Baby-Erstausstattung – Meine Tipps für die Anfangszeit

Sobald man schwanger ist, stellt man sich irgendwann die Frage „Was brauche ich eigentlich alles?!“. Es gibt wirklich soooo viele Sachen für Babies, und als angehende Mama (und Papa) weiß man bei der Flut an Produkten erstmal gar nicht, was genau man definitiv braucht und was bloß nette (oder auch nutzlose) Gimmicks sind.

Ich hatte bereits in meiner Schwangerschaft in → diesem Beitrag nach Tipps gefragt, was andere Mamis in den ersten Lebensmonaten des Babies für absolute Must-haves in der Grundausstattung halten. Daran habe ich mich bei meinen Käufen orientiert, aber auch die Ratschläge einer Freundin und meiner Hebamme berücksichtigt. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich einiges von dem, was wir wirklich dringend brauchten und viel verwendet haben, erst nach der Geburt gekauft habe (Amazon Prime sei Dank!), aber auch jede Menge Sachen nie benutzt wurden.

Ich möchte euch gerne auflisten, was für uns zur Erstausstattung in den ersten drei Monaten gehört hat (und auch heute teils noch verwendet wird), was für uns wichtig war und auch welche Fehlkäufe ich gemacht habe. Denkt daran: Jedes Baby ist anders, jedes Elternpaar hat andere Ansprüche und Maßstäbe. Was für uns super war, muss nicht auch unbedingt für euch funktionieren.

Damit das Ganze übersichtlich ist, habe ich alles in Kategorien eingeteilt: Kleidung für Tag & Nacht, Auf dem Wickeltisch (Pflege und Medizin), Baden, Spielsachen und Beschäftigung, Schlafen, mobil unterwegs, alles ums Stillen & Füttern und sonstige praktische Dinge.

Hier sind nun all die Dinge, die wir für unser Herbstbaby (geboren Anfang Oktober) benutzt haben. Vielleicht hilft euch meine Liste ein wenig, wenn ihr gerade schwanger oder frisch gebackene Eltern seid, und nicht ganz wisst, was ihr vorrätig haben solltet, brauchen könntet, oder was euch das Leben als Eltern erleichtert. Unsere Favoriten habe ich euch – sofern möglich – auch verlinkt.

Kleidung für Tag & Nacht


Vor der Schwangerschaft war ich bei so ziemlich jedem niedlichen Baby-Outfit, das ich gesehen habe, direkt schockverliebt und hätte am liebsten tausend Klamotten gekauft. Kleidchen & Co. sind aber auch zu süß! Zum Glück habe ich mich damit aber zurückgehalten, denn als unsere Maus auf der Welt war, haben wir ihr die ersten Wochen nur bequeme, praktische Sachen angezogen.

Da liegt nun plötzlich so ein winziges, zierliches Wesen vor einem, bei dem man befürchtet, dass man ihm beim Anziehen vielleicht noch einen Finger oder Zeh umknickt und es nicht bemerkt, und diese Kind wirkt sowieso so zerbrechlich (keine Sorge, Babies sind wirklich robust – das lernt man spätestens bei den ersten U-Untersuchungen). Außerdem hat man auf einmal nach der Geburt einen anderen Tagesablauf und muss sich komplett in einem neuen Leben einfinden. Und dann noch süße Outfits nur zur Schau anziehen? No way! Bequeme und praktische Kleidung war hier unsere Wahl. Erst nach diesen ersten drei Monaten haben wir so langsam mal mit Outfits (Sets aus Leggins / Röckchen & Shirt / Pulli, Kleider, etc.), angefangen, und nur zu Weihnachten gab es mal ein Kleidchen. Was aber nicht heißt, dass die Kleidung weniger süß gewesen wäre. Denn auch die Basics gibt es mit super süßen Motiven!

Was die Größen betrifft: Uns wurde vorher gesagt, dass wir ja nicht zu viel in Gr. 50 kaufen, sondern lieber gleich mit 56 anfangen sollen. Dann war unsere Tochter da und wir hatten bis auf 2 Bodies NICHTS, was ihr gepasst hat. Also wurde gleich nach der Geburt die Oma zum Shoppen geschickt, die uns dann mit Klamotten in Größe 50 ausgestattet hat (selbst darin ist sie dann erstmal noch versunken). Es ist also nicht verkehrt, zumindest ein paar Basics in kleiner Größe da zu haben.

Was wir benutzt haben:

  • Wickelbodies: Gr. 50 und 56. Am besten passten unserer Tochter die von H&M (C&A fällt recht breit aus). Bei Neugeborenen ist das Zuknöpfen auch echt kein Akt, da sie noch nicht so viel zappeln, erst jetzt so langsam (mit Gr. 62/68) fangen wir mit Über-Kopf-Bodies an. Vorher war mir das viel zu viel Arbeit bei so einem zierlichen Wesen.
  • Wickeljäckchen / Strickjacken: Kann man schnell an- und ausziehen, praktischer als Shirts / Pullis (die ja wieder über den Kopf gestülpt werden) und auch prima für die Nacht.
  • Strumpfhosen und Söckchen: Bei uns passten die von Ernsting’s und C&A am besten.
  • Strampler: Praktische Kleidung am Tag, um dem Neugeborenen eine zusätzliche Schicht Kleidung anzuziehen, die man leicht wechseln kann. Unsere Wahl war stets C&A, da es sie dort inklusive „Füßchen“ gibt.
  • Schlupfhosen mit Füßchen: Aus Stoff und Frottee (von H&M und C&A)
  • Strampelsack: Für die Nacht haben wir ihr immer nur einen Strampelsack (geht nur bis zum Bauch des Babies) angezogen, da sie in jeglichen Schlafsäcken versunken wäre (auch meine Hebamme meinte, dass es keinen Schlafsack gibt, der einem Neugeborenen passt). Also bekam sie nachts ein Wickeljäckchen angezogen und untenrum war der Strampelsack (auch Pucksack genannt). Für den Herbst / Winter haben wir ihn als gefütterte Variante gekauft.
  • Lätzchen: Denn bei Bäuerchen kommt auch gerne mal Milch mit, und man will das Baby ja nicht tausend Mal umziehen. Für die ganz Kleinen gibt es passende bei Ernsting’s (dort heißen sie Baby Bandana).
  • Jäckchen und Hose aus Fleece oder Frottee: Wenn wir mit ihr das Haus verlassen haben, bekam sie immer noch dickere Kleidung über den Basics (Wickelbody, Strumpfhose, Socken) angezogen, und das war meist eine Kombi aus Jacke und Hose (tolle Sets mit niedlichen Motiven gibt es bei H&M).
  • Mulltücher / Spucktücher: Hiervon kann man wirklich nicht genug haben und man braucht sie auch später noch (oder sogar viel mehr), außerdem sind sie vielseitig einsetzbar. Wir haben sie für Milchspucke verwendet, als Deckchen, zum Abdecken des Kinderwagens beim Spazieren oder des Autositzes, vor allem aber als „Nestchen“ beim Schlafen. Das war ein Tipp meiner Hebamme: ein Mulltuch einrollen (wie auf dem Bild unten), und so ins Bettchen legen, das es um den Kopf des Babies und seine Schultern herum liegt. Die Enden des Tuchs kann man unter den Po des Babies stecken, damit es an Ort und Stelle bleibt. So hat das Neugeborene ein Nest-Feeling und fühlt sich ein bisschen wieder wie in Mamas Bauch und nicht so verloren in seinem Bett.

Auf dem Wickeltisch: Pflege und Medizin


Was das Wickeln angeht, so läuft bei uns seit jeher wirklich simpel ab: Windel aus, unten rum mit einem feuchten Waschlappen (bei Pipi) oder Pflegetüchern (bei Stuhlgang) abwischen, mit einem neuen Lappen trocken tupfen, bei bedarf Multilind Salbe auf den Po, frische Windel an, fertig. Während der Kolik-Zeit haben wir ihr noch mit Zäpfchen oder durch Bauchmassage mit Windsalbe geholfen.

Unsere Ausstattung:

Pflege & Co.:

  • Waschschüssel
  • Pflegetücher (von dm)
  • Waschlappen (gibt es super günstig in Multipacks bei Ikea in der Babyabteilung)
  • Kokosöl (u.a. zur Babymassage, Badezusatz, Eincremen des Körpers)
  • weiche Bürste (wir haben → diese hier und finden sie klasse. Sie ist super weich und man merkte direkt, wie angenehm das „Kämmen“ für unser Baby war.)
  • Windeln
  • Wickelunterlage (wechselbar, wenn was daneben geht – und das wird es! 😀 )
  • Windelmülleimer von Angelcare (Tipp: Den Mülleimer mit Einsatz gibt es sehr oft als Angebot für 9,99 €, beispielsweise bei dm. Auch die Kassette mit Müllbeuteln muss man nicht teuer nachkaufen, sondern kann normale Müllbeutel verwenden. Wie man sie einbaut, kann man als Tutorial bei YouTube finden.)
  • Boxen zur Aufbewahrung von Windeln, usw. („Skubb“ von Ikea)

Medizin & Co.:

  • Multilind Heilsalbe mit Nystatin und Zinkoxid: Gegen wunde / nässende Stellen im Windelbereich, beugt Infektionen durch Hefepilze vor
  • Lefax Pump Liquid: gegen Bauchweh / Koliken durch Luft beim Trinken (Ob man dies seinem Baby geben will, muss jeder selbst entscheiden. Ja, es erleichtert wirklich und hilft die Luftbläschen zu sammeln und leichter loszuwerden, aber es enthält den Süßstoff Saccharin. Ich würde es daher nie wieder nutzen und hätte es auch nicht, wenn ich gewusst hätte, was genau drin ist. Gerade auch die Entzugserscheinungen bei Absetzen waren nicht ohne!)
  • Bigaia Tropfen (mögliche Alternative zu Lefax)
  • Tamany Windsalbe mit Kümmelöl: gegen Blähungen, Stauungen und zur Beruhigung des Magen-Darm-Bereichs
  • Carum Carvi Zäpfchen: bei Verstopfung
  • Fieberthermometer (mit flexibler Spitze!)
  • Wickeltischheizstrahler mit Standfuß von reer: Da wir über dem Wickeltisch keinen Heizstrahler anbringen wollten, haben wir diesen mit Standfuß gekauft. Er läuft solide, macht den Wickelbereich im Nu mollig warm und somit gibt es jede Babymassage und auch das Anziehen im Winter in kuschliger Atmosphäre.

Baden


Auch beim Baden läuft es bei uns wenig aufwendig ab (auch nach wie vor mit bald 6 Monaten). Hier haben wir folgende Routine: Als einzigen Zusatz zur Pflege der Haut nehmen wir Kokosöl. Einer von uns hält die Maus, der andere wäscht sie mit einem Waschlappen. Beim Baden hat sie immer einen Waschlappen auf dem Brust-/Bauchbereich liegen, um dort nicht auszukühlen. Nach dem Baden legen wir sie auf ein großes Duschhandtuch von uns und trocknen sie grob ab, dann wird sie von oben bis unten geföhnt und anschließend legen wir sie auf ein Baby-Kapuzenhandtuch, mit dem sie zum Wickeltisch getragen wird. Zu unserer Ausstattung gehören:

  • Baby-Badewanne von Ikea, Modell „Lättsam“ (sie wird allerdings langsam echt zu klein, daher wechseln wir bald in die „Erwachsenen-Badewanne“ zusammen mit dem → Angelcare Sitz, bis sie selbst sitzen kann).
  • Heizlüfter (damit wärmen wir den Raum auf, bevor es in die Wanne geht)
  • Badethermometer (gibt es günstig bei dm)
  • Kokosöl als Badezusatz (1 TL kommt erst kurz vor dem Baden hinein, damit das Thermometer nicht damit in Berührung kommt)
  • Handtücher (mit Kapuze) und Waschlappen: Sehr zu empfehlen für Neugeborene sind die Handtücher mit Kapuze von Hema, da es sie in kleinen Größen gibt. In regulären Kapuzenhandtüchern für Babies versinken sie fast, weil sie zu groß sind.
  • Föhn: Damit wird sie auf mittlerer Stufe und natürlich mit dem nötigen Abstand noch einmal trocken geföhnt, vor allem auch unter den Armen. Außerdem föhnen wir auch den Bauch und massieren ihn leicht. Das war ein Tipp meiner Hebamme, da die Wärme zusammen mit der Massage auch gut gegen Bauchweh helfen.

Spielsachen und Beschäftigung


Ein Neugeborenes braucht eigentlich erstmal nicht viel, aber mit der Zeit wird es immer „wacher“ und aktiver, lernt seinen Körper mehr zu beherrschen. Da kann man ihm mit ein paar Spielsachen bei der Motorik helfen und auch seine sensorische Wahrnehmung unterstützen. In den ersten drei Monaten wurde bei uns folgendes heiß geliebt:

  • Sonnenschein-Mobile von Haba: Das Mobile hängt bei uns über dem Wickeltisch und hat unsere Tochter sofort fasziniert ab dem Moment, wo sie es erkennen konnte. Dann wurde immer gegrinst, wenn sie die Blüten angeschaut hat, und auch heute noch liebt sie die Farben und schaut fröhlich die lachenden Blumen an.
  • Musikkäfer von Ravensburger: Der Käfer war ein Geschenk zur Geburt und steht bei uns immer auf dem Wickeltisch (siehe Foto weiter oben). Zu Beginn war er einfach als nette musikalische Unterhaltung goldwert, mittlerweile bedient sie ihn selbst und drückt fröhlich drauf herum.
  • Ringrassel: Kam erst recht spät zum Einsatz, da sie schwerer zu halten ist.
  • O-Ball: Sehr leicht vom Gewicht her und durch die Löcher einfach zu greifen
  • Schmetterling von Sigikid (Greifling): Der Schmetterling ist recht klein und daher super zu halten für kleine Babies. Die Oberfläche ist sehr weich und toll zu befühlen, die Flügel knistern. Bei uns nach wie vor ein riesiger Liebling im Spielbereich.
  • Babybjörn Wippe und Spiel-Aufsatz aus Holz: Ein Geschenk der Großeltern, das mir / uns das Leben wirklich erleichtert hat! Wenn unsere Tochter wach war, konnte ich sie dadurch sicher absetzen und mich frei um sie herum bewegen. Haushalt machen, Essen zubereiten, etc. waren dadurch wieder möglich. Sie hatte ihren Spaß beim Zugucken, was Mama da so macht, und konnte durch den Holz-Aufsatz gleichzeitig spielen. Alternativ funktioniert natürlich auch ein Laufstall, aber den hatten wir erst sehr viel später.
  • große Krabbeldecke von Bebelino in mint-grau: Kein Spielzeug, aber ein tolles Basic, um darauf gemütlich liegend mit dem Baby zu spielen und zu kuscheln. Natürlich auch prima, wenn man Fliesen im Wohnbereich hat (so wie wir), damit das Kind beim Spielen bequemer liegt.

Schlafen


Im Schlafzimmer hat unsere Tochter bis vor kurzem in einem Beistellbett an meiner Seite geschlafen. Tagsüber aber immer bei uns im Wohnzimmer, und dafür brauchten wir eine gute Schlafmöglichkeit. Bei Freunden haben wir Federwiege von Nonomo gesehen und sie ihnen abgekauft, als sie sie nicht mehr brauchten. Darin schläft unsere Tochter auch heute noch am Tag. Eine alternative Schlafmöglichkeit (auch super, wenn man bei anderen zu Gast ist) ist ein eingeknicktes Stillkissen, auf das man das Baby dann eingewickelt in einer Decke ablegt (siehe unteres Bild). Das war bei uns auch lange eine nette Abwechslung zur Nonomo, bis unsere Tochter zu mobil dafür wurde. Diese speziellen Decken waren gerade in der frühen Anfangszeit auch super, um das Baby kuschlig einzupacken und herumzutragen. Vor allem, wenn man noch unsicher ist mit so einem zarten Wesen, gibt einem so eine Decke drum herum einfach mehr Sicherheit beim Herumtragen (zumindest ging es uns so). Die Sachen im Einzelnen:

  • Federwiege von Nonomo: Gibt dem Baby ein sicheres Nest-Gefühl beim Schlafen und durch die Feder kann man es prima in den Schlaf schaukeln und beruhigen.
  • Stillkissen von Theraline: Nicht nur beim Stillen oder Schlafen eine tolle Unterstützung, sondern in der Hälfte geknickt auch ein prima „Bett“ für das Baby. Auch kann man es rund ausgelegt um das schlafende Kind legen (beispielsweise auf dem Sofa) als Begrenzung.
  • Einschlagdecke von Motherhood: Das war eigentlich ein Tipp aus dem Krankenhaus, den wir daheim fortgeführt haben. Die kleinen Decken haben eine Seite mit Klettaufsatz, sodass sie umgeschlagen prima halten und wie ein Nest wirken (siehe Bild unten). Wir haben unsere Tochter dann so eingewickelt entweder getragen oder schlafen gelegt, und das ganze Gebilde liebevoll Baby-Burrito getauft. 😀 Heute nutzen wir diese Decken zum Spielen oder als Unterlage für sie auf dem Sofa.


Mobil unterwegs

Ob man einen Kinderwagen kauft oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe mich im Winter mit Trage nicht sicher gefühlt (hatte Angst, bei Schnee auszurutschen) und mit Hohlkreuz kann ich sie darin eh nicht lange tragen. Somit ist ein Kinderwagen für Spaziergänge die erste Wahl gewesen. Unterwegs im Auto braucht es definitiv einen guten Autositz mit passender Halterung. Auf welches Modell die Wahl fällt, hängt von den eigenen Präferenzen ab, daher nenne ich hier keine Empfehlung. Was ich aber empfehlen kann, ist ein Fleece-Einsatz für Kinderwagen und Autositz, in dem das Baby warm und gemütlich liegt.

Eisbärchen Fußsack von Heitmann: Wir haben dieses Modell gleich doppelt gekauft (für den Einsatz in der Babyschale des Kinderwagens und im Autositz, da er über passende Schlitze dafür verfügt), und wie ihr auf dem obigen Foto sehen könnt, hat unsere Maus darin immer selig geschlafen. Durch den Fleece wird das Baby auch so warm gehalten, dass man keine extra Decken oder dicke (Winter)Kleidung verwenden muss. Wir haben den Sack sogar noch bis vor kurzem benutzt, aber nun ist er leider zu dick bei den warmen Temperaturen.

Alles ums Stillen & Füttern

Stillen und Füttern sind so eine Sache und über beides wird nicht wirklich geredet. Ich will hier auch kein Pro oder Kontra für das eine oder andere abgeben oder das Ganze thematisieren. Fakt ist aber, das Stillen nicht so leicht ist, wie man vielleicht glaubt (das musste ich auch auf die harte Tour lernen) und es aber einfacher gegangen wäre, wenn ich gleich die richtigen Tipps bekommen hätte (statt Sprüchen wie „Lies Ratgeber xyz“ oder totaler Verweigerung von Hilfe im Krankenhaus). Jedenfalls waren folgende Dinge für uns wirklich goldwert:

  • Fertige Babymilch (zum Aufwärmen in der Mikrowelle) plus Flaschen für den Notfall: Sollte es nicht mit dem Stillen klappen oder der Milcheinschuss verspätet kommen, kann man sich so helfen und das Baby dennoch füttern. Bei Bedenken zwecks Saugverwirrung (und ja, es gibt sie) kann man dem Baby die Milch auch via Löffel oder Cup füttern.
  • Stillhütchen von Medela: Sie haben mir gerade am Anfang so sehr geholfen, vor allem gegen Schmerzen.
  • Stilleinlagen: Hier empfehle ich waschbare, die man immer wieder verwenden kann. Das ist auf Dauer günstiger und verursacht weniger Müll. Gut und günstig fand ich die von Rossmann.
  • Waschlappen (Multipacks von Ikea aus der Babyabteilung): In heißes Wasser getaucht, ausgewrungen und auf die Brust gelegt vor dem Stillen, um die Milch „in Gang zu bringen“
  • Thermo-Pads von Philips Avent: Super zum Kühlen im Anschluss oder bei Milchstau.
  • Schnuller (für 0-2 Monate): Auch wieder ein heikles Thema unter Eltern, aber in der Kolikzeit haben sie uns echt geholfen (auch wenn ich anfangs keinen geben wollte). Wir verwenden die von Philips Avent.
  • Traubenkernkissen: Bei dm gibt es in der Babyabteilung kleine, die wie gemacht für den Babybauch sind. Wir haben sie bei schlimmem Bauchweh und Koliken verwendet, was vor allem nachts vor den Schlafzeiten gut war.
  • Löffel mit softer Silikon-Spitze (zur Gabe von Milch, Lefax, Vitamin D3, etc.)
  • Wasserkocher mit Temperaturregelung von Cloer: Dieser Wasserkocher war ein solcher Segen! Das Zubereiten von Babyfläschchen (vor allem schlaftrunken in der Nacht) war immer so ein aufwendiger Akt, bis wir die richtige Temperatur hatten. Mit diesem Wasserkocher stelle ich einfach die passende ein (40 °C) und kann in Windeseile Flaschen zubereiten. Auch kann man das Wasser über 2 Stunden bei gewünschter Temperatur warm halten, was ebenfalls super praktisch ist. Natürlich sollte man kein Wasser direkt aus der Leitung benutzen, ohne es einmal bei 100 °C abzukochen. Da uns das auf die Dauer zu aufwendig wurde, und sich unsere Maus gerne die Zeitpunkte für Hunger aussuchte, zu denen das Wasser noch zu heiß für Milch war, verwenden wir mittlerweile Babywasser (gibt es in jedem Supermarkt / Getränkehandel). Das muss vor der Verwendung nicht abgekocht werden. Einmal am Tag kochen wir dann den verbleibenden Rest Wasser im Kocher ab und gießen ihn mit kühlschrankkaltem Babywasser auf.
  • Stapelbecher zur Aufbewahrung und Portionierung von Milchpulver: Prima für unterwegs oder wenn es schnell gehen muss (gerade nachts).
  • Sterilisator für die Mikrowelle von Philips Avent (gibt es übrigens auch einzeln bei dm von der Eigenmarke nur für Schnuller)

Sonstige praktische Dinge

  • Wäschekorb von Ikea, Modell „Jäll“: Günstig und schick, und praktischerweise aus Kunststoff. Schmeißt man also Klamotten rein, die wirklich dreckig sind (wenn man wieder die Windel explodiert ist), dann kann man den Korb leicht reinigen.
  • Sound Sleeper App: Ungefähr im 3. Monat hatte unsere Tochter durch einen Entwicklungsschub unglaubliche Probleme einzuschlafen (was vorher kein Thema war) und auch Koliken hinderten sie daran. Ein Tipp den ich bekam, war dann „weißes Rauschen“ (White Noise) zum Beruhigen, und so holte ich mir die Sound Sleeper App. Und siehe da, damit konnten wir sie wirklich beruhigen und sie fand leichter in den Schlaf.
  • Amazon Prime Account: Als frisch gebackene Eltern hat man wirklich anderes zu tun, als ständig in die Stadt zu rennen, um wichtige Sachen fürs Baby anzuschaffen. Was war ich happy, dass ich einen Prime Account hatte, der uns dann wirklich ruckizucki Sachen lieferte, wenn Not am Mann war (beispielsweise als dringend Babyflaschen gebraucht wurden oder der Heizstrahler, den wir noch nicht hatten).

Das waren im Prinzip alle wichtigen Dinge, die wir in den ersten drei Monaten benutzt haben und auf die ich nicht hätte verzichten wollen. Sie haben uns und auch unserer Tochter das Leben sehr viel leichter gemacht und geholfen.

Aber natürlich waren auch ein paar Fehlkäufe dabei. Das bleibt einem als Eltern einfach nicht erspart. In unserem Fall waren es: Sock-ons (unsere Tochter ist sehr schmal und verliert IMMER ihre Socken, aber diese Teile hat sie gehasst wie die Pest!), Cool Twister zum Abkühlen von Wasser für Fläschchen (die absolute Katastrophe, da das Teil nicht wirklich funktioniert hat und auch immer nur 1x, bevor es wieder ewig lang im Kühlschrank abkühlen musste), dicke Jacken (einem Neugeborenen dicke Jacken anzuziehen, war für mich einfach nur übel. Ich habe in der Schwangerschaft drei Stück gekauft auf Empfehlung von Freunden hin, die bis heute unbenutzt rumhängen), Kapuzenjacken (keinem Baby passen diese Kapuzen und sie nerven nur!).

Ich hoffe, dass meine ewig lange Liste hilfreich ist, solltet ihr gerade eure Erstausstattung zusammenstellen. 🙂

Wenn ihr schon Mama seid:

Was waren denn eure absoluten Must-haves? Und erinnert ihr euch noch an totale Fehlkäufe?

Enthält Affiliate Links:
Wenn ihr darüber einkauft, bekomme ich eine kleine Provision. Ihr bezahlt dann natürlich nicht mehr, aber unterstützt mich und meinen Blog dadurch. Vielen lieben Dank!

12 Kommentare

  1. Danke für den ausführlichen Beitrag, werde ihn gleich mal abspeichern. lg

  2. Meine Must-haves sind die Babyprodukte von Weleda, wir benutzen bis jetzt (unser Kleiner ist 6 Monate) nichts anderes. Anfangs brauchten wir nur die Creme für den Windelbereich und das Öl, bei Kälte noch die Wetterschutzcreme, jetzt benutzen wir zusätzlich noch den Badezusatz und die Gesichtscreme. Außerdem die Schlafsäcke von Alvi, sind zwar echt teuer, aber darin ist ihm nie zu warm oder zu kalt, während er im günstigen Schlafsack oft mal leicht geschwitzt hat.
    Fehlkauf war bei mir auch der Cool-Twister, dann noch Nasensauger aus der Drogerie (funktioniert überhaupt nicht) und die Tragehilfe – die mochte er nur ca. 2 Wochen lang.

    • Oh ja, die Alvi Säcke sind super! Davon haben wir mittlerweile auch einen hier. Die von Ernsting’s sind allerdings auch klasse. Die nehmen wir immer im Wechsel. 🙂
      Einen Nasensauger hatten wir auch aus der Drogerie geholt (weil er uns empfohlen wurde). Zum Glück ist unsere Maus bisher noch nicht krank gewesen und somit kam er noch nicht zum Einsatz. Aber ich glaube auch nicht, dass es wirklich hilfreich sein wird. ^^ Bei der Tragehilfe war es bei uns auch wie bei euch. Die teuren Teile liegen hier nun rum – aber vielleicht sind sie bei weiteren Kids hilfreich. Ansonsten werden sie halt wieder verkauft.

  3. Danke für die super ausführliche Liste.
    Ich habe noch etwas Zeit, aber solangsam … könnte man sich mit allem beschäftigt haben, was man benötigt… Auch wenn das Baby erst im August kommen soll, würde ich gerne im Ende Juni soweit alles fertig haben und das notwendige da haben…..

    Vor allem der Tipp mit dem Waschlappen – wir waren schon auf der Suche nach günstigen/ guten Waschlappen. Gut weiß hätte es nicht sein müssen, aber bei dem Preis kann ich auch „wegwerfen“. Auch wenn ich das sonst nicht gut finde 😉

    • So ging es mir in der Schwangerschaft auch. Irgendwann wird man nervös und hat das Gefühl, die Zeit rennt einem davon. Nestbautrieb halt. 😀 Ich wünsche dir viel Erfolg beim Shoppen und vor allem auch Spaß. Das Zimmer für den zukünftigen neuen Bewohner einzurichten ist sooo toll! ♥
      Was die Waschlappen angeht: Wir haben ca. 40 Stück davon und gerade mal eine Handvoll hat mittlerweile einen Grauschleier. Aber eher vom Waschen mit anderen bunten Handtüchern und nicht von Hinterlassenschaften in der Windel (sie werden nach dem Nutzen aber auch erstmal ausgewaschen). Die paar Verfärbten kann ich verschmerzen, gerade bei dem Preis. Und ihren Job tun sie auch so noch. 🙂
      Bei Klamotten wurde uns vor der Geburt auch von allem was weiß ist abgeraten. Und was ist? Wir haben jede Menge weiße und beige Bodys und Strumpfhosen für unsere Maus und nichts davon hat bisher Flecken. Ich denke, das kommt eher mit der Beikost-Zeit. 😀 *hihi* Da muss ich aber auch mal H&M loben, die Bodys taugen echt!

      Ich wünsche dir noch eine wunderschöne Rest-Schwangerschaft! ♥

  4. ich erinnere mich auf alle fälle an einen totalen Fehlkauf bei meiner ersten Tochter. ich wollte damals unbedingt diesen tummy tub Badeeimer. weil er ja so toll, so cool und so praktisch sein soll… ich bin damit überhaupt nicht zurecht gekommen und hatte immer angst mein baby zu ertränken… schlimm! war bis jetzt der teuerste Putzeimer, den ich besitze 🙂 meine Schwiegermama konnte sich das nicht mehr mit ansehen und hat mir dann eine „normale“ Babywanne gekauft. und gut war 🙂

    • Ooooh, diese Eimer kenne ich! Die wurden vor ein paar Jahren auch total gehypt. Ich finde es super gruslig, ein Baby darin zu baden. o.O Wir hatten zu Beginn auch gar keine Wanne (die ersten 2 Wochen), bis es ans erste Baden ging und wir festgestellt haben, dass es doch nicht so easy ist, so ein Würmchen in der großen Wanne zu baden und gut zu halten. Da mir die Alternativen alle zu teuer waren, gab’s die günstige Variante von Ikea. Mir was ja klar, dass sie nicht ewig darin baden wird, und daher wollte ich nicht so viel Kohle dafür ausgeben. ^^

  5. Ich danke dir sehr für diesen Beitrag! Wird uns sehr behilflich sein, da wir Anfang September auch zum ersten Mal Eltern werden 🙂

    • Sehr sehr gern geschehen – genau dafür habe ich ihn geschrieben. ♥

      Genieße deine Schwangerschaft und hab viel Spaß beim Shoppen für deine Bauchmaus. 🙂

  6. Echt super dein Post, freue mich sehr darüber, da wir dieses Jahr im Oktober ein kleines Mädchen bekommen und ich auch nicht so recht weiß was man wirklich braucht etc. 🙂
    Vielen lieben Dank für die kleine Stütze 🙂

    LG Anna

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