[Food Friday] Gender Reveal Cake – unser Baby wird ein…

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Letztes Wochenende war es endlich soweit: Wir wollten der Familie mitteilen, welches Geschlecht unser kleines Knöpfchen haben wird. Ich hatte schon seit Monaten eine Idee im Kopf, wie wir es ihnen mitteilen würden. Ich wollte es nicht einfach geradeheraus sagen, nein – es sollte etwas Besonderes werden. Und ihr kennt mich – ich liebe es, mich mit Fondant kreativ auszutoben. Also stand auch relativ schnell fest, dass wir das süße Geheimnis in Form einer Torte präsentieren würden.

In den USA sind solche „Gender Reveal Cakes“ mittlerweile total gehypt. Das Äußere ist in blau und pink gehalten, während man beim Anschneiden die Auflösung präsentiert bekommt: blaue Sahnecreme für einen Jungen, rosa entsprechend bei einem Mädchen. Genau so etwas wollte ich auch machen, und wir luden die engste Familie zum Kaffee und Kuchen ein.

Ein paar Tage vorher hatte ich bereits begonnen, die Deko aus Fondant zu formen, damit sie genug Zeit zum Erhärten haben würde. Die Hitze machte mir allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung (a.k.a. Zeiteinteilung), wodurch alles etwas stressiger wurde. Der Kuchen bestand zudem auch aus einer veganen Ebene (oben) und einer non-veganen Ebene (unten), was das Ganze zusätzlich knifflig machte. Als samstags die Gäste kommen sollten, herrschte dann doch etwas Chaos und Verpeiltheit in meiner Küche – ich schiebe es auch etwas auf die Schwangerschaft 😀 – so dass ich den Kuchen notdürftig noch schnell zusammenbaute, als alle Gäste da waren. Entsprechend hatte der Kuchen dann einige Macken, sah etwas verunglückt aus und war vor allem zu weich, da ich keine Zeit hatte, ihn noch einmal zum Festwerden in den Keller zu stellen. Aber naja, die Familie war trotzdem begeistert, der Kuchen war lecker und sie fanden die Idee im wahrsten Sinne zuckersüß. Das ist ja die Hauptsache. 🙂

Und heute zeige ich euch nicht nur den Kuchen und wie ich ihn genau gemacht habe, sondern verrate euch auch offiziell, ob mein kleiner Bauchbewohner ein Mädchen oder Junge wird… 😉

PS: Sorry, dass die Fotos etwas krisselig geworden sind, aber an dem Tag war es dermaßen düster und wolkig, dass ich es einfach nicht besser hinbekommen habe.

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Zutaten

… für den non-veganen Kuchen

(ich habe → diesen Erdbeerkuchen in der doppelten Menge gemacht)

200 g Butter
2 Päckchen Vanillin
Mark einer Vanilleschote
180 g Zucker
2 Prisen Salz
4 Eier, Größe M
1 Päckchen Backpulver
250 g Mehl
ein großer Schuss Milch
ca. 200 g Magerquark
Springform Ø26 cm

Füllung
600 g Schlagsahne
2 Päckchen Sahnesteif
ca. 200 g Magerquark
4 EL Zucker
ca. 250 g frische Erdbeeren
1gr.  Messerspitze rote Lebensmittelfarbe („Red“ von Wilton)

Ganache
200 g weiße Schokolade
100 ml Schlagsahne

… für den veganen Kuchen

200 g Erdbeeren
200 g Mehl
75 g Zucker + 3 EL
175 ml Sojadrink Vanille
35 ml Öl
1 Päckchen Sojasahne, aufschlagbar
1 Päckchen Sahnesteif
2 TL Backpulver
1 kleine Messerspitze rote Lebensmittelfarbe
Springform Ø18 cm

Buttercreme

1 Päckchen Puddingpulver Vanille (Dr. Oetker ist vegan und glutenfrei)
ca. 20 g Zucker
175 ml Pflanzenmilch (Soja)
125 g laktosefreie Margarine / vegane Butter, z.B. Sojola (auf Zimmertemperatur)

… Deko

1 kg Fondant (Satin Ice)
→ 600 g bleiben weiß, je 200 g werden eingefärbt
Puderzucker / Stärke
rosa und blaue Lebensmittelfarbe (ich habe → dieses Wilton Set)
Pinsel + etwas Wasser
schnörkelige Buchstaben-Ausstecher
Blockbuchstaben Ausstecher
Fondantform Wäscheleine mit Babysachen
Prägeroller
Fondant Rollstab
Randverzierung
Winkelpalette
Fondantglätter
Teigmatte
Schuhkarton, Backpapier, Schälchen mit Salz
flexibles Schneidbrett oder Cakeboard

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Zubereitung

Für die Planung des Kuchens solltet ihr 3 Tage einrechnen, damit kein Stress aufkommt (mir fehlte durch die plötzliche Sommerhitze leider ein ganzer Tag): am 1. Tag das Designen der Fondantdeko, am 2. Tag das Backen der Kuchen und das Herstellen von Ganache und Buttercreme, am 3. Tag das Zusammensetzen des Kuchens. Am besten ist es, wenn das Servieren am 4. Tag stattfindet oder wenigstens sehr viel später am 3. Tag.

Für die hellblaue und rosa Fondantdeko habe ich zuerst den weißen Fondant eingefärbt. Hierbei ist es wichtig, sich langsam an die richtige Farbnuance heranzutasten und erst mit wenig Farbe zu arbeiten (am besten einmal einen Zahnstocher zu 1/3 leicht in Farbe tunken und auf dem Fondant abstreifen). Den Fondant so lange kneten, bis eine homogene Färbung ohne Marmorierung entstanden ist. Damit der Fondant nicht in den Händen klebt, diese vorher und zwischendurch immer wieder mit Puderzucker bestäuben.

Nun geht es ans Gestalten der Deko:
Die Babyschuhe habe ich exakt nach → dieser Anleitung gemacht (dort findet ihr auch eine Schablone zum Ausdrucken). So einfach es aussieht, sie sind doch etwas knifflig zu modellieren. Achtet darauf, dass der Fondant nicht zu dick und nicht zu dünn ist. Auch sollte die gestichelte Randverzierung relativ tief sein, da sie beim Zusammenbauen der Schühchen ansonsten platt gedrückt wird. Bevor ich zufrieden war, habe ich pro Schuh vier Anläufe gebraucht, was jeweils ca. 1 Stunde gedauert hat. Dennoch sind sie bei mir etwas krumm geworden, aber ich war dennoch zufrieden.
Die Babykleidung aus Fondant habe ich ganz einfach mit Hilfe → dieser Form hergestellt. Dafür einfach die Form mit Puderzucker bestäuben, den Fondant flach ausrollen und über die Form legen. Mit dem Rollstab darüber rollen und anschließend die überschüssigen Ränder abschneiden.
Die Buchstaben waren ebenfalls knifflig, zumindest die schnörkeligen. Ich habe mich an → dieses Tutorial gehalten, womit es dann recht gut funktionierte (auch wenn es ein paar Versuche brauchte). Bei den Druckbuchstaben war das Ganze leichter und ich habe die Schnittflächen einfach dick mit Puderzucker eingestrichen und dann Buchstaben ausgestochen.
Damit alles erhärten konnte, habe ich die Deko auf Backpapier gesetzt und in einen Schuhkarton gestellt. Dazu kam ein kleines Schälchen mit Salz, damit jegliche Feuchtigkeit entzogen werden konnte, und dann wanderte der Karton bis zum Zusammenbauen der Torte in den kalten Keller.

Damit das Ganze hier nun nicht ellenlang wird, spare ich mir die genaue Beschreibung für den ersten Kuchen. Die Zubereitung des non-veganen Erdbeerkuchens inklusive Schichtung und einstreichen mit Ganache könnt ihr → hier auf meinem Blog nachlesen, zusammen mit einem kleinen How-To-Tutorial.

Für den veganen Erdbeer-Kuchen zuerst Öl, Sojamilch, Zucker, Mehl und Backpulver miteinander mischen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Das Ganze in die eingefettete Springform geben und bei 180° C ca. 35 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Anschließend komplett auskühlen lassen und längs halbieren.
Die Sojasahne (achtet darauf, dass sie kalt aus dem Kühlschrank kommt, sonst lässt sie sich nicht aufschlagen) aufschlagen und dann Sahnesteif und 3 EL Zucker dazugeben. Zum Schluss die rote Lebensmittelfarbe dazu geben und so lange rühren, bis alles eine schöne Rosafärbung erhalten hat. Dann die Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die Erbeeren in die Sahne rühren und diese dann auf die Teigplatte schmieren.
Für die Buttercreme das Puddingpulver zusammen mit dem Zucker und ca. 4 EL der Pflanzenmilch in einem Messbecher so gut es geht verrühren. Die restliche Milch in einem Topf aufkochen, vom Herd nehmen und dann das angerührte Puddingpulver mit einem Schneebesen unterrühren. Innerhalb kürzester Zeit sollte der Pudding dick werden. Dann einfach zum Erkalten beiseite stellen. Damit sich keine unerwünschte Haut bildet, unbedingt mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken (direkt auf den Pudding legen). Um die Buttercreme fertigzustellen, die warme Butter schaumig schlagen (dauert einige Minuten) und dann den Pudding portionsweise unterheben. Dass alle Zutaten für die Buttercreme Zimmertemperatur besitzen ist sehr wichtig, denn sonst wird sie klumpig! Am Ende sollte eine homogene Masse entstanden sein. Den Kuchen dann ringsherum damit Einstreichen und kalt stellen, damit die Buttercreme wieder fest wird. Ansonsten kann sie nicht gut als Unterlage für Fondant verwendet werden, da sie diesen aufweicht.

Für die Verkleidung mit Fondant den weißen Fondant auf einer mit Puderzucker bestäubten Teigmatte großflächig ausrollen und Dann vorsichtig auf den Kuchen übertragen. Hierbei bekommt jede Ebene eine eigene Fondantdecke, da sie sich sonst nicht glatt streichen lässt. Den Fondant mit etwas Puderzucker bestäuben und dann mit einem Teigglätter glatt streichen, bzw. mit einem Messer auch überschüssigen Fondant entfernen. Um die vegane von der non-veganen Kuchenschicht zu trennen, habe ich mir aus einem flexiblen Lebensmittelschneidbrett eine Platte mit Durchmesser der oberen Ebene ausgeschnitten und diese als Trennplatte zwischen die Kuchenebenen gesetzt. So konnten beide Ebenen kombiniert werden. Noch einmal das Ganze kalt stellen, bevor es ans Fertigstellen geht.

Das Dekorieren: Zuerst die Randverzierungen ausstechen. Dafür einfach eine lange Schlange aus Fondant rollen, mit dem Roller flach ausrollen, mit einem Messer in lange Linien schneiden und dann ausstechen. Die Borte mit etwas Wasser bepinseln und vorsichtig ringsherum um die Tortenränder andrücken. Ich habe für die obere Ebene eine rosa Randverzierung gewählt und für die untere eine blaue. Nun die Babyschuhe oben auf setzen (die Sohlen vorher mit etwas Wasser bepinseln) und dabei dabei achten, genug Platz für die Buchstaben zu lassen (das habe ich vorher vergessen) und nicht zu fest zu drücken, damit sie nicht zerbrechen. Anschließend die Buchstaben auf dem Kuchen verteilen und vor dem Ankleben ebenfalls mit etwas Wasser bepinseln, damit sie auch halten. Ich habe auf der oberen Ebene den Spruch „He or She?“ angebracht und auf der unteren „Open to see“. Zum Schluss noch die Babykleidung aus Fondant an der unteren Tortenebene nach Lust und Laune ankleben.

Fertig ist der Gender Reveal Cake. 🙂 Er sollte vor dem Servieren aber unbedingt noch einmal kalt gestellt werden (ein kühler Keller reicht – im Kühlschrank zieht der Fondant sonst Wasser), damit er sich besser anschneiden lässt.

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Ihr seht, im Kuchen steckte jede Menge Arbeit, die sich (trotz Patzern) aber doch gelohnt hat, und die Idee kam sehr gut bei der Familie an. Im aufgeschnittenen Zustand offenbarte sich dann folgendes Bild…

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Unser Baby wird also ein Mädchen! ♥

Jetzt hoffe ich nur, dass sich die Ärztin nicht doch noch geirrt hat. Aber bei beiden letzten Terminen tippte sie auf ein Mädchen und meinte „Warum sollte sich daran nochmal was ändern?!“. ^^

Wie gefällt euch mein Kuchen? Auf welches Geschlecht hattet ihr getippt?

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14 Kommentare

  1. Wer den Text aufmerksam gelesen hat, dem war schon vor dem letzten Bild klar, was es wird… „Erdbeerkuchen“, „rote Lebensmittelfarbe“, „frische Erdbeeren“…

    Schöne Idee! Hätte ich das früher gekannt, hätte ich das auch gemacht! Ich hingegen hab es einfach gesagt!

    • Jap, das ließ sich nicht verheimlichen. ^^ Ich wollte auch keine zwei Posts zum Kuchen machen à la „Teaser“ und dann den Food Friday. 😀

  2. Ich finde die Idee auch total schön! Und die Torte sieht superlecker aus! Ich hätte übrigens vorher auf einen Jungen getippt. lg

    • Hihi, danke dir! 🙂 Lecker war sie definitiv, nur die Perfektionistin in mir war etwas angefressen, weil sie nicht sooo hübsch ausgeschaut hat. ^^

  3. Füllung – Erdbeeren = rosa – also eine kleine Prinzessin 😉

    Alles Gute Euch beiden

  4. Ich hatte auf eine kleine Prinzessin getippt.
    Ich freu mich für euch so sehr! (Auch wenn wir uns nicht kennen)

    Liebe Grüße
    Ann –

  5. Hey wie schön. Ich freue mich für Euch! Was für eine schöne Idee
    LG Blunia

  6. Martina

    Auch von mir alles Liebe und herzlichen Glückwunsch !!
    Bei meinen Jungs hat man es auch schon früh gesehen- na ja, da ist ja auch etwas zu sehen…
    Und der Kuchen ist genial!
    Und weißt Du, was ich so spontan dachte ( auch bei dem Kuchen für Deinen Bruder):
    In einiger Zeit, wenn Du Deine Tochter hast, wirst Du Dich ungläubig fragen, wie Du jemals so viel Zeit übrig hattest…
    Aber vielleicht hast Du später ja auch ein besseres Zeit- Management als ich, aber ich finde es immer noch unglaublich, wie einem mit Kindern plötzlich die Zeit wegrennt.
    Liebe Grüße, Martina

    • Dankeschön! <3
      Ja, ich sehe es auch schon kommen, dass ich mich dann nach all der freien Zeit zurücksehne. Aber genauso sehne ich mich schon so lange nach mehr "zu tun" und freue mich auf die Zeit mit der Maus. Ich bin sehr gespannt, wie ich / wir das Ganze geschaukelt bekommen, wenn sie dann da ist. Aber wir haben ja alle Zeit der Welt dafür. 🙂

      • Ich hab das mit den Erdbeeren nicht gecheckt 😉 Aber ich hätte trotzdem auf Mädchen getippt 🙂
        Zeit ist Mangelware, das stimmt (oder zumindest kommt es einem so vor), aber ich muß sagen, daß es mir jetzt, wo sie schon ein bißchen mithelfen kann, mir viel mehr Spaß macht, wieder was zu selbst machen (bei weitem natürlich nichts so aufwändiges wie Deine Torte)

  7. Das ist echt eine süße Idee. Und die Umsetzung mal wieder grandios!

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