Blogger Talk | Behind the Scenes

IMG_6672_s
Neuer Monat – neuer Blogger Talk. 🙂 Heute lassen wir euch hinter die Kulissen unserer Fotos blicken und zeigen euch, worauf wir bei unseren Bildern besonders achten, wie wir sie inszenieren und welche Art von Blog-Props wir besitzen. Jeder hat seine eigene „Handschrift“ was das Fotografieren betrifft, und natürlich hat auch jeder ein anderes Ästhetik-Empfinden und legt Wert auf unterschiedliche Dinge. Ich finde es daher immer sehr spannend zu sehen, was die Tricks anderer Blogger bei ihren Fotos sind, was ihnen wichtig ist und wie sie an die Bilder für ihren Blog herangehen.
Ich hoffe sehr, euch gefällt unsere neue Runde und vielleicht (hoffentlich!) ist sogar der ein oder andere hilfreiche Tipp für euch dabei. Die bisherigen Themen unseres Blogger Talk findet ihr → hier.

Ausstattung

Früher habe ich meine Fotos einfach nur auf einer möglichst hellen Oberfläche geschossen (Tischplatte, Schränke, etc.) und die Produkte, bzw. Gerichte bei Food-Posts einfach „so wie sie sind“ gezeigt. Mit der Zeit habe ich aber festgestellt, dass solche Fotos für mich einfach unglaublich langweilig und eintönig sind. Also fing ich an mir zu überlegen, wie ich Dinge besser in Szene setzen kann. Ich schaute mir andere Blogs an, deren Bilder mich sehr ansprachen, stöberte in Zeitschriften und beäugte auch Pressefotos genauer. Wo man auch hinsieht, die Fotoobjekte werden stets in irgendeiner Form inszeniert. Ich begann also ganz langsam, mich mit hübschen Props auszustatten, die meine Fotos interessanter machen sollten (um genau zu sein, war das im letzten Januar). Auf dem Foto seht ihr nun eine kleine Auswahl davon: Tapetenmuster (bekommt ihr kostenlos im Baumarkt), Tüten und Servietten mit Mustern, (künstliche) Blumen, Holzbrett, Schieferplatte, Clutch mit Pailletten, Schalen im Marmorlook (die ja gerade total angesagt sind).
Aber ich nutze u.a. auch super gerne Tischdecken, Windlichter, Tabletts mit Mustern, Schals und Tücher oder das berühmte Fake-Schaffell von Ikea für meine Bilder. Alle Dinge bekommt ihr leicht und günstig – ihr müsst nur die Augen aufhalten: Ich kaufe Geschirr, Servietten, Tischdecken, etc. für meine Food-Beiträge zum Beispiel sehr gern im Sale bei H&M. Dort findet man richtig schicke Dinge zu günstigen Preisen. Aber auch bei Ikea, im Baumarkt, Blumenladen, Flohmarkt und natürlich in der Natur werdet ihr fündig. Flitter und Konfetti vom Karneval, Zeitschriften, ein bisschen Herbstlaub, frische Blumen, buntes Packpapier, schön bedrucktes Geschenkpapier – es gibt wirklich so viel. Außerdem muss nicht alles etwas kosten: Gerade wenn ihr in der Natur unterwegs seid, findet ihr kostenlos wunderbare Ausstattungen für eure Bilder. Oder stöbert einfach mal daheim herum. Ihr werdet staunen, wie viele tolle Dinge ihr bereits herumstehen habt, die sich prima für Fotos eignen. Eurer Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt, und so lässt sich schnell ein guter Fundus zusammenstellen.

IMG_9071_blog props
Kleine Auswahl meiner Props

Vorbereitung

Bevor ich meine Fotos schieße, überlege ich mir grob, wie ich die Szenerie ausstatten will. Bei Parfums ist es meistens toll, mit enthaltenen Duftkomponenten zu arbeiten (wie beispielsweise → hier oder → hier). Bei Food-Fotos kommen verwendete Lebensmittel oder auch schick aussehendes Geschirr immer gut (→ hier könnt ihr bei mir stöbern). Was ich wirklich sehr gerne bei Produktfotos mag, sind simple Fotos mit weißem Grund und dem gewissen Etwas. Daher schieße ich die meisten meiner Bilder entweder auf unserem weißen Wohnzimmertisch oder in der Küche direkt vor dem Fenster, im Winter auch mal auf meinem Fototisch im Büro. Auf der Fläche wird dann ein bisschen Deko passend zum Produkt verteilt und somit entweder das Produkt durch Schärfentiefe noch mehr in den Vordergrund gerückt (so wie → hier), bzw. das Bild einfach lebendiger gehalten (so wie z.B. → hier). Ihr müsst dafür nicht tausend Dinge verwenden, denn schon mit wenigen Mitteln wirkt ein Foto gleich ansprechender (wie ihr in den genannten Beispielen sehen könnt).

Ich mag Tageslicht für meine Bilder eigentlich am allerliebsten, aber gerade im Herbst / Winter ist das ja leider eher rar (bzw. rauschen die Fotos ohne zusätzliche Lichtquelle sehr schnell), also statte ich meine Foto-Szenerien meist mit 1-2 Softboxen aus (je nach dem, wie hell es draußen ist) und immer auch noch mit einem Reflektor, der das darauf treffende Licht zurückwirft, und somit die Szene noch besser ausleuchtet und Schatten verringert. Gerade bei Food-Fotos ist sowas sehr von Vorteil! Beides – Softboxen und Reflektor – bekommt ihr schon für wenig Geld: ich habe mir → diese Softboxen* und → diesen Reflektor* bei Amazon gekauft.

DSC00517_2_behind the scenes blog

Nachbearbeitung

Natürlich entstehen schöne Fotos nicht nur in der Kamera, sondern es bedarf oft noch etwas Nachbearbeitung am PC. Die Kamera verfälscht nämlich auch gerne mal die Farben (gerade bei Lila- und Blautönen) oder Dinge wirken viel dunkler / heller, als sie eigentlich sollten. Für solche Änderungen ist ein gutes Fotoprogramm Gold wert! Ich schieße mittlerweile alle Fotos im RAW-Format, sodass die Nachbearbeitung ganz easy funktioniert. Mit Photoshop Elements* (Tipp: gibt es hin und wieder günstig als Angebot) arbeite ich vor allem an der Farbtemperatur, der Belichtung, dem Kontrast und der Sättigung. Nach Bedarf schneide ich die Fotos noch zu und ändere immer auch die Größe, damit der Blogpost später keine langen Ladezeiten hat. Zum Schluss kommt noch mein Wasserzeichen drauf (nur ein kleiner Schutz gegen Bildklau, aber immerhin) und schon dürfen sie auf den Blog.

bloggertalk_final
Ihr möchtet noch hinter weitere Kulissen blicken? Dann schaut schnell bei Karin von Innen&Aussen, Nadine von Shoppination, Carina von Creams Beautyblog und Claudia von Beauty Butterflies vorbei.

Ich hoffe, mein kleiner Einblick hat euch helfen können und vielleicht fühlt ihr euch nun auch ein bisschen dazu inspiriert, kreativere Fotos zu schießen. Vor allem entwickelt man sich immer weiter, traut sich mit der Zeit immer mehr auszuprobieren und lernt auch recht schnell, was gut ausschaut und was nicht. Probiert es einfach aus, es macht wirklich wahnsinnigen Spaß! 🙂

Wie gestaltet ihr eure Fotos?
Welche Themen für unseren Blogger Talk würden euch noch interessieren?

*Affiliate Link

14 Kommentare

  1. Ich scheue ja immernoch die Anschaffung einer Softbox weil ich keinen extra Bereich für Blogfoto-Erstellung habe und ihn mir auch gar nicht unbedingt nehmen möchte. Und die nimmt ja schon viel Platz weg…. Ich befürchte aber es dauert nur noch einen (genervten) Winter und ich springe vielleicht doch über meinen Schatten .:)

    • Ich hab meine Softboxen schon 2013 gekauft und lange lange Zeit gar nicht verwendet, weil ich irgendwie nicht damit klar kam (ohne RAW sehen die Fotos manchmal sehr komisch aus und man muss sie einfach bearbeiten). Aber jetzt würde ich sie nicht mehr hergeben wollen. Kann sie dir also wirklich sehr empfehlen. Viel Platz nehmen sie allerdings wirklich weg (man kann sie zwar auseinander bauen, ist aber dann jedes Mal ein Akt). Ich stelle sie einfach nach Nutzung immer in eine Ecke des Raums, dann geht es. 🙂

  2. Elements war auf meinem Laptop beim Kauf schon vorinstalliert, was natürlich ganz nett ist. Vielleicht magst du ja mal Einblicke geben, was du da genau machst 🙂

  3. Sehr interessanter Artikel!
    Eine Tageslichtlampe nutze ich bereits und künstliche Blumen habe ich auch tonnenweise daheim, aber diese Marmorfolie möchte ich mir unbedingt noch besorgen.

    Liebe Grüße,

    Monika

  4. Solche Posts mag ich immer wieder sehr gern, da ich einfach immer etwas lernen kann. 🙂 Die Utensilien schaue ich mir mal genauer an, Danke für den Tipp. Ich werde bei meinen Fotos mal überlegen, was ich besser machen kann. 🙂

  5. Mal wieder ein sehr interessantes Thema im Blogger Talk! Ich habe mir alle Beiträge interessiert durchgelesen. Ich finde deine Fotos immer besonders schön und stimmig.

  6. Schöner Einblick, dankeschön 🙂
    Ich muss zugeben, dass gerade das Bilder bearbeiten mir irgendwie nicht so liegt, da sollte ich wirklich mehr dran arbeiten. Aber man lernt ja nie aus 😉
    Liebe Grüße

    • Ich habe mich lange Zeit auch nicht damit beschäftigt und hatte sehr viel Respekt vor Photoshop. 😀 Ein bisschen aufhellen, zuschneiden und das war’s – mehr habe ich früher nicht gemacht. Aber wenn man ein bisschen übt und herumspielt, kommt man eigentlich echt schnell rein und man holt einfach so viel mehr aus Fotos heraus. 🙂

  7. Für meinen Buchblog brauche ich zwar im Moment keine Bilder – aber dank dir habe ich nun einen Einblick, was alles für gute Fotos nötig ist. Respekt! LG, Franziska

  8. Sehr schön auch hinter deine Bilder zu sehen. Bei Claudia war ich schon sehr angetan von den Postern als Hintergrund, aber auf die Idee, dass auch Geschenkpapier oder Schals genutzt werden können, kam ich wirklich nicht. Danke dir für den Beitrag, denn jetzt werde ich nach mehr Utensilien schauen um meine Bilder schöner zu gestalten. Mir kam da sogar spontan eine Idee, bei Nanu Nana gibt es immer sehr schicke Boxen, die kann man gut als Fotohintergrund verwenden und auch gleichzeitig die Props darin verstauen.

    Liebe Grüße
    Maria

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*