{Eat Seasonal} Zwetschgenknödel nach Omas Rezept

Wieder nähert sich ein Monat dem Ende, so langsam wird es herbstlich, und unsere kuschlige Eat Seasonal Runde widmet sich entsprechenden Früchten. Nachdem es letzten Monat um Rezepte mit → Rucola ging, wird es im August wieder fruchtig. Es geht um die allseits beliebten Pflaumen, und wir möchten euch verschiedene Rezepte damit vorstellen. 
Mit Pflaumen – oder auch Zwetschgen – verbinde ich nicht nur Spätsommer und Herbst, sondern vor allem meine Oma. Sie hat immer viele Leckeren damit gezaubert, und sie nachzumachen bedeutet für mich auch stets, ein Stück Kindheit aufleben zu lassen. Vor zwei Jahren habe ich euch schon einmal ihr Rezept für → den perfekten Pflaumenkuchen verraten, heute gibt es meinen zweitliebsten, pflaumigen Gaumenschmaus meiner Oma: Zwetschgenknödel mit Butterbröseln.

Zutaten
(für 6 Knödel)
400 g Kartoffeln
6 Pflaumen (Zwetschgen)
30 g flüssige Butter
2 Eigelb
1 Prise Salz
3 EL Kartoffelmehl
2 EL Hartweizengrieß
6 TL Rohrzucker
für die Brösel:
50 g flüssige Butter
50 g Semmelbrösel
3 EL Zucker

Zubereitung

Die Kartoffeln mit Schale in leicht gesalzenem Wasser weich kochen. Je nach Größe dauert es so um die 25 Minuten (macht am besten die Gabelprobe). Anschließend abgießen und pellen. Dann noch warm durch eine Presse drücken. Falls ihr keine besitzt, könnt ihr die Kartoffeln auch mit einer Gabel zerdrücken. 
Dann die Kartoffeln mit der flüssigen Butter, den beiden Eigelben, dem Kartoffelmehl, Grieß und einer Prise Salz zu einem festen Teig kneten. Er sollte weder klebrig noch zu trocken sein und in sich gut halten, ohne auseinander zu fallen. Ist er zu klebrig, gebt einfach noch ein bisschen mehr Mehl dazu, ist er zu trocken geworden, nehmt ein bisschen Wasser. Wenn der Teig fertig ist, lasst ihn noch ein wenig ruhen.
Nun die Zwetschgen halbieren, aber so, dass sie nicht komplett getrennt sind, und den Kern auslösen.
Den Teig zu einer Wurst rollen und in 6 Teile schneiden. Diese zu Kugeln rollen, platt drücken und je eine Pflaume hinein setzen. Die Pflaumen mit jeweils einem Teelöffel Rohrzucker befüllen und anschließend den Teig um die Pflaume formen. So lange zwischen den Händen rollen, bis eine Kugel ohne Risse entstanden ist. 
Einen großen Topf mit Wasser erhitzen und die Knödel für 10 Minuten darin kochen. 
Zwischenzeitlich die süßen Brösel vorbereiten: Dafür die 50 g Butter schmelzen lassen und anschließend Semmelbrösel und den Zucker hineinrühren.
Die Knödel aus dem Wasser holen und leicht abtropfen lassen, auf Teller geben und ungefähr einen Esslöffel Butterbrösel darüber streuen. Sofort heiß servieren.

So unglaublich lecker und genau das Richtige an verregneten Tagen. Ein bisschen wieder wie ein Kind in Omas Küche fühlen, Gemütlichkeit und Geborgenheit spüren und schmecken. Mmmh!
Das Tolle an den Knödeln ist übrigens auch, dass ihr übrig gebliebene einfach im Kühlschrank aufbewahren könnt und beim nächsten Hunger nur kurz in heißem Wasser kochen müsst. Sie schmecken dann fast wie frisch gemacht.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und freue mich wie immer über Feedback – gern als Kommentar, bei Twitter oder auch als Foto auf Instagram. 🙂
Schaut euch auch unbedingt die Zwetschgen-Rezepte auf den anderen Blogs unserer „Eat Seasonal“-Gruppe an.

Dienstag: What Ina loves
Mittwoch: Provinzkindchen
Donnerstag: we love handmade
Freitag: HibbyAloha
Samstag: Who is Mocca?
Sonntag: Puppenzimmer

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12 Kommentare

  1. Das Wasser läuft mir im Mund zusammen *hhhmmmm* Toll!
    Meine Oma hat mir sowas leider nicht gekocht 🙁 Aber dafür konnte ich bei den Mamas von Freundinnen schmarotzen gehen! Lecker, kommt gleich mal auf den Rezeptzettel

    Wünsche dir ein tolles Wochenende!

  2. Mir sind Zwetschgenknödel bekannt, allerdings habe ich noch nie welche gegessen. Sie sehen aber echt lecker aus!

  3. Mhhmmm wirklich sehr lecker. Solche Familienrezepte sind immer etwas besonderes!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Oh ja, das stimmt wirklich. Und es gibt noch einige, die ich selbst bisher nicht gemacht habe. Das muss ich unbedingt nachholen. Wenn ich allein an Marmeladen-Buchteln denke…. mmmmh! 🙂

  4. Die hat meine Oma auch immer gemacht, ich liebe Zwetschgen Knödel! Bei uns gibt's dazu immer noch eine Soße aus süßer Sahne, saurer Sahne, Zimt und Zucker, schmeckt köstlich mit den Knödeln! Dein Rezept werde ich auch ausprobieren. Danke dafür!

  5. OMG die sehen so lecker aus. Das muss ich speichern und bald nachmachen ♥

  6. Bei uns ist das auch eine kleine Tradition. Meine Oma macht 3-4 mal im Jahr Zwetschgen oder Aprikosenknödel und da kommen dann ein paar Familienmitglieder aus dem näheren Umkreis zum essen.
    Davor gibt es immer Hochzeitssuppe.
    Meine Oma macht aus dem gleichen Teig auch Schupfnudel, die esse ich immer lieber weil ich die Knödel, bzw. das Obst darin nicht mag. Die Schupfnudel sind auch gigantonomisch und ich hab mir schon das Rezept gesichert.
    Ich hätte noch eine kleine "Ergänzung" für dein Rezept. Falls die Zwetschgen/Pflaumen mal sauer sind kann man einen Würfel Zucker reinstecken, das zieht dann während dem kochen schön in das Fruchtfleisch.

    Bei uns gibt es dazu immer flüssige Butter, Brösel und eine Zimt-Zucker Mischung zum drüber streuen.

    Omas Rezepte muss man sich immer sichern, die sind immer Gold wert und man kann sich immer wieder ein Stückchen Heimat und Kindheit in die Küche zaubern.

    LG
    K.ro

  7. Uh, die sehen verdammt gut aus 😀 Ich habe noch nie Zwetschgen Knödel gegessen, aber es sieht aus, als sei das einen Versuch wert!

    Liebe Grüße,
    Jenny
    http://imaginary-lights.net

  8. Gooott ich liebe Zwetschgen Knödel! Da könnt ich mich den ganzen Tag von ernähren .. nur würde ich dann wohl auch so aussehen xD. Ich liebe sie mit Vanillesauce und lecker Zimt Zucker *_*.

    Danke für das Rezept, das werd ich mal nachkochen und davon berichten <3

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