.
      Ich glaube, über deine Geburten zu schreiben könnte sehr befreiend für dich sein. Für mich war es das auf jeden Fall! Ich fühle mich seither SO viel besser und auch eure Kommentare hier haben mir sehr geholfen. Tausend Dank dafür!!! ♥

  6. Wenn ich meine erste Geburt in Worte fassen müsste, würde da wohl ein kleiner Roman draus werden. Nach 10 Jahren habe ich ausreichend Abstand, aber ich weiß wie lange ich gebraucht habe, um über das Geschehene hinweg zu kommen. Bei mir war es beides psychisch und physisch. Nach 3 Tagen in den Wehen, wurde unter Flehen (über mehrere Stunden) ein Kaiserschnitt durchgeführt, da sich der Muttermund nicht weiter als 6cm öffnen wollte. Eine PDA funktionierte aufgrund meiner Skoliose nicht, Wehenhemmer halfen nur kurze Zeit, kurz um ich war körperlich einfach am Ende, was sich auch noch Wochen später bemerkbar machte. Der O-Ton der Hebamme nach dem Kaiserschnitt ‚Und? Meinen Sie wirklich dass das nötig war?!‘ Das werde ich nie vergessen, denn ja es wäre schon Stunden früher nötig gewesen und ich hätte ihr in dem Moment am liebsten eine geklebt für so viel Frechheit. Aber genau diese Aussage, hat mich lange lange zweifeln lassen an mir selbst, warum ich nicht in der Lage gewesen bin mein Kind auf natürliche Weise auf die Welt zu bringen, ob ich eine gute Mama bin, etc. Das Physische machte mich so schlapp, dass ich zusätzlich zwei Brustentzündungen in den ersten zwei Wochen bekam und bei der zweiten ins Krankenhaus musste. Auch an dieser Stelle habe ich keinerlei Hilfe zur Seite bekommen, sondern wurde auch wieder demoralisiert, weil ich mich schlicht weg weigerte mein Kind an die Brust zu nehmen. Hier wurde mir wiederum eingeredet, das dies doch das Nonplusultra wäre und ich keine gute Mutter, wenn ich es nicht machen würde. Mein Kind war für mich zu dem Zeitpunkt nichts weiter als Schmerz und dieses Gefühl wünsche ich keinem! Ich wollte mein Kind endlich im Arm halten ohne Schmerzen, einfach so wie eine Mama ihr Neugeborenes halten würde, voller Stolz und Liebe… Seit dem weiß ich, dass ich einer Schwangeren oder frisch gebackenen Mama NIEMALS eine Rat geben werde. Alles was ich sage ist ‚Hör auf deinen Bauch!‘ Mein Sohn ist heute 10, er ist kerngesund, trotz Kaiserschnitt, obwohl ich nach 2 Wochen abgestillt habe. Er ist fit wie ein Turnschuh und ich bin eine gute Mama, dabei spielt es keine Rolle wie man sein Kind gebärt und auch nicht, ob es Muttermilch bekommt oder nicht! Bei meiner Tochter hatte ich genau das alles im Kopf und habe mir alles schriftlich geben lassen – wie die Geburt ablaufen soll, was passiert, wenn ich sie nicht stillen werde. Ich habe mir von niemandem etwas einreden lassen, sondern nur auf mich und meinen Bauch gehört und damit konnte ich sie ab der ersten Minute so sehr lieben, wie es sich gehört… Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber das würde zu lang werden und eigentlich habe ich das Thema für mich abgehakt – eigentlich, wie du merkst 😉

    • Du ahnst nicht, wie sehr du mir mit deinem Kommentar geholfen hast! Als ich ihn gelesen habe, hatte ich zum einen Tränen in den Augen, zum anderen hat sich bei mir etwas gewendet innerlich. Ich habe mich so viel besser gefühlt, weil ich endlich einmal schwarz auf weiß hatte, dass ich nicht allein bin. Dass da auch andere sind, denen es ähnlich wie mir ging. Die die gleichen Gedanken hatten / haben, ähnliche Situation. Das hat mir wirklich sehr beim Verarbeiten geholfen und ich muss sagen, so viele Zweifel ich beim Veröffentlichen dieses Beitrags erst hatte, es war das Beste, was ich tun konnte. Seither geht es mir täglich besser und es war wie eine Befreiung für mich und Kommentare wie deiner der Wind unter meinen Flügeln. DANKE!!!! ♥

  7. Liebe Nani,
    ich selbst bin zwar (hoffentlich nur „noch“) nicht Mutter, aber da sich eine Bekannte von mir intensiv mit Hypno-Birthing beschäftigt und auch andere Dinge zum Thema Geburt auf Facebook postet, habe ich schon öfter von ähnlichem Umgang mit Mutter und Kind gelesen! Auch eine Kollegin, die kürzlich zum zweiten Mal entbunden hat, wurde bei beiden Geburten ähnlich behandelt wie du! Es schockiert mich zutiefst und mittlerweile macht mir das sogar mehr Bauchschmerzen als eine Geburt irgendwann. Es ist eine absolute Unverschämtheit wie Frauen und Kinder scheinbar regelmäßig im Krankenhaus behandelt werden!

    Ich wünsche dir, dass dich diese Erfahrung nur stärker macht und bin mir sicher, dass du eine ganz tolle Mama bist!

    Ich drück dich,
    Sandra

    • Ich bin ja irgendwie froh, dass ich vor der Geburt nur einige Horrorstories kannte (die ich auf anderen Blogs gelesen habe) und nicht die gesamte Bandbreite, was alles passieren kann / jemandem passiert ist. Auf der FB-Seite der Roses Revolution gibt es wirklich furchtbare Berichte, die einem in der Seele weh tun. Es muss sich wirklich etwas tun in den Krankenhäusern, oder besser gesagt in den Köpfen von Ärzten, Hebammen, etc. Das Zwischenmenschliche fehlt irgendwie. Es kann ja nicht sein, dass Frau im sensibelsten Moment ihres Lebens an der Tür vom Krankenhaus ihre Würde abzugeben hat!
      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar, liebe Sandra! Er hat mir so doll beim weiteren Verarbeiten geholfen! ♥

      Fühl dich gedrückt und komm gut ins neue Jahr!

  8. Ich habe keine Erfahrungen zu diesem Thema aber ich kann nur sagen, da läuft doch irgendetwas falsch. Meiner Meinung nach habe solche Menschen in einem solchen Beruf nichts zu suchen. Furchtbar! Das geht mir gerade auch sehr nah und wie muss es dir erst ergangen sein?! Aber macht euch jetzt eine schöne Weihnachtszeit und genießt es einfach in vollen Zügen. Alles, alles Liebe für euch! <3 <3 <3

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

    • Da hast du absolut Recht und man kann nur hoffen, dass sich in der Zukunft etwas zum Besseren ändern wird. Mal sehen, ob sich da nicht etwas bewegen lässt. 🙂

      Komm gut ins neue Jahr, meine Liebe!

  9. Es tut mir sehr leid für dich, dass du so schlimme Erfahrungen machen musstest. Zumal du auf’n Instagram auch mal erwähnt hattest, dass du eh schon schlechte Erfahrungen mit Krankenhaus gemacht hast 🙁
    Ich erzähl mal meine Geschichte kurz, ich hab im Mai unseren Sohn bekommen, die Geburt an sich war relativ einfach, komplikationslos und ging sehr schnell – also es gibt sie, die „schöne“ Geburt. Natürlich hatte ich Schmerzen, aber es ist bei mir tatsächlich so, dass ich mich kaum mehr daran erinnere. Was bei mir nicht gut gelaufen ist, war das Stillen. Der Milcheinschuss wollte und wollte sich nicht einstellen, mir wurde auch Panik gemacht wegen des Gewichts des Kleinen und letztendlich hat er bzw. bekommt er die Flasche, weil ich irgendwann so fertig mit den Nerven war und auch Angst hatte, keine gute Mama zu sein. Dann hatte ich aber auch die ersten Wochen Angst, keine gute Mama zu sein, eben weil ich nicht stille… es war echt ne schwierige Situation für mich und ich denke, hätte man sich im Krankenhaus mehr Zeit für uns genommen, hätte es mit dem Stillen auch geklappt. Ich hab jetzt meinen Frieden damit gemacht und musste auch nicht so Schlimmes erleben wie du, aber manchmal hab ich mich auch wie eine „Nummer“ gefühlt, die schnell, schnell abgearbeitet werden muss. Man hat sehr gemerkt, welche Hebamme oder Schwester den Beruf aus Leidenschaft ausübt und für welche es halt nur (noch) ein Mittel zum Zweck ist. Und ich lebe in Frankreich, hier ist es nicht üblich, dass die Nachsorgehebamme zu einem nach Hause kommt. Gerade deshalb hätte ich mir – besonders beim ersten Kind – mehr Unterstützung im Krankenhaus gewünscht.
    Dir wünsche ich von Herzen alles Liebe! Für dich, eure Kleine und deinen Mann!

    • Liebe Laura,

      Stillen ist ein wirklich sensibles Thema – hätte ich vor der Schwangerschaft / Geburt auch nie gedacht. Man fühlt komplett anders, wenn man plötzlich Mama ist. Ich kann nachvollziehen, wie schlimm es für dich gewesen sein muss. Diese Panikmache im KH und das „Abarbeiten“ – das kann so doch nicht sein oder weitergehen! Ich kann allerdings leider aus eigener Erfahrung nun auch sagen, dass eine Nachsorgehebamme daheim nicht immer auch hilfreich ist. In unserem Fall hat sie zwar erst beim Stillen geholfen und den notwendigen Trick gefunden, damit es klappt, dann aber durch diverse schlechte Tipps und wenig intensive Unterstützung (es war hier auch eher „abarbeiten“) dafür gesorgt, dass die Flasche bei uns nicht wegzudenken ist. 🙁 Ich kann leider noch nicht meinen Frieden damit machen und fühle mich schlecht deswegen. Mal sehen, wie sich das noch weiterentwickelt bei uns.

      Ich drück dich und wünsche dir und deiner Familie einen guten Rutsch in ein wunderbares neues Jahr! ♥

      • Liebe Nani,

        Danke für deine Worte! Ich muss ehrlich sagen, dass ich es vor meiner Zeit als Mama nicht verstanden hab, wenn jemand nicht gestillt hat. Ich muss sogar gestehen, dass ich oft gedacht habe „Stell dich nicht so an, es ist das Beste für dein Kind, also mach einfach“. Dass es so einfach leider gar nicht ist, war mir nicht bewusst. Warum es bei uns letztendlich nicht geklappt hat, weiß irgendwie auch keiner, und das war (und ist es irgendwie manchmal immer noch) schon zermürbend. Ich kann also verstehen, dass du dich deshalb schlecht fühlst! Nun ist unser Kleiner ja etwa 5 Monate älter als eure Maus, von daher gib dir einfach Zeit. Bei mir waren bestimmt die ersten zwei Monate ein ziemliches Auf und Ab, ich hab jeden Tag geweint… aber irgendwann ging es mir besser und ich denke bzw. wünsche dir, dass das auch bei dir so sein wird! Zumal du ja, wenn ich es richtig verstanden habe, nur zusätzlich zum Stillen Flasche gibst, d.h. die Kleine bekommt deine wertvolle Muttermilch. Und das ist schön und gut – und selbst wenn es nicht so wäre, wichtig ist, dass es euch dreien gut geht, ob mit. Brust oder Flasche, letztendlich ist es vielleicht sogar egal. Hauptsache ist, es geht euch gut! Kopf hoch! Du bist eine tolle Mama (Mama ist so viel mehr als eine „Nahrungsmaschine“) und ich wünsche euch nur das Beste! <3 Fühl dich gedrückt!

  10. Liebe Nani,
    es tut mir absolut leid, was Dir in dem so wichtigen und bedeutenden Zeit in Deinem Leben passiert ist. Ich glaube nicht, dass Du mit einem direkten Brief an die Ärzte und Schwestern der Abteilung etwas erreichst. Wenn sich Ärzte und Schwestern so verhalten sind sie leider absolut überzeugt, von dem was sie tun. Sie sind aufgrund dessen, dass sie so viele Geburten begleiten, abgestumpft und können nicht mehr auf die individuellen Bedürfnisse, Ängste und Empfindungen der einzelnen Mütter einstellen. Für sie ist es nur ein Ablauf (Frau kommt ins Krankenhaus, Frau hat Wehen, Komplikationen? meist nicht, wenn doch: besonderer Prozess wird gestartet, andere sind verantwortlich, Kind kommt oder Kind kommt noch nicht, Frau schreit, Geburt, Kind ist da, wird versorgt, Frau wird versorgt, Komplikationen? ja: Mutter oder Kind kommen in andere Abteilung, andere sind verantwortlich, nein: beide gehen nach Hause). Oder geben Ihren Frust darüber, dass sie zu wenig Zeit haben aufgrund von Einsparungen oder Personalmangel, an die Mütter weiter. Ich glaube Arbeitnehmer die sich so verhalten, sind nicht mehr ohne weiteres einsichtig.
    Meiner Ansicht nach kannst Du daher nur etwas erreichen, wenn Du Deinen Brief an die Klinikleitung richtest oder an die Ärztekammer. Es gibt in einigen Kliniken auch Beschwerdestellen, hier habe ich aber selbst mal die Erfahrung gemacht, dass ich dort nur beschwichtigt werden sollte, als dass dem von mir geäußerten Hinweis gefolgt werden würde. Ich kann nur hoffen, das dies nicht überall so ist…
    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft und hoffe, dass Du dieses Trauma bald verarbeitet hast.
    LG Blunia

    • Liebe Blunia,

      Da hast du vermutlich sogar recht und es ist schade, dass es so ist. Wenn ich da an den Infoabend im KH zurückdenke, bei dem alles so wunderbar vorgestellt und beschrieben wurde… da komme ich mir im Nachhinein schon ein wenig veräppelt vor. Als hätten sie dort nur die nettesten Leute hingestellt, die einem hübsche Geschichten erzählen, damit ja mehr Frauen bei ihnen gebären wollen. Gibt ja mehr Kohle, nicht war? Und wenn es Kaiserschnitte sind, umso besser…
      Ich hoffe sehr, dass es nicht in allen Krankenhäusern so ist und sich in der Zukunft noch etwas zum Positiven ändern wird!

      Vielen Dank für deine Wünsche und deinen Kommentar! Fühl dich gedrückt! ♥

  11. miss_saerra

    Hallo liebe Nani,

    ich bin zwar noch keine Mama, aber wenn ich deinen Bericht lese bin ich schockiert und wütend. Schockiert darüber, was du (und vermutlich auch andere) in dem Krankenhaus erleben musstest und wütend über das Verhalten der Personen, in die man in so einer Situation ja eigentlich sein Vertrauen steckt.
    Gibt es die Möglichkeit irgendwie Beschwerde gegen das Verhalten der Personen im Krankenhaus einzureichen? Ich kenne mich da leider nicht aus, denke aber, dass man sich wehren muss, wenn man nicht gut behandelt wird. Also nicht falsch verstehen, das ist keine Kritik an dir oder anderen, denen das selbe passiert ist. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass die höheren Ebenen (also in dem Fall evtl Krankenhausleitung) oft nicht wissen, was auf der operativen Ebene passiert.

    Ich wünsche dir und deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest – genießt es (solange die Kleine noch keine Kugeln vom Baum holt 😉 ).

    LG Sarah

    • Liebe Sarah,

      Ich denke, es wird eine Beschwerdestelle geben. Ich habe nur die Befürchtung, dass denen sowas eh egal ist. Ist ja meistens so bei solchen Stellen, egal bei welcher Institution. :-/ Aber mal sehen, was dabei passiert.

      Fühl dich umarmt! ♥ Komm gut ins neue Jahr! 🙂

  12. Liebe Nani, ich bin selbst vor 3 Monaten Mutter geworden, und habe leider auch keine guten Erfahrungen auf der Wochenbettstation gemacht. Panikmache wegen Gewichtsverlust des Babys, obwohl der im ganz normalen Rahmen war. Zufüttern ohne mein Einverständnis. Beim Stillen sollte ich den Kopf meines Sohnes mit meiner Hand fixieren, wenn er nicht an der Brust bleiben wollte, ich sollte ihn an die Brust zwingen. Ich hatte das Gefühl, den Schwestern eigentlich nur lästig zu sein, Hilfestellung gab es kaum. Leider konnte ich nicht sofort nach Hause gehen, da ich einen Kaiserschnitt hatte. Nach all diesen Erfahrungen, und den vielen ähnlichen Erfahrungsberichten anderer Frauen, würde ich jeder Frau raten, ambulant zu entbinden und zu Hause in aller Ruhe und mit Hilfe der Hebamme weiterzumachen.

    • Liebe Eva,

      Bei dir lief es ja exakt wie bei mir. 🙁 Eine ambulante Geburt mit guter Nachsorgehebamme würde ich auch jeder Frau empfehlen. Bei einem Kaiserschnitt ist das ja leider nur nicht so wirklich möglich. 🙁 Noch besser wäre ja, wenn es in Krankenhäusern ein Umdenken geben würde! Es kann nicht sein, dass Frauen in dieser Situation so dermaßen die Würde genommen wird.
      Ich wünsche dir alles Liebe für die Zukunft! Danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich nicht allein in meiner Situation bin. ♥

  13. Hallo Nani,
    ich habe zwar keine Geburt erlebt, aber ebenfalls schon schlechte Erfahrungen mit sehr unsensiblen Ärzten gemacht, beide Male unmittelbar vor einer Operation. Da iat man ja ohnehin schon nervös genug.
    Leider scheint da im Studium das Thema Empathie zu kurz zu kommen.
    Es tut mir so leid, dass du so furchtbare Erfahrungen machen musstest!
    Glg
    Jennifer

    • Da sagst du was… viele Ärzte scheinen absolute Kopfmenschen zu sein, bei denen das Herz nichts zu sagen hat. Wirklich schlimm und schade – vor allem in solch sensiblen Situationen. :-/

      Alles Liebe!

  14. Das tut mir wahnsinnig leid. Es ist furchtbar so etwas zu lesen. Ich bin im August Mama geworden. Ich war in einem wirklich tollen krankenhaus. Es war zwar unheimlich viel los aber als es in die entscheidende Phase kam, war die Hebamme die ganze zeit bei mir und hat mich unterstützt. Die Ärztin war auch sehr lieb. Auf der Wochenbett Station waren solche und solche. Auch ich war in einem stillfreundlichen krankenhaus – und ich habe überwiegend positive Erinnerungen. Ich habe dort vor der geburt einen stillkurs besucht. Das hat geholfen. Der Aufenthalt war zwar schlimm, da alles so neu war und ich mich ohne meinen Mann so allein gefühlt habe. Aber die Schwestern waren immerhin da – soweit es ihre begrenzte Zeit erlaubt hat.

    In der Situation der geburt und in der Wochenbettstation solche schlimmen Dinge zu erleben … das ist traumatisierend. Denn ich fand die geburt allein schon sehr heftig. In dieser Zeit ist man so verletzlich. Man ist ausgeliefert. Und es kann nicht sein, dass man dann fertig gemacht wird. Denn eines hat man nicht: Kontrolle in der geburt. Aber die würde – die muss Frau behalten dürfen.
    Ich wünsche dir wirklich alles alles Gute. Und scheue nicht dir auch Hilfe zu holen, falls du diese benötigst.

    Genieß die zeit mit deinem Liebling.

    Alles Gute

    • Liebe Andrea,

      Ich freue mich sehr, dass du gute Erfahrungen machen konntest! ♥ Genau so sollte es sein und ich hoffe, es gibt noch mehr solch guter Krankenhäuser! Solche Erfahrungen sind es nämlich, die Mut machen und aufbauen! Danke, dass du dich mit der positiven Erfahrung gemeldet hast. 🙂

      Du hast Recht: Kontrolle hat man absolut keine. Und es sollte auch niemand sonst versuchen, diese zu übernehmen (Ärzte / Hebammen sollten Frauen die Kontrolle nicht abnehmen wollen!). Die Würde einer Frau und auch des Kindes sollten über allem stehen und man sollte sensibel und mit Achtung behandelt werden.

      Ich danke dir so sehr für deinen Kommentar und die Wünsche! ♥

      Komm gut ins neue Jahr und alles Liebe für dich und deine Familie!

  15. Liebe Nani,
    es tut mir sehr Leid, dass ihr diese Erfahrung machen musstet.
    Wir haben 2016 und es herrschen teilweise immer noch antiquierte Methoden „da draußen“.
    Der Schock war für dich bestimmt groß, als dann – trotz guter Vorbereitung und Hoffnung darauf, es anders zu erleben – nichts wie geplant lief.
    Ich hoffe, es wird sich noch Einiges tun und vor allem viele Frauen aufhören, Horrorstories zu verbreiten. Du und dein Mann gebt eurer Kleinen so viel Liebe, dass ihr die unangenehmen Erfahrungen im Krankenhaus bestimmt wieder wettmachen könnt.
    Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft!

    • Liebe Nicole,

      Es sollte viel mehr positive Berichte geben, die aufbauen und Mut machen. Schwangerschaften und Geburten sind etwas so Natürliches und Erstaunliches. Da entsteht ein neues Leben, was könnte wundervoller sein und mehr Respekt verdienen?! Daher verstehe ich die Einstellung mancher Ärzte / Hebammen / Schwestern einfach nicht.

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich fühle mich hier so gut verstanden und unterstützt, und du trägst auch dazu bei, dass ich mich von diesem Trauma langsam selbst befreie. DANKE! ♥

      Komm gut ins neue Jahr! :-*

  16. Liebe Nani,

    Deine Erfahrungen mit der Geburt und im Krankenhaus klingen wirklich schlimm. Ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert, dass es solche Umstände und Methoden heutzutage gibt!

    Ich bin vor neun Monaten Mama geworden und musste mich schon vor der Geburt von meinen ursprünglichen Vorstellungen, wie diese ablaufen soll, verabschieden. Denn mein Sohn lag leider bis zum Ende falsch herum, sein Kopf war zu groß für eine Steißgeburt und er lag so fest im Becken, dass er nicht gewendet werden konnte. Obwohl ich ehrlich gesagt auch nicht sicher bin, ob ich das überhaupt gewollt hätte. Insofern lief alles auf einen geplanten Kaiserschnitt hinaus. In der Klinik waren aber alle toll und später auf der Wochenbettstation gab es nette und tolle Schwestern und auch etwas rabiate, gerade was das Stillen angeht. Insgesamt war ich aber zufrieden mit dem Krankenhaus.

    Ich drücke dir alle Daumen, dass du das Geschehene bald verarbeiten kannst und bei Kind Nummer zwei hoffentlich bessere Erfahrungen einer anderen Klinik machst! Viele liebe Grüße, Domi

    • Liebe Domi,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich sehr zu hören, dass du mit deinem Kaiserschnitt und der Zeit im Krankenhaus bessere Erfahrungen machen konntest. Das lässt wirklich zu hoffen, dass es nicht überall so ist. Ich hoffe auch sehr, dass es beim nächsten Kind in einem anderen KH anders läuft. Vielleicht werde ich dazu dann auch noch mal im Bekanntenkreis, etc. rumfragen. Ich hatte mich bei meiner Wahl eigentlich von deren Vorstellung bei einem Infoabend leiten lassen, da sie alle so super lieb waren und mein Eindruck vom KH war sehr gut. Schade, dass das am Ende nicht wirklich so war.

  17. Oh das tut mir wirklich total leid ich muss sagen ich hatte eine wirklich tolle Geburt , obwohl ich so Panik hatte wegen einiger Horrorgeschichten und dann wurde ich such noch eingeleitet…aber durch viel Unterstützung von meinem Mann und meiner Mama war es wirklich eine unglaublich schöne Erfahrung.
    Auf Station waren wir nicht ganz zufrieden…die kleine wurde Nachts oft geholt zum messen was ihren ganzen Rhythmus kaputt machte und Stillberatung gab es garkeine…ich wusste nichts zum Thema stillen oder wie es funktioniert , das fand ich wirklich schade und ich hatte es mir anders vorgestellt.
    Viele grüße Nadia

    • Liebe Nadia,

      Genau wegen solcher Horrorgeschichten (die ich auch zu Hauf mitbekommen habe) hatte ich ja gehofft, hier einen kleinen Gegenpol posten zu können. 🙁 Aber vielleicht kann ich das bei Kind 2 ja dann, bzw. habe ich mir in der Richtung auch noch ein Projekt überlegt. Mal sehen, ob das alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.
      Aber ich freue mich sehr, dass deine Geburt ein schönes Erlebnis für dich war. Ich hoffe, auch wenn die Zeit auf der Station nicht so prima war, dass es dich nicht zu sehr negativ beeinflusst hat auf Dauer. Vielen Dank für deinen Kommentar! :-*

  18. Liebe Nani,
    Es tut mir leid zu hören, dass Du keine „schöne“ Geburt hattest und auch so viele andere negativ berichten.
    Ich hatte mich, wie Du, vorher mit Hypnobirthing beschäftigt und gewisse Vorstellungen, was ich bei der Geburt nicht wollte.
    Meine Kleine wollte damals recht schnell zur Welt kommen (ich hatte vor dem Schlafengehn wahrscheinlich einen Blasensprung und keine Wehen und bin dann mit Wehen im 1,5 Minuten Abstand aufgewacht). Leider gabs es am Tag vorher 16 Geburten in 4 Kreissälen und auch in der Nacht, als ich ankam, waren alle Kreißsäle belegt, die Ärztin war erst aufgestanden und unfreundlich, weil ich mir keinen Zugang legen lassen wollte, keine Hebamme verfügbar, ich für mehrere Stunden mit dem Vater meines Kindes mehr oder weniger allein in einem Untersuchungszimmer. In dieser Zeit hätte die Kleine problemlos kommen können. Doch war keiner da.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Es hätte besser laufen können, doch ich hab gesehen, ich kann das und kann Vertrauen in mich haben, auch wenn es widrig ist. Das war für mich wichtig und hat mir geholfen, die Geburt zu verarbeiten (ich denke, daß man muß man bei so einem epochalen Ereignis einfach, egal wie die Geburt im Endeffekt war)
    Danach verlor sich das Gefühl leider (ein bißchen), weil es eben nicht mehr nur um sich selber geht (aber es kommt wieder, versprochen!)

    Und zum Schluß vielleicht noch was mit schlechtem Start und gutem Ausgang: Meine Tochter hat seit Geburt, Schwierigkeiten mit ihrem Bauch. Das Stillen klappte nicht. Auch wenn ich schockiert vom Umgang mit ihr war und fast geheult hab, als man ihr Flaschenmilch gab (das wollte ich auf keinen Fall), hat die ruppige Schwester sie doch zum Trinken gebracht –was Ihr so gut gefallen hat, daß sie sich prächtig entwickelte und erst nach 22 Monaten wieder aufhörte 😉

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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