Hautpflege in der Schwangerschaft – Meine Mommy-to-be Pflegeroutine

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Sobald man schwanger ist, bemerkt man ganz schnell, was Hormone mit einem anstellen können – und ich meine damit nicht nur das berühmte Gefühlschaos und die vielleicht schneller als sonst kommenden Tränen.
Die Haut selbst wird durch die Hormone auch verändert und hat eventuell plötzlich andere Ansprüche: Die Beschaffenheit kann sich ändern und die Pflege, die man vormals genutzt hat und perfekt auf einen abgestimmt war, kann auf einmal gar nicht mehr passen. Die hormonellen Veränderungen können auch bewirken, dass die Haut nun sehr sonnenempfindlich ist. Ein guter UVA- und UVB-Schutz ist daher ratsam (aber das ist er meiner Meinung nach so oder so, ob schwanger oder nicht). Ich nutze das Wort „kann“ ganz bewusst, denn wie bei so ziemlich allem rund um die Schwangerschaft ist auch der Punkt „Hautveränderung“ ganz individuell: Es kann sich etwas ändern, aber es muss nicht zwangsweise so sein. Lasst euch also nicht im Vorhinein kirre machen durch Prognosen anderer Leute oder irgendwelche Aussagen in Ratgebern (sofern ihr welche lesen solltet).

Da ich euch schon lange nicht mehr gezeigt habe, wie meine Pflegeroutine für Tag und Nacht so aussieht, dachte ich, ich verbinde das Ganze mit einem Mami-Posting. Falls ihr also gerade schwanger seid und nicht so recht wisst, was ihr vielleicht für eure tägliche Pflege nutzen könnt, ist meine Routine vielleicht auch eine kleine Orientierung für euch. 🙂

So großartig habe ich meine Pflege in der Schwangerschaft eigentlich gar nicht umgestellt, bzw. umstellen müssen. Meine Haut im Gesicht war plötzlich viel besser als vorher und Pickel bekomme ich quasi nur, wenn ich mich mal schlechter / fettiger / zuckerhaltiger ernähre. Aber – natürlich geht es nicht ohne ein Aber – von Schwangerschaftsakne blieb ich trotzdem nicht verschont, nur dass sie sich bei mir schubweise an den Schultern breit machte (das war während meiner Teenie-Zeit allerdings auch so). Im ersten Trimester und bis ins zweite hinein hatte ich zudem mit sehr trockener Haut am Körper und den Händen zu tun, was aber später ganz von allein besser wurde, und jetzt immer nur schubweise kommt.

Das Einzige, was ich quasi direkt zu Beginn geändert habe, ist die Körperpflege: Ich habe alle „Fun Cremes“ mit starkem Duft – vor allem von Bath & Body Works – durch eine milde Pflege ersetzt, die viel Feuchtigkeit spendet. Ich wollte so vor allem meine Haut an Brust, Bauch und Taille pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen, um den berühmt berüchtigten Schwangerschafts-Begleiterscheinungen wie Dehnungsstreifen und juckender Haut vorzubeugen. Soweit fahre ich damit auch wirklich gut und habe bis jetzt zur SSW34 nichts dergleichen an mir feststellen können (auch wenn natürlich Veranlagung bei sowas auch noch mitspielt, wobei ich eigentlich zu Streifen tendiere). 🙂 Aber kommen wir zu den einzelnen Pflegeprodukten, die ich verwende (sofern es dazu schon eine Review gab, verlinke ich sie euch).

Tagespflege

IMG_3617_mommy to be pflegeroutine bioderma gesichtspflege hawaiian tropic
Wie schon seit Jahren bin ich weiterhin bei Bioderma geblieben. Ich komme mit den Produkten einfach am besten zurecht und meine Mischhaut mit fettiger T-Zone und trockener Wangenpartie dankt es mir. Für den Tag reicht mir eine leichte Gesichtspflege und an sehr sonnigen Tagen, bzw. im Sommer (auch wenn er dieses Jahr durchwachsen war) kommt eine Tagespflege mit SPF 30 oder 50 zum Einsatz. Meine Lippenpflege besitzt grundsätzlich einen Sonnenschutz.

Bioderma Sensibio Light Sootihing Cream • Da ich Couperose habe verwende ich am liebsten Produkte aus der Sensibio Reihe von Bioderma. Die Sensibio Light ist eine sehr leichte Creme – wie der Name schon sagt – und beinahe mit der Konsistenz einer Lotion. Sie zieht nicht ganz so schnell in meine Haut ein und hinterlässt erstmal einen leicht feuchten Film (feucht – nicht fettig!), aber nach einer gewissen Einziehzeit ist von ihr nichts auf der Haut zu bemerken. Meine Haut wirkt prall und gut durchfeuchtet. Im Sommer oder generell bei wärmeren Temperaturen bevorzuge ich diese leichte Creme, weil sie auf meiner Haut nicht nachfettet und sie trotzdem gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Als Make-up Basis finde ich sie auch genial – aber eben nur, wenn man nicht direkt mit dem Schminken loslegen will / muss.

Bioderma Photoderm AKN Mat SPF 30 • Mein liebster Sonnenschutz im Sommer sind die Cremes der Photoderm Reihe. Für den Alltag (also wenn ich nicht deutlich lange draußen in der Sonne bin) nutze ich SPF 30. Dass meine Haut in der Schwangerschaft nun deutlich empfindlicher auf Sonne reagiert, konnte ich überhaupt nicht feststellen, daher reicht der niedrigere Sonnenschutzfaktor für mich die meiste Zeit. Sonnenbaden stand bisher aber auch noch nicht auf dem Programm und Urlaub gab es dieses Jahr keinenn. ^^ Die Creme ist flüssig, fühlt sich beim Eincremen im Gesicht aber etwas zäh an und hinterlässt anfangs einen milchigen Film. Mich persönlich stört dieser nicht und er verblasst auch relativ flott.

Hawaiian Tropic Lip Balm SPF 45+ • Seit Jahren schon benutze ich täglich den Hawaiian Tropic Lipbalm. Lippen reagieren generell empfindlich auf Sonne und ein Schutz kann daher nie schaden. Ich mag hierbei nicht nur den Duft, der immer so ein bisschen Urlaubsfeeling vermittelt, sondern auch das Gefühl auf den Lippen. Der Lipbalm legt sich nur ganz dünn auf die Lippen und eignet sich somit auch prima als Unterlage für Lippenstifte. Aber auch solo ist er super, denn die Lippen werden gut und lange durchfeuchtet.

Nachtpflege

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Nachts durfte Anfang des Jahres – und somit zu Beginn meiner Schwangerschaft – noch eine reichhaltigere Pflege auf mein Gesicht, mittlerweile nutze ich die gleiche wie tagsüber. Einmal die Woche darf noch ein Fruchtsäurepeeling dazu, um die Haut von Hornschüppchen und Unreinheiten zu befreien. Im ersten Schritt – ob nun vor Pflege oder Peeling – reinige ich mein Gesicht aber stets noch mit einem milden Reinigungsgel.

Bioderma Sensibio Mild Cleansing Foaming Gel* • Am Abend reinige ich mein Gesicht mit einem milden Waschgel. Das mache ich allerdings nicht auf täglicher Basis, sondern nach Bedarf. Jetzt im Sommer ist es beispielsweise deutlich öfter als im Frühling. Vor der Nutzung eines Peelings kommt die Reinigung aber immer als erster Schritt. Mittlerweile nutze ich das Mild Foaming Gel von Bioderma. Ein Pumpstoß reicht bereits für das gesamte Gesicht. Ich schäume es immer erst leicht in meinen angefeuchteten Händen auf und reibe dann mein vorher mit Wasser gewaschenes Gesicht damit. Dann spüle ich es mit Wasser ab und tupfe mein Gesicht trocken. Meine Haut fühlt sich danach prall an, aber ohne jegliches Spannen oder Rötungen. Nun folgt der nächste Schritt mit den Pflegecremes oder einem Peeling.

Bioderma Sensibio AR (alternativ jetzt im Sommer Bioderma Sensibio Light, siehe Tagespflege) • Auch wieder eine Creme für zu Rötungen neigende Hauttypen und Couperose (AR steht für Anti-Redness). Die Creme ist von der Konsistenz her eher fest-cremig, lässt sich aber auf meiner Haut mühelos verstreichen und zieht schnell ein. Ich nutze sie am liebsten, wenn es draußen kälter ist, also eher Anfang des Jahres und dann wieder gegen Herbstanfang.

Olaz Regenerist Erneuerndes Nacht-Elixier • Einmal die Woche nutze ich das Nacht-Elixier, um meine Haut über Nacht zu peelen. Das Fruchtsäurepeeling mit Glykolsäure (AHA) schält sanfte alte Hautschüppchen ab und kurbelt gleichzeitig die Kollagenproduktion an. Es zieht schnell in die Haut ein und die Haut schaut trocken aus, als wenn man gar nichts verwendet hätte, fühlt sich aber gleichzeitig ausgeglichen und durchfeuchtet an. An den Augen nutze ich es logischerweise nicht. Hier tupfe ich im Vorfeld ein wenig der Nachtpflegecreme auf. Man sieht den Effekt des Peelings direkt am nächsten Morgen, denn die Haut wirkt prall und rosig. Ich verwende dann im ersten Schritt morgens gleich wieder ein Waschgel, bevor eine Tagescreme zum Einsatz kommt.

Im Bett

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Vor dem Schlafen kommt auch noch ein bisschen Pflege zum Einsatz, denn Lippen und Hände brauchen auch ihre Aufmerksamkeit.

Labello • Der Klassiker überhaupt, was Lippenpflege angeht. Abends darf es auf den Lippen gern eine dickere Fettschicht sein, um sie zu pflegen, und mit dem Labello komme ich super zurecht. Meine Lippen sind stets weich und gepflegt ohne trockene Stellen.

L’Occitane Handcreme • Die Creme von L’Occitane ist ebenfalls ein Pflegeklassiker. Da meine Hände gerade zu Beginn der Schwangerschaft oft trocken und rissig waren, habe ich diese große Tube angefangen und konnte meine Problemchen so recht gut mildern. Der Duft ist auch sehr angenehm und so ein bisschen Einschlafhilfe für mich. Manche nutzen dafür Lavendel, ich schnuppere einfach an meinen Händen. 🙂

Körperpflege

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Immer nach dem Duschen (bzw. auch manchmal noch abends im Bett vor dem Schlafen, wenn zum Beispiel gefühlt viel Druck auf dem Bauch und der Haut ist), nutze ich die Lotion von Sebamed. Ich will gar nicht wissen, wie viele der Flaschen ich in dieser Schwangerschaft schon aufgebraucht habe. Viele schwören ja auf pflegende Öle zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen, mir reicht die Lotion aber vollkommen aus. Meine Füße brauchen außerdem auch extra viel Pflege, ganz besonders in der Barfuß- und Sandalenzeit. Dafür nutze ich am liebsten die Fußcreme der gleichen Marke und gönne meinen Füßen einmal die Woche eine sanfte Pediküre mit dem Express Pedi von Scholl. Noch kann ich ihn nutzen, aber so langsam ist es mit immer größer werdendem Bauch doch beschwerlich, sich um die Füße zu kümmern. ^^

SebaMed Lotion • Ich war zu Beginn der Schwangerschaft auf der Suche nach einer guten Lotion, die schnell einzieht und gut und lange pflegt. Für meine Oma habe ich immer die Cremes von SebaMed gekauft, also schaute ich mich in der Drogerie bei dieser Marke um und nahm auf gut Glück die Lotion mit. Ich war von Anfang an so begeistert, dass ich sie seither ausschließlich als Körperpflege nutze und immer wieder nachkaufe. Es ist eine leichte Öl-in-Wasser Emulsion und zerfließt beim Eincremen auf der Haut, zieht aber gleichzeitig ruckizucki ein (gerade im Sommer ein Plus!). Die Haut fühlt sich super gut durchfeuchtet an, nichts spannt oder juckt. Zudem finde ich den Duft sehr angenehm. Er ist ganz sanft und mild – ein bisschen Frische-Wäsche-Duft, der aber schnell verfliegt.

SebaMed Fußcreme • Die Fußcreme nutze ich immer nach der Pediküre sowie ab und zu nach dem Baden. Ich tendiere leider generell zu sehr trockener Haut an den Füßen und durch die Schwangerschaft und auch den Sommer, in dem man meist barfuß oder nur in offenen Schuhen rumläuft, ist meine Haut dort besonders beansprucht. Die Fußcreme hat eine gelige Konsistenz und zieht schnell in die Haut ein. Ich finde sie super angenehm, vor allem nach der Pediküre. Vor allem hilft sie meinen Füßen, sich zu regenerieren. Und auch bei schmerzenden Rissen lindert sie flott.

Scholl Express Pedi • Den Express Pedi kann ich aus meiner Routine nicht mehr wegdenken. Man kann damit super sanft und einfach die Hornhaut an den Füßen abtragen und die Füße fühlen sich einfach geschmeidig an und sehen top gepflegt aus. Gerade jetzt in der Schwangerschaft finde ich den Umgang damit auch besonders angenehm, da man keinerlei Kraft braucht, um die Füße zu pflegen. Man muss sich nur bequem hinsetzen, mit dem Pedi über leicht die Füße fahren und er erledigt den Rest. Danach noch Eincremen und schon hat man super weiche Füße.

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Wie schaut denn eure tägliche Pflege aus – ob nun schwanger oder nicht? Worauf schwört ihr?

*PR-Sample

5 Kommentare

  1. Ich habe in der Schwangerschaft Creastrian Creme verwendet. Es ist die einzige in klinischen bewiesen wirksame Creme um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden. Ich habe keinen einzigen Streifen bekommen, habe in der SS allerdings auch nur 11kg zugenommen.

    • Soweit ich weiß, gibt es keine hundertprozentige Garantie gegen Dehnungsstreife, da spielen einfach sehr viele Faktoren mit rein, ob man welche bekommt oder nicht. Aber man kann lindern, bzw. versuchen vorzubeugen. 🙂 Von deiner Creme hab ich noch nichts gehört bisher, aber sie ist ein guter Tipp!
      Ich müsste (wenn es nach Veranlagung und Bindegewebe geht) eigentlich noch welche bekommen, aber toi toi toi – bisher bin ich verschont geblieben. Mein Bauchumfang ist wirklich riesig geworden durch die Schwangerschaft. >.<

  2. Man kann wirklich Glück, aber auch Pech mit der Haut in der Schwangerschaft haben… Ich hatte Glück! Meine Haut ist zwar trockener geworden, aber auch richtig rein, prall und ebenmäßig!

    • Jap, so seh ich das auch. Es gibt so viele Faktoren die bedingen (können), ob man Hautprobleme & Co. bekommt oder nicht. Ich würde mich ja sehr freuen, wenn die Haut in meinem Gesicht nach der Schwangerschaft so toll bleibt. Na mal schauen… Selbst wenn nicht, genieße ich jetzt einfach den Moment mit diesem klassischen „Schwangerschafts-Glow“… 😀

      • Ich muss sagen, ganz so toll ist sie bei mir leider nicht geblieben, aber aufgrund neuer Pflegeprodukte kann ich sie trotzdem in einem relativ guten Zustand halten. Bei mir hat sich das ca. 4-5 Monate nach der Geburt geändert…

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