Kleine Auszeit vom Alltag – Entspannen im Maravilla

Es gibt hier ja eher selten Urlaubs- und Ereignisberichte – eine Sache, die ich gern ändern möchte, denn ich lese solche Beiträge auf Blogs immer sehr gern und finde sie inspirierend. Daher mache ich heute den Anfang mit unserem letzten, kleinen „Getaway“: Zum Hochzeitstag wollten mein Schatz und ich uns dieses Jahr etwas Besonderes gönnen, da wir ihn im letzten Jahr leider nicht feiern konnten. Die Idee, einmal kurz dem Alltag zu entfliehen, stand relativ schnell fest und so schauten wir uns nach Wellnesshotels in der Umgebung um. Im Internet wurde ich recht schnell fündig und nach ein paar Telefonaten buchten wir eine Übernachtung in dem Hotel, bei dem mein Bauchgefühl von Anfang an sagte „Das ist es, da will ich hin!“. Und so ging es in der vergangenen Woche in die Eifel ins MARAVILLA Beauty Spa Hotel.


Nach etwas über einer Stunde Fahrt kamen wir bei schönstem Sommerwetter am Hotel in Sinzig-Bad Bodendorf an, das in tollster Landschaft gelegen ist. Wir waren direkt beeindruckt vom stilvollen und mit Liebe zum Detail gewählten Ambiente des noch recht neuen 4-Sterne-Etablissements.


Am Empfang wurden wir sehr freundlich begrüßt und bekamen direkt ein „Wellness-Paket“ bestehend aus gummierter Strandtasche, Handtüchern und Bademantel überreicht, das wir für unseren Aufenthalt nutzen durften. Im Bademantel durch das Hotel-Areal zu laufen ist dort ganz normal, was uns gleich mitgeteilt wurde.

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Wir gingen dann auf unser Zimmer, um erstmal richtig „anzukommen“ und uns frisch zu machen, da wir für den Nachmittag noch eine Massage gebucht hatten. Das „Classic“-Zimmer war modern eingerichtet, super gepflegt und sauber. Das Badezimmer klein und funktional, dabei aber ebenfalls sehr modern. Was immer sehr wichtig ist, sind natürlich die Hotelbetten und unseres war genau richtig: nicht zu hart und nicht zu weich. Sehr schön fand ich auch, dass es eine gratis Flasche Wasser auf dem Zimmer gab und als süße Überraschung zwei Päckchen mit Gummibärchen auf dem Bett lagen.


Der Balkon unseres Zimmers im 1. Stock zeigte zum ruhigen und großzügigen Innenhof mit kleinem Brunnen und hatte am Nachmittag wunderbar Sonne.
Wir schlüpften in Badesachen und Bademäntel und machten uns auf Richtung Lobby, da wir dort für unsere Massagen abgeholt werden sollten. Für mich ging es dann in den Beautybereich im oberen Teil des Hotels für eine einstündige Aromaöl-Massage, während mein Mann dafür in den Wellnessbereich im anderen Flügel geführt wurde.


Die Atmosphäre im Massage-Raum war sehr angenehm – das Licht war gedämpft, es brannten Kerzen und sanfte Musik lud zum Entspannen und Loslassen ein. Mich störte nur ein wenig, dass der Raum etwas hellhörig war, und so konnte ich Gespräche im Flur und auf der Terrasse wahrnehmen, was manchmal etwas vom Abschalten ablenkte. Dafür war die Massage aber die reinste Wohltat, unglaublich entspannend, sanft – und sie ging schneller vorbei, als ich gucken konnte. Leider! Aber so ist das bei Massagen ja immer – sie können gar nicht lange genug sein, denn die Zeit vergeht immer wie im Flug. Solltet ihr also mal überlegen, euch eine Entspannungsmassage zu gönnen, nehmt mindestens eine Stunde dafür.


Für die Massage wurde übrigens ein Balm von Decléor verwendet (die Naturkosmetikmarke habe ich euch beispielsweise schon einmal → hier vorgestellt), der unglaublich gut nach Kräutern und Ylang Ylang duftete. Nach der Massage hatte ich den Duft noch den ganzen Nachmittag in der Nase. Danke an dieser Stelle an Frau Fuchs für das wunderbar entspannende Erlebnis!

 

Nach der Massage bestellten wir uns an der Coffeebar des Hotels erstmal einen Cappuccino, bzw. gab es für mich einen Eiscafé. Theoretisch hätten wir sogar frischen, hausgebackenen Kuchen dort essen können. So saßen wir da, genossen unser Getränk und schwelgten noch ein wenig in Erinnerungen an die tolle Massage.

 

Später schauten wir uns den Spa-Bereich einmal genauer an und gingen zuerst Richtung Pool. Dieser ist sehr klasse designt, denn die Glasverkleidung nach außen lässt sich öffnen und schließen, sodass es je nach Temperatur ein Hallenbad oder offenes Schwimmbad ist. Im Bereich davor stehen Liegen im orientalischen Stil, die zum Chillen einladen, im Inneren befinden sich Sitzsäcke und klassische Rattanliegen. Da wir unseren Aufenthalt unter der Woche hatten, war im Hotel recht wenig los, sodass wir den gesamten Pool über Stunden nur für uns hatten. Nach einer kleinen Planschrunde schauten wir uns aber erst einmal weiter um, bevor wir später wieder schwimmen gingen.

 

Der Wellnessbereich (welcher etwas tiefer gelegen ist), verfügt über eine Sauna, die man über eine Treppe erreicht, sowie ein Hamam (Dampfbad mit Schaum) und ein Rasul (Dampfbad, evtl. mit Mineralerde) im Innenbereich des Hotels. Sauna und Rasul kann man stets allein aufsuchen, für das Hamam und ein spezielles Rasul-Ritual braucht man einen Termin.

 

Der Vorraum des Wellnessbereichs – die so genannte Ruhezone – gefiel mir ganz besonders gut: Die gemütliche Einrichtung lud zum Verweilen ein und es gab stets frischen Tee (Kräuter oder – mein Favorit – Spicy Black Chai). Dazu lief die ganze Zeit über Entspannungsmusik (wie fast überall im Hotelbereich) und die gesamte Atmosphäre war einfach ruhig und entspannend.

 

Ich habe mich ja ein wenig in die hübschen Teegläser verliebt, aus denen man seinen Tee trinken konnte. So etwas brauche ich zu Hause auch! 🙂

 

Das Hotel verfügt im Übrigen auch über eine großzügige, sonnige Dachterrasse mit wunderbaren Blick über das gesamte Hotelgelände.

 

Am Abend machten wir uns richtig schick und gingen im hoteleigenen Restaurant auf der Sonnenterrasse essen (daher sind die Fotos auch etwas dunkel geworden – es war schon spät am Abend). Die Speisekarte hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten. Als Vorspeise wollten wir uns das Rindercarpaccio teilen, und man könnte nun denken, dass ein Teller mit zwei Bestecken gebracht werden würde – dem war aber nicht so, denn jeder bekam seinen eigenen Teller mit Carpaccio. Wow! Doch vorher gab es noch einen leckeren Gruß aus der Küche in Form von Kartoffelsalat mit Fisch, dazu mediterrane Brötchen und Kräuterbutter. So lecker! Das Ganze wurde nur noch gesteigert vom Hauptgang: für mich gab es gegrillte Kräuterdorade auf Blattspinatbett mit Rahm und Knoblauch an Bandnudeln, während mein Mann sich für gebratenes Rumpsteak auf Rotweinjus an grünem Bohnengemüse und Kartoffelplätzchen entschied. Zum Nachtisch kamen wir leider nicht mehr, da die Küche bereits geschlossen war, als wir mit dem Hauptgang fertig waren (wir haben einfach zu viel Zeit im Spa-Bereich verbracht…). Apropos Küche – diese wird als Open-Cooking Erlebnisgastronomie bezeichnet, da man im Restaurant den Köchen bei der Zubereitung zusehen kann.

 

Leider ging der fantastische Tag viel zu schnell vorbei und am nächsten Morgen reisten wir schon wieder ab. Hier seht ihr noch einmal die Aussicht von unserem Balkon Richtung Innenhof des Hotels.

 

Vor der Abreise haben wir aber noch ausgiebig gefrühstückt. Ich war richtig begeistert von der riesigen Auswahl und auch Qualität. Frischer Räucherlachs, unzählige Sorten Käse und Wurst, diverse Säfte, Marmeladen, frisches Obst, verschiedenen Tee und frisch gebackene Brötchen und Brot, außerdem Eierspeisen, Wok-Gemüse und englisches Frühstück. Wahnsinn! Es wäre sogar möglich gewesen, glutenfreie Backwaren zu ordern oder ein basisches Frühstück nach P. Jentschura.

 

So ließen wir es uns schmecken um gut in den Tag zu starten und anschließend wehmütig die Heimreise anzutreten.

 

Das junge und stets freundliche Personal war immer zur Stelle, super nett und hilfsbereit. Wir haben uns super gut aufgehoben und vor allem willkommen gefühlt. Die zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes wenigen Gäste waren größtenteils älter als wir: wir haben nur ein Pärchen in unserem Alter (um die 30) gesehen, eine ältere Familie mit Kind und Herrschaften um die 50+. Alles war modern und luxuriös eingerichtet, der Spa- und Wellnessbereich sehr entspannend. Das Essen war umwerfend lecker. Wir konnten mal so richtig die Seele baumeln lassen, uns Quality-Time für uns gönnen und Körper und Geist entspannen.
Insgesamt hat uns der Aufenthalt im Maravilla so gut gefallen, dass wir definitiv (und hoffentlich bald) wiederkommen werden – dann aber sicher nicht nur für einen Tag. 🙂
Falls euch das Maravilla nun interessiert, hier geht’s zur Website: www.maravilla-spa.de

Die Buchung von Zimmer und Massage haben wir nach telefonischer Nachfrage zur Verfügbarkeit und Details zum Hotel übrigens online vorgenommen, was ruckizucki und einfach ging.

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7 Kommentare

  1. Hallo Nani,
    das klingt nach einer richtig tollen Zeit! Schön, dass ihr euch die kleine Auszeit vom Alltag gegönnt habt und euren Hochzeitstag damit richtig gefeiert habt.
    Liebe Grüße
    Judith

  2. Muddelchen

    Das sieht ja nach einem schönen Wochenende aus! So kleine Auszeiten tun immer wieder mal gut und das Hotel macht einen sehr gemütlichen Eindruck. Mich wirst Du übrigens auch öfter mal wieder lesen, nun kommt langsam die kältere Jahreszeit, da verbringe ich auch wieder mehr Zeit am PC. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

    • Total! Da hat das Bauchgefühl absolut richtig gelegen. 🙂
      Freu mich sehr, wieder mehr von dir zu lesen. Deine Kommentare fehlen. Und ich bin dir noch eine Mail schuldig, ich treulose Tomate. 😀

  3. Das klingt nach einer tollen Zeit. Ich war noch nie auf so einem Wellnessurlaub, aber das ist bestimmt richtig entspannend 🙂

    • War auch für mich das erste Mal und muss dringend wiederholt werden bei entsprechender Gelegenheit. Länger als nur ein Tag wäre dann auch schön, damit man wirklich Ruhe für alles hat und mit Gemütlichkeit an die Auszeit rangehen kann. 🙂

  4. Hallo, nachdem ich hier den Bericht gelesen und mir die tollen Bilder angesehen freue ich mich noch mehr auf meinen Kurzurlaub dort in der kommenden Woche…

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