12 Wochen Babyglück – die Ups and Downs des Mamaseins

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Minimädchen  – 10 Wochen alt

Nun ist unsere kleine Tochter schon knapp 3 Monate bei uns. Es fühlt sich an, als wären die Geburt und die Wochenbettzeit irgendwie erst gestern gewesen und gleichzeitig doch so, als wäre das alles schon ewig her. 84 Tage, die so unglaublich schnell vorbeigeflogen sind und sich gleichzeitig manchmal wie Kaugummi zogen, und voller Höhen und auch Tiefen waren. 12 Wochen des Kennenlernens (sich selbst und das Baby), sich in einem neuen Lebensabschnitt zu etablieren und eine Familie zu werden. Zu sehen, wie sich das Neugeborene zum Baby wandelte, sich immer weiterentwickelte und fast täglich neue Dinge konnte. Ein niemals endendes Abenteuer und nach wie vor einfach nur ein Wunder. ♥

Es (also das Mamasein und das neue Leben) war manchmal wirklich schwerer als erwartet, aber definitiv auch schöner, als ich es mir je hätte ausmalen können. Ein bisschen war es wieder wie zu Studizeiten mit ebenso wenig Schlaf und ungesundem Essen, dafür aber mit weniger Party und mehr Arbeit. Gleichzeitig war da aber auch so eine Explosion der Glücksgefühle, die ich noch nie in meinem Leben so erfahren habe (und immer noch täglich tue). Es ist schon der Wahnsinn, wie so ein kleiner Mensch einen verzaubern kann (als Nichtmami ging mir das mit anderen Babys eigentlich nie so).

Der 1. Monat

Die ersten Wochen nach der Geburt unserer Tochter waren ein richtiges Up & Down und eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Zeit im Krankenhaus, das verlorene Bauchgefühl, usw. haben unnötig Stress bereitet. Mein Mann hatte glücklicherweise extra Urlaub genommen und so konnten wir uns gemeinsam in unsere neuen Rollen als Mama und Papa einfinden (Ich hasse den Begriff „Rolle“ an dieser Stelle eigentlich, denn es klingt, als würde man das Ganze schauspielern. Aber ihr wisst ja, was gemeint ist.) und die kleine Maus kennenlernen.

Die schlimmsten Downs:

  • Die Zeit im Krankenhaus mit den unsensiblen, respektlosen Ärzten und Schwestern (darüber geschrieben habe ich → hier). Allerdings gab es auch zwei Schwestern, die ich in absolut lieber Erinnerung habe, weil sie so sanft und hilfreich waren.
  • Die Umstellung: Plötzlich ist der Tagesablauf ein komplett anderer, man muss erst einmal herausfinden, was das Baby möchte, und fühlt sich ein bisschen wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, da jeder Tag quasi den gleichen Ablauf hat.
  • Die ständige Angst ums Kind (Dank Panikmache im KH wegen Gewicht / Temperatur, dazu Angst vor SIDS).
  • Der Schlafmangel: Im Krankenhaus kamen fast stündlich Schwestern ins Zimmer und haben uns aus dem Schlaf gerissen (ich habe in den Tagen dort maximal drei Stunden pro Tag geschlafen!), zu Hause mussten wir alle erst einmal langsam einen gemeinsamen Rhythmus finden. Unsere Maus gewöhnte sich aber schnell wieder ihren Schlafrhythmus aus der Schwangerschaft an und schläft schon seit der 4. Woche durch. Ich konnte allerdings anfangs nachts kaum schlafen, nachdem wir wieder daheim waren, und bin ständig hochgeschreckt, um nach dem Baby zu schauen (aus Angst vor SIDS).
  • Das fehlende Körpergefühl. Nach der Geburt hatte ich nicht nur überall Schmerzen, sondern fühlte mich auch noch total leer und fremd im eigenen Körper. Dieser wollte nicht so, wie er sollte, alles fühlte sich schlaff und total anders an. Allein dass die Bauchmuskeln nicht mehr da waren, wo sie vor der Schwangerschaft waren, und nicht belastbar waren, ist ein wirklich seltsames Gefühl.
  • Die anfänglichen Schmerzen beim Stillen: Ich habe mir nie genau vorstellen können, wie diese Schmerzen, die viele neue Mütter beschreiben, wohl sein würden, aber meine Güte waren die höllisch! Die ersten zwei Wochen waren so schlimm, dass ich mich beim Anlegen immer ins Stillkissen gekrallt habe und mir sehr oft die Tränen liefen. Wunde Brustwarzen sind auch wirklich kein Spaß, kann ich euch sagen. Aber von einem Tag auf den anderen war alles vorbei und nichts tat mehr weh. Seither kann ich diese innige Zeit mit meiner Tochter auch genießen.
  • Der zweite Aufenthalt im Krankenhaus (auch wenn er kurz war), da ich von jetzt auf gleich total krank wurde. Schüttelfrost und Hitzewellen wechselten sich ab, ich fühlte mich schlapp und bekam Fieber. Keiner wusste, was los ist: Die Hebamme tippte auf Brustentzündung, die Gynäkologin konnte das nicht bestätigen, hatte aber auch sonst keinen Plan, und so steigerte sich das Ganze über die Dauer einer Woche bis hin zur Überweisung ins KH mit Verdacht auf Wochenflussstau. Zum Glück war es falscher Alarm, aber bis heute hat keiner eine Ahnung, was es genau war. Das Ganze ging dann aber genau so plötzlich wieder, wie es gekommen war.

Die schönsten Ups:

  • Als ich unsere Tochter das erste Mal hörte und dann sah. Für einen Moment blieb da die Welt stehen, ich bekam riesiges Herzklopfen und die Tränen flossen. Den Moment werde ich nie vergessen.
  • Dieser wunderbare Babyduft ♥
  • Die ersten beiden Wochen, in denen sie nur auf mir geschlafen hat.
  • Ihr Gesichtskino: In den ersten Wochen hat sie im Schlaf jegliche Mimik von glücklich bis traurig durchgespielt. Das mit anzusehen war sowas von schön und spannend.
  • Milchkoma – wenn die Kleine nach dem Trinken glücklich und mit Milchbart in den Schlaf sinkt.
  • Das erste Anlachen mit knapp 4 Wochen, ganz bewusst mit Augenkontakt, und das nach einer sehr harten und kurzen Nacht. Nie haben sich Schlafmangel und Erschöpfung mehr gelohnt, als in diesem einen Moment. Da flossen bei mir vor Rührung und Liebe sogar die Tränchen.
  • Das Anschmachten des Babies beim Schlafen und zu denken „Das ist wirklich meins!“. Dieses Gefühl kann man nicht beschreiben.
  • In die ozeanblauen Augen meines kleinen Mädchens zu schauen und sich darin zu verlieren.

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Der 2. Monat

Nach dem ersten Schub war die Kleine plötzlich ganz anders, als wäre sie aus einem Dornröschenschlaf erwacht. Sie hat ihre Umgebung bewusst(er) wahrgenommen und begonnen, aktiv mit uns zu interagieren. Sie wandelte sich vom Neugeborenen zum Baby, könnte man sagen.

Die schlimmsten Downs:

  • Eine Woche komplett allein mit dem Baby, während es einen Schub hatte. Die Maus hatte währenddessen abwechselnd gute und schlechte Tage, und an den schlechten schrie sie stundenlang am Stück, ließ sich kaum beruhigen und konnte nur schwer in den Schlaf finden. Ich bin irgendwann echt auf dem Zahnfleisch gelaufen, weil mein Akku so leer war.
  • Hormon-Overload mit schlimmem Babyblues
  • Als freiheitsliebender, planender Mensch festzustellen, dass beides nur noch sehr schwer machbar ist mit einem jungen Baby. Es ist halt anfangs schwierig, sich im neuen Leben einzufinden, man muss sich komplett neu sortieren, organisieren und auch Kompromisse eingehen und um vieles drum herum arbeiten. Das in Kombination mit dem Babyblues war wirklich hart.

Die schönsten Ups:

  • Zu sehen, wie sich ihr Strahlen weiterentwickelt. Sie lachte nun mit Mund und Augen – das ist wirklich Fröhlichkeit in ihrer pursten Form. Einfach zum Verlieben! Und sie begann auch, andere Menschen anzustrahlen. Überhaupt ist sie so ein liebes Baby und anderen gegenüber direkt freundlich gesinnt.
  • Die großen Entwicklungsschübe wie Augenreiben bei Müdigkeit, Brabbeln und Glucksen, überhaupt das deutliche Zeigen von Emotionen.
  • Das Essen zu vergessen, weil man lieber das schlafende Baby anhimmelt. Und man freut sich schon darauf, wenn es endlich wieder wach ist. Ein bisschen wie eine Sucht.
  • Ihre kleine Hand, die sich an mir festhält. ♥
  • Wenn sie in meinen Armen eingeschlafen ist. So viel Vertrauen und Liebe auf einmal.
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Minimädchen – 2 Wochen alt

Der 3. Monat

Nach knapp 12 Wochen bin ich nun endlich angekommen. Zum einen sind diese schlimmen Hormonschübe nun endlich vorbei und ich bin wieder mehr ich selbst (dafür ist der fiese Haarausfall da), zum anderen hat mir sehr geholfen, meine schlimmen Erfahrungen im Krankenhaus unter der Geburt und im Wochenbett niederzuschreiben und in Teilen hier zu veröffentlichen (meinen Blogpost findet ihr → hier). Euer Feedback dazu war unglaublich und ich konnte dadurch immer weiter meinen Frieden mit der ganzen Sache machen und endlich im Mamasein ankommen und aufgehen. Tausend Dank dafür! ♥

Die schlimmsten Downs:

  • Festzustellen, dass alte Klamotten von vor der Schwangerschaft doch noch nicht / nicht mehr passen. Ich hatte mich sehr auf meine geliebten Jeans gefreut, aber das dauert wohl noch länger, bis die wieder passen. Da hab ich ja direkt einen Neujahrsvorsatz. 😀
  • Die Gewichtszunahme: Den Mythos vom „Abnehmen beim Stillen“ kann ich widerlegen – bei mir ist leider das Gegenteil der Fall, und nachdem ich nach der Geburt ruckzuck die Zunahme aus der Schwangerschaft bis auf 3 kg wieder weg hatte, ging das Gewicht danach stetig wieder hoch. Da sich bei uns langsam aber ein bestimmter Tagesrhythmus einpendelt, möchte ich im neuen Jahr wieder versuchen, bewusster zu kochen und zu essen. Während der ersten 3 Monate war das Motto eher „Hauptsache schnell, egal was“, weil zum Kochen nur selten / wenig Zeit war und schon gar nicht tagsüber allein (und ihr wisst, wie gern ich eigentlich koche!). Dazu kam der nicht so weise Rat meiner Hebamme, möglichst viele Kohlenhydrate (auch Schokolade & Co.) zu essen, damit das Stillen klappt. Tja…

Die schönsten Ups:

  • Die Welt mit anderen Augen sehen und erklären: Beispielsweise mit der Maus im Arm am Fenster zu stehen, ihr zuzuschauen, wie sie alles neugierig betrachtet und ihr dabei alles draußen zu erklären. Dinge, die für einen ja total selbstverständlich sind. Ich muss mir dann immer wieder mal ins Gedächtnis rufen, dass gerade alles für sie ein einziges „erstes Mal“ ist und eine riesige Faszination hat. Ein bisschen kommt man sich dabei ja vor wie der Moderator seiner eigenen Sendung. *hihi* 😀
  • Herauszufinden, welche Geräusche und Dinge die Maus zum Strahlen bringen. Aktuell findet sie Zunge rausstrecken, lustige Geräusche mit dem Mund machen und Pfeifen total klasse und lacht sich scheckig (meist noch ohne Ton, aber sie versucht es schon)! 😀
  • Eltern-Kind-Dialoge: Seit ein paar Wochen entdeckt sie ihre Stimme und formt aktiv Laute („Ööööh“, „Errööööh“), und wenn sie richtig gut drauf ist, kann man sich auch so mit ihr „unterhalten“. Da macht sie ihre Laute, man wiederholt sie und sie macht weiter. Es klingt wirklich schon wie eine kleine Unterhaltung, während der auch ihre Mimik immer wieder von happy zu meckernd und zurück zu happy wechselt, als würde sie eine Geschichte erzählen. Total niedlich! ♥
  • Entschleunigen: Alles um einen herum vergessen und liegen lassen, sich mit ihr aufs Sofa kuscheln und sie einfach in den Armen schlafen lassen. Dreckiges Geschirr, Staub auf dem Boden und die Wäsche sind in solchen Momenten absolut unwichtig und ich habe nur Augen für diesen kleinen Minimenschen, der mir so viel Ruhe und Liebe schenkt, egal wie stressig es manchmal auch sein mag.
  • Zu sehen, dass sie nun versucht am Daumen zu nuckeln und Spuckebläschen zu machen (so putzig!), und in der Lage ist, aktiv Dinge mit den Händen vom Mund wegzudrücken oder hinzuschieben (Schnuller oder Spielzeug). Natürlich sind die Bewegungen noch nicht so filigran, aber es ist ein bewusstes Handeln und ich bin immer wieder fasziniert davon zu sehen, wie viel so ein kleines Wesen in dem Alter schon kann.
  • Ihr beim Spielen in der Wippe oder unter dem Spielbogen zuzuschauen. Wie sie da ganz konzentriert sitzt, bzw. liegt, alles befühlt und genau betrachtet, immer wieder vor Freude juchzt und strampelt. Hach! ♥
  • Das erste Weihnachten zu dritt: Zwar war es definitiv stressig (die vielen Lichter, Geschenke und Menschen waren einfach super viel Aufregung für die Maus, die sich gleichzeitig auch noch mitten in einem Schub befand), aber auch wunderschön. Ihre leuchtenden Augen und das Strahlen, wenn die Lichter im Weihnachtsbaum angeschaltet wurden, waren einfach unbezahlbar schön. Ich hätte nie gedacht, dass sie das alles schon so bewusst wahrnehmen könnte.
  • Zu sehen, dass sich nun Lieblingsspielzeuge herauskristallisieren: Das Sonnenschein-Mobile von Haba (→ hier hab ich es euch gezeigt) liebt sie schon von Anfang an und strahlt jedes Mal, wenn sie es beim Wickeln sieht. Neue Favoriten über den Tag verteilt sind nun das Glühwürmchen von Lamaze (ihr Spielgefährte am Esstisch), eine Schäfchen-Spieluhr von Die Spiegelburg und die süße Teddy-Spieluhr von Steiff, die ich während der Schwangerschaft gekauft habe (die Story dazu habe ich euch → hier erzählt).
  • Gemeinsames „am Esstisch sitzen“: Falls wir essen und sie wach und gut gelaunt ist, setzen wir sie in ihren Stokke Newborn Aufsatz für den Tripp Trapp, damit sie uns zuschauen kann und wir zum Essen kommen. Sie liebt die Momente dann total, spielt verzückt mit ihrem Glühwürmchen und sabbert es voll, lacht uns immer wieder an, wenn wir uns Essen in den Mund stecken… Das ist echt zu süß! 😀

Nach dem Niederschreiben der ganzen Punkte (ich habe sie ursprünglich in den Notizen auf meinem Handy festgehalten) ist mir eins aufgefallen: Die Downs werden von Monat zu Monat weniger, dafür die Ups immer mehr und mehr. Daran sieht man wohl deutlich, dass sich alles langsam einspielt, wir uns immer besser verstehen und zu einer Familie werden. ♥

Wie war es denn bei euch, als ihr Mama geworden seid? War es ähnlich oder ganz anders?

Ich wünsche euch jetzt schon einmal einen guten Rutsch in ein fantastisches neues Jahr voller Glück und Gesundheit! ♥ Tausend Dank für all eure Kommentare, die Liebe und Unterstützung, die ihr mir hier stets zukommen lasst! ♥♥♥

Im neuen Jahr – wenn meine kleine Babypause vorbei ist – werde ich dann auch wieder regelmäßiger bloggen und habe auch schon tausend Ideen dafür im Kopf (bzw. teils sogar schon vorbereitet). Es wird hier zwar ein bisschen anders werden, aber ich denke und hoffe, es wird euch gefallen. 🙂

10 Kommentare

  1. Trotz der Downs liest sich das alles so herzlich, einfach nur wunderschön und man kann richtig mitfühlen, wie schön das Mamasein sich für dich anfühlt <3

  2. Ein sehr schöner Post. Unsere kleine Maus wird Mitte März auf die Welt kommen und wir sind, wen überrascht es, sehr aufgeregt. Ich freue mich immer sehr von deinen Erlebnissen und Gefühlen zu lesen. Ich kann sehr gut verstehen, wenn man im Internet weniger oder so wie ich, gar nichts, teilen möchte, aber als normalerweise nur „stille“ Leserin bin ich über alle Post sehr glücklich und dankbar.

    Viele liebe Grüße, Gesundheit und Glück für dich und deine Familie.

    • Es ist irgendwie immer ein Spagat zwischen „zu viel preisgeben“ und „zu viel zurückhalten“. Schwierige Situation, und so komisch es klingt: Ich glaube, ich könnt hier offener schreiben, wenn Familie, Freunde und Nachbarn nicht mitlesen würden. 😀 Ist irgendwie nochmal was anderes, wenn „nur“ fremde Menschen, denen man nie begegnet, Privates lesen können, als Menschen, mit denen man täglich was zu tun hat.

      Aber soweit ich es mit mir vereinbaren kann, werde ich hier Einblicke ins Mamasein und Familienleben gewähren. Ich habe da auch schon eine tolle Idee für einen nächsten Beitrag, die dir vielleicht sogar helfen kann. Mir hätte es in der Schwangerschaft jedenfalls sehr geholfen. Lass dich überraschen. 😉

      Ich wünsche dir alles Liebe für das neue Jahr und das bald beginnende Abenteuer mit deiner kleinen Maus! <3

  3. Ich wünsche dir weiter ganz viel Glück und ganz viel Freude mit deiner Maus

  4. Ich wünsche Dir und Deiner Maus ein gesundes, neues Jahr!
    Bei mir war es fast identisch: die Up`s und Down`s sind völlig normal! Nur Mut, auch wenn Du denkst *ich kann nicht mehr* …. wir können.

  5. Liebe Nani, erstmal möchte ich Dir Danke sagen, dass Du Deine Erfahrungen hier mit uns teilst! Und das Du offen und ehrlich auch über die Downs schreibst! Ich hatte in den ersten Wochen des Mutterseins so oft das Gefühl, dass die Menschen um einen rum erwarten, dass man 24h glückselig auf Wolke 7 schwebt, wo das doch eine oft so schwierige Zeit ist. Man muss die Geburt verarbeiten, das Leben ist von jetzt auf gleich völlig anders und man versucht irgendwie sich in diesem neuen Leben zurechtzufinden. ALLES ist neu! Wie oft war ich anfangs verzweifelt vor Sorge, weil das Baby schrie und schrie und ich nicht wusste warum und ihm nicht helfen konnte. Der Schlafmangel setzt einem zu, Stillprobleme…. Ich konnte oft einfach nicht mehr! Nach ungefähr 3 Monaten war es dann auch bei mir so, dass sich langsam eine neue Routine eingestellt hat, und ich auch wieder zu mir selbst gefunden habe. Denn für mich war es schon so, dass ich mich ein Stück weit neu finden musste als Mensch. Alte Gewohnheiten und Bedürfnisse hatten ja plötzlich keinen Platz mehr, andere früher unbedeutende Dinge wurden wichtig. Ich habe früher auch immer möglichst viel geplant und sehr organisiert gelebt, schätzte meine Freiheit jederzeit selbst zu bestimmen was ich tu – das funktioniert mit Baby nicht mehr. Natürlich wusste ich vorher dass das Leben sich von Grund auf ändert, aber es dauert einfach eine Weile, sich daran zu gewöhnen. Und da tut es echt gut, wenn man weiß dass es anderen Mamas auch so geht!

    • Liebe Eva,

      Das hast du so treffend beschrieben, da kann ich absolut nichts mehr hinzufügen. Exakt so ging / geht es mir auch und ja, es tut unglaublich gut zu wissen, dass es bei anderen Mamas auch so ist. ♥ Vielen Dank für deinen Kommentar!

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