{Herzensbäckerei} Fondanttorte für Valentinstag

In ein paar Tagen ist es soweit und wir haben wieder Valentinstag. Zu diesem Anlass haben meine liebe → Sarah und ich eine ganz besondere Aktion für euch auf die Beine gestellt: Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen, und da man nicht immer etwas Gekauftes schenken muss, kann man seine(n) Liebste(n) doch auch mal mit selbstgemachten Leckereien beglücken. Daher gibt es von uns beiden heute eine Idee für einen kulinarischen Schmaus zum Valentinstag unter dem Motto „Herzensbäckerei“.

Ich möchte das Thema Valentinstag aber von einer ganz anderen Seite betrachten. Wer sagt denn, dass man an diesem Tag nur dem/der Liebsten sagen soll, wie viel er/sie einem bedeutet? Ich finde, man kann diesen Tag auch nutzen um beispielsweise seine allerbeste Freundin zu überraschen, was ich hiermit auch tue: Also meine süße, liebe, kleine Sis, wenn du das hier liest: Ich hab dich ganz doll lieb und bin sehr froh darüber, dich in meinem Leben zu haben. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun würde und möchte dich nie mehr missen. Du bist die Beste! ♥

Kommen wir aber jetzt zur Torte: Es ist nun das zweite Mal, dass ich mit Fondant gearbeitet habe (es war mein kleiner Vorsatz für dieses Jahr, da ich sehr viel Spaß an solch kreativen Torten habe und seitdem ich „Cake Boss“ schaue, suche ich immer mehr nach Anlässen für solche Torten und Kuchen) und ich muss sagen, dass es mir lustigerweise dieses Mal nicht so gut gelungen ist, wie beim ersten Versuch (diesen könnt ihr → hier sehen). Trotzdem finde ich die Torte hübsch und es kommt ja auch am meisten auf den Geschmack und die Geste an – und lasst es euch gesagt sein: sie war megalecker!

Von Anfang an stand fest, dass ich einen kleinen Kuchen mit geringem Umfang machen wollte, damit eben nicht eine halbe Großfamilie davon satt wird, sondern es wirklich als kleines Geschenk geeignet ist. Ich habe dann überlegt, welche Farben und Lebensmittel ich mit Valentinstag verbinde. Farblich definitiv rot und rosa und was passt besser zu diesem Tag als weiß Schokolade und Erdbeeren? Dazu musste auf jeden Fall auch noch die obligatorischen Herzchen. Die Kuchenbasis wollte ich geschmacklich neutral halten und habe mich für einen Vanille-Rührkuchen entschieden (die Grundzutaten habe ich von → diesem Rezept übernommen). Für die Füllung sollte es süß werden – allerdings nur farblich (denn Fondant und Ganache sind immer so süß, dass man beim Rest sparsam mit Süße umgehen sollte), daher habe ich eine Quark-Sahne-Füllung mit Erdbeerstückchen gemacht und diese noch mit Lebensmittelfarbe rosa gefärbt. Die Ganache (also die Schicht zwischen Fondanthaube und Kuchen selbst) besteht aus weißer Schokolade und darüber kam der Fondant, den ich einfach in seiner weißen Farbe gelassen habe. Damit das Ganze von außen auch optisch ansprechend wird, habe ich als Deko kleine Herzchen in verschiedenen Größen ausgestochen (solche Fondantausstecher bekommt ihr im Set zu kaufen, beispielsweise hier bei Amazon**).

Was ihr für den Kuchen braucht…

Kuchen
100 g Butter
1 Päckchen Vanillin
Mark einer Vanilleschote
90 g Zucker
 1 Prise Salz
2 Eier, Größe M
1/2 Päckchen Backpulver
125 g Mehl
ein Schuss Milch
ca. 100 g Magerquark
Springform Ø18 cm (ich habe diese**)
Füllung
300 g Schlagsahne
1 Päckchen Sahnesteif
ca. 100 g Magerquark
2 EL Zucker
ca. 200 g frische Erdbeeren
1 Messerspitze rote Lebensmittelfarbe („Red“ von Wilton**)

Ganache
200 g weiße Schokolade
ca. 60 ml Schlagsahne

Deko
ca. 300 g Fondant (ich nehme immer diesen**)
Puderzucker / Stärke
rote Lebensmittelfarbe
Pinsel
Zahnstocher

So wird’s gemacht…
Da die Herstellung einer solchen Torte nicht ganz ohne ist, habe ich hier ein kleines „How-to“ mit Bildern für euch festgehalten, das ich euch nun erklären werde. 

1. Ihr backt den Vanillekuchen in der kleinen Springform (175°C Umluft für ca. 45 Minuten auf mittlerer Schiene) und lasst ihn nach der Backzeit vollständig auskühlen. 
2. Anschließend macht ihr euch an die Füllung, für die ihr erst die Sahne steif schlagt, dann das Päckchen Sahnesteif und den Zucker einrührt und zum Schluss den Magerquark unterhebt. Zum Einfärben gebt eine gute Messerspitze der roten Lebensmittelfarbe hinzu (je nach dem, wie hoch die Farbintensität sein soll, etwas mehr oder weniger) und rührt das Ganze auf niedriger Stufe durch, bis alles eingefärbt ist. Nun wascht ihr die Erdbeeren, trocknet sie und entfernt den Strunk. Danach schneidet ihr sie in sehr kleine Würfelchen und rührt sie in die Sahne-Quark-Creme. 

3. Nun wird der Kuchen geschichtet: Zuerst muss der Kuchen dafür eine flache Oberfläche bekommen (frisch aus dem Ofen haben Kuchen ja immer eine kleine Haube), damit es am Ende mit Fondant nicht so hubbelig wird. Schneidet diese entweder mit einem großen, scharfen Messer ab, oder – damit so wenig wie möglich des Kuchens verloren geht – mit einem Tortenschneider, da ihr damit die Höhe genau einstellen könnt (ich habe diesen**). Den Tortenschneider (oder das scharfe Messer) verwendet ihr anschließend, um den Kuchen in drei gleichmäßig dicke Scheiben zu schneiden. Jede Schicht bedeckt ihr dann großzügig mit der Erdbeer-Sahne-Füllung und setzt dann die Kuchenscheiben oben auf. Achtet darauf, dass der Kuchen mit der Füllung nicht schief wird oder nach außen Löcher bekommt. Eventuell einige Stellen noch mit der Füllung ausbessern. Danach für eine gute halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, damit die Füllung wieder etwas fest wird. 

4. Um eine schützende Schicht zwischen Kuchen und Fondant zu bringen (dieser verträgt sich nämlich nicht mit Flüssigkeiten wie der Füllung), muss eine Ganache dazwischen. Für die Ganache aus weißer Schokolade einfach die Schokolade in möglichst kleine Stücke schneiden, die Sahne kurz aufkochen, vom Herd nehmen und die Schokoladenstücke hineingeben. Kurz stehen lassen und dann mit einem Löffel umrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Damit eine gleichmäßige Masse entsteht, die Ganache unbedingt noch mit einem Handrührer durchrühren. Die Torte wird nun komplett mit der Ganache bestrichen und zum Erkalten (damit die Ganache fest wird) stellt ihr die Torte wieder für eine Weile in den Kühlschrank. 
5. Ist die Ganache fest, kommt der Fondant an die Reihe. Bevor ihr ihn ausrollt, solltet ihr die Küchenfläche mit Puderzucker (oder Stärke) bestäuben, damit der Fondant nicht anklebt. Ich gebe immer etwas Puderzucker in so ein normales Haushaltsallzwecktuch, schließe es mit einem Gummi band und tupfe dann über die Fläche und den Teigroller. So habt ihr mit ganz einfachen Mitteln schnell und günstig ein Pudersäckchen gebaut (man kann sie aber auch fertig kaufen, sie sind aber logischerweise teuer). Nun nehmt ihr den Fondant, knetet ihn mit den Händen gut durch (diese vorher am besten auch mit Puderzucker bestäuben) und gebt ihn dann auf die bestäubte Fläche. Mit einer Teigrolle könnt ihr ihn nun dünn ausrollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit einem Nudelholz nicht gut funktioniert. Ausrollstäbe aus Plastik (wie beispielsweise dieser**) sind sehr viel besser geeignet, da der Fondant daran nicht kleben bleibt. Habt ihr ihn großflächig und dünn ausgerollt, nehmt die Fondantdecke und legt sie vorsichtig über eure Torte. Drückt sie leicht mit den Händen an und ebnet dann die Flächen mit einem Fondantglätter**. Überschüssigen Fondant könnt ihr einfach mit einem Messer abschneiden. Diesen habe ich dann benutzt, um eine Borte und die Herzchen auszustechen. 
6. Das Dekor ist auch sehr viel einfacher zu machen, als es aussieht. Für die Borte habe ich den übrigen Fondant einfach länglich ausgerollt und dann mit einem Tortenrand-Ausstecher gearbeitet. (einen ähnlichen gibt es hier**). Die Rückseite der Borte habe ich mit etwas Wasser bepinselt und dann vorsichtig entlang des Rands angebracht. Mit den Herzen habe ich es ebenso gemacht: Erst den Fondant ausrollen, dann verschieden große Herzen ausstechen, mit Wasser bepinseln und auf der Torte arrangieren. Nach kurzer Zeit verrutscht das Dekor nicht mehr und ihr könnt es anmalen. Man hätte den Fondant vorher auch einfach mit etwas Lebensmittelfarbe mischen und dann ausstechen können, aber ich wollte zum einen farbige Finger vermeiden, zum anderen sollte das Dekor tiefrot werden und ich wollte nicht mit der Dosierung der Farbe herum experimentieren. Ich habe also einfach einen normalen Pinsel mit der Spitze ganz leicht in die Lebensmittelfarbe getunkt und dann alles bestrichen, was ich gerne rot gefärbt haben wollte. Für den Schriftzug habe ich einen Zahnstocher in die Lebensmittelfarbe getunkt und dann den Kuchen beschriftet. Eine sehr mühselige Arbeit, aber mein roter Lebensmittelstift** wollte dummerweise nicht auf dem Fondant schreiben (er schreibt irgendwie auf gar nichts) und Zuckerschrift mag ich nicht. Mit Fondantschrift muss ich also noch experimentieren, aber dennoch kann sich das Ergebnis für einen ersten Versuch doch sehen lassen.

Ist die Torte fertiggestellt, sollte er unbedingt vor dem Servieren noch einmal in den Kühlschrank. Einfach, damit sich alles wieder festigt und sie sich hinterher gut anschneiden lässt, ohne dabei zerdrückt zu werden.

Geschmacklich ist die Torte wirklich spitze. Ich bin eigentlich kein Fan von klassischen Sahne-Torten, aber da ich hier keinen Biscuitboden verwendet habe und auch die Füllung etwas mehr Biss hat (durch Quark und Erdbeeren), bin sogar ich ganz hin und weg gewesen und hätte am liebsten mehrere Stücke gefuttert (was aber echt nicht möglich ist, da sie durch die süßen Komponenten pappsatt macht). Das Innere ist nur ganz leicht süßlich und dafür aber super frisch bedingt durch die Füllung. Der Vanillekuchen gibt dem Ganzen eine sehr leckere Konsistenz, Fondant und weiße Ganache steuern die nötige Süße bei, so dass eine sehr harmonische Torte entsteht, die einen beim Verzehr nicht erschlägt (auch wenn es eine kleine Kalorienbombe ist). Ich finde auch, dass die weiße Ganache super mit der Erdbeer-Füllung harmoniert. Ein rundum leckeres Geschmackserlebnis, um mich mal selbst zu loben. 😀

Wäre das auch eine Idee, die ihr für Valentinstag umsetzen würdet? Mit Kuchen Botschaften zu übermitteln und Komplimente zu verteilen finde ich ja eine (im wahrsten Sinne) süße Sache. 🙂

Unter dem Titel „Herzensbäckerei“ wird es in Zukunft noch mehr leckere Aktionen mit Sarah geben, wenn sich der Anlass ergibt. 

Viel Spaß beim Nachmachen und happy (soon-to-be) Valentine’s Day! ♥

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32 Kommentare

  1. Ooooh, die sieht ja wunderschön aus! <3 Ist dir wirklich gut gelungen und sie hört sich Äußerst lecker an und deine Fotos sind – mal wieder – phänomenal schön! *.*

  2. Das ist aber eine wunderschöne Torte! Hast du toll gemacht! <3

  3. Uuuuh wow! Die sieht ja einfach nur porno aus. Yummy. Ich liebe ja Erdbeer Torten wahnsinnig <3

    Liebe Grüße, Ella
    http://www.ellaloves.de

  4. Die Idee ist ja total schön! Und es sieht absolut toll aus, die Herzchen und die Farben, super! Und natürlich sieht es auch sehr lecker aus 🙂

  5. Ohhh wie schön die Torte aussieht!

  6. Die sieht aber sehr lecker aus und richtig hübsch ist sie geworden. Ich mache meinen Fondant meist selber. Mit den Erdbeeren war das Ganze bestimmt schön fruchtig!

  7. Mmh, der sieht aber gut aus! Also über so ein Geschenk würde ich mich sehr freue. 😉

  8. Oh ist die schön geworden! Und sie sieht soooo sooo lecker aus.

    Liebe Grüße,
    Liz

  9. Wow, eine unglaublich schön anzusehende Torte! Und wunderschöne Bilder! Da hätte ich jetzt auch Lust drauf 🙂

  10. Oh mein Gott, sieht das lecker aus. Mein Freund steht nicht so auf Süßkram, aber weißt du was? Ich back die einfach für mich ganz allein!!!

  11. Wow! Ein tolles Stück Torte da will man doch gar nicht das Messer zum anschneiden zücken. Durch den Fondant bleiben solche Torten auch gleich viel saftiger sprich nach 1 Tag durchziehen schmecken die immer besser. Ich glaub ich muss gleich mal backen! Sollen sie ruhig kommen die kleinen Dinger die mir nachts heimlich die Kleider enger nähen 😉

  12. Das ist eine wunderschöne Torte =)

  13. Was für ein Kunstwerk!
    Und da ich Erdbeeren liebe, würde ich jetzt zu gern ein Stück naschen.
    Glg
    Jennifer

  14. Eine wunderschöne Torte hast Du da kreiert! Ich liebe Fondanttorten. Ich habe letzte Woche meine erste Fondanttorte zum ersten Geburtstag für meinen kleinen Sohn gebacken. Ich habe sie mit Mokka-Buttercreme gefüllt und zusätzlich eine Ganache unter den Fondant gegeben. Leider war diese Kombination einigen Gästen zu schwer bzw.zu mächtig. ( obwohl nur 2 Stücke übrig geblieben sind) Ich habe generell den Verdacht, dass nur wenige Menschen Fondant richtig mögen. Jetzt frage ich mich natürlich, ob es sich überhaupt lohnt, noch weiterhin Fondanttorten zu backen, wenn man irgendwie nicht die richtige "Zielgruppe" hat. Mir macht es aber sooo einen Spaß. Ich werde einfach mal Deine Füllung ausprobieren. Ich glaube, sie ist ein bißchen leichter zum Magen 🙂 Deine Torte ist auf jeden Fall eine Inspiration. Hoffentlich machst Du noch mehr Torten und zeigst uns Deine Kunstwerke! Liebe Grüße Elle

    • Wie lieb von dir, vielen vielen Dank! 🙂 Ich liebe Fondanttorten auch – obwohl ich noch ein Neuling auf dem Gebiet bin. Aber sie faszinieren mich einfach und man kann sich mit ihnen so wunderbar kreativ austoben. Das Gefühl, dass nicht jeder sie zu schätzen weiß, bzw. mag, habe ich auch. Zumindest war es bei meiner ersten Fondanttorte auch so, dass sich einige darüber beschwert haben, dass sie so mächtig war (und das, obwohl ich keine Füllung gemacht hatte, sondern nur Ganache und Fondant über einen Rührkuchen). Deine Variante mit Mokka-Buttercreme und Ganache klingt absolut lecker! Das werde ich mal für die Zukunft im Hinterkopf behalten. 🙂 Und ja, wenn ich wieder mit Fondant arbeite, werde ich es hier definitiv zeigen. :))) Ganz lieben Dank für dein tolles Feedback!

  15. Super tolle Torte! Lob! Lob! Lob!
    Würde gerne diese Erdbeercreme für meine Geburtstagsfondanttorte machen. Aber natürlich nur als Füllung 😉 Wie lange kann ich denn die Creme im Kühlschrank so ungefähr aufbewahren?
    Wäre echt supi wenn du mir bald antworten könntest 😉
    LG Kiki

    • Hi Kiki,

      Ich denke, 24 Stunden sollten auf jeden Fall okay sein. Länger würde ich es nicht machen. Sie wird dann vielleicht noch nicht schlecht sein, aber halt nicht mehr so gut schmecken. Erdbeeren und Milchprodukte vertragen sich auf lange Dauer nicht so gut. ^^

      Ich wünsche dir viel Spaß beim Backen und einen tollen Geburtstag! <3

  16. Hallo schaut echt super aus, muss ich gleich mal probieren 🙂

    Aber muss ich alle Zutaten für den Vanillekuchen einfach zusammen mixen ?
    Wenn nicht, gibt es hierfür eine Anleitung ?

    • Das Rezept dazu ist oben verlinkt (Apfel-Rührkuchen). Einfach genau nach dem Rezept gehen, nur eben ohne den Apfel. 🙂

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