{Food Friday} Backen für Ostern • Kuchen im Ei

Ich zeige euch am Food Friday ja eigentlich überwiegend Rezepte, die sich nicht nur einfach, sondern vor allem ruckizucki zubereiten lassen. Für besondere Anlässe darf es ja aber gern auch mal etwas aufwendiger sein. Ostern ist so eine Gelegenheit, und somit gibt es heute eine witzige Idee für einen Kuchen der etwas anderen Art: Kuchen im Ei. Dass Eier im Kuchen sind, ist ja klar, aber Kuchen im Ei ist doch mal etwas Neues und bringt Gäste garantiert zum Staunen (glaubt mir, ich habe es ausprobiert ^^). Das Rezept ist auch gleichzeitig mein Beitrag zur Großen Blogger Ostereiersuche, aber dazu gibt es am Ende noch weitere Infos. Nun geht es erstmal um die niedlichen Leckereien, die sich beispielsweise super als Dessert für ein Osterdinner eignen. Das Tolle ist neben der optischen Erscheinung nämlich auch, dass es nur ganz kleine Happen sind. Egal wie groß oder deftig also das Osteressen ausfallen sollte, so ein kleines Küchlein passt immer noch in den Magen. 

Zutaten
(für 14 Stück)

Als Form
14 ausgepustete Eierschalen

Für den Kuchen

110 g weiche Butter
110 g Zucker
110 g Mehl
2 Eier (aufgehoben von den 14)
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote
1 TL Backpulver
2 EL Milch

Für das Frosting
100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
2 TL Eierlikör
Alternative zum Alkohol: etwas Puderzucker und Vanilleextrakt

ca. 2 Scheiben Pfirsiche (aus der Dose)

Weiterhin
Sonnenblumenöl
Salz
Nadel
Spritzbeutel (oder Plastikbeutel)
Muffinbackform
Alufolie
Eierstiegen

Zubereitung
Die Herstellung der süßen Küchlein ist wirklich ganz einfach. Ihr müsst euch allerdings darauf einstellen, dass ihr hinterher viele Rezepte mit Eiern machen werdet – sehr, sehr viele, denn der Inhalt der Eier wird zum Großteil für den Kuchen gar nicht benötigt, wir brauchen vor allem die Schalen. Wer also Rührei, Omlette und Konsorten mag, kann sich schon mal freuen.

Der erste Schritt besteht darin, die Eier auszupusten. Ich habe einfach in beide Ende der Eier ein feines Loch gestochen, mit der (langen) Nadel etwas drin herumgestochert (damit das Eigelb schon mal etwas kaputt geht und sich leichter entfernen lässt). Dann habe ich das Loch der spitzen Seite vom Ei noch etwas erweitert, damit sich der Glibber leichter herauspusten lässt. Seid hierbei aber vorsichtig, damit keine Stücke der Schale ins Ei fallen und die Schale auch nicht zerbricht. Das Innere der Eier pustet ihr in eine Schüssel und stellt sie bis zur weiteren Verwendung (was auch immer ihr damit noch kochen möchtet) in den Kühlschrank. Nur die letzten beiden hebt ihr für unser Rezept auf.

Habt ihr alle Eier ausgeblasen, macht ihr die Öffnung an der spitzen Seite noch größer. Sie sollte in etwa so groß sein, dass man mit einer Kuchengabel oder einem Teelöffel hinein kann. Danach spült ihr die Eier gut mit Wasser aus und legt sie anschließend für 30 Minuten in Salzwasser ein. Danach „kopfüber“ beiseite stellen (beispielsweise auf einem Küchentuch) und trocknen lassen. Bevor später der Teig hinein gegeben wird, müssen die Eierschalen noch von innen gefettet werden. Einfach ein wenig Sonnenblumenöl hineingießen, gut hin und her schwenken, damit es sich gleichmäßig an der Innenwand verteilt und überschüssiges Öl hinterher auskippen.

Den Backofen auf 175° C Umluft vorheizen. Nun wird geht es an den eigentlichen Kuchenteig: Zuerst Butter und Zucker schaumig rühren und dann nacheinander die beiden aufgehobenen Eier hinzufügen. Gut rühren bis eine gleichmäßige Masse entsteht, und dann Salz und das Vanillemark hineingeben. Mischt in einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und gebt es dann löffelweise zur Butter-Zucker-Ei-Mischung. Zum Schluss kommt noch die Milch dazu, damit der Teig cremig wird.
Tipp: Achtet darauf, dass ihr wirklich nicht zu viel Backpulver verwendet (am besten sollte der Teelöffel auch gestrichen sein), da der Kuchen sonst zu sehr im Ei aufgeht und beim Backen überquillt. Das ist mir leider passiert und somit klebte der Kuchen hinterher unschön an der Eierschale und ließ sich nicht mehr richtig entfernen, was ihr auf dem unteren Bild noch gut bei den Eiern in der weißen Stiege erkennen könnt. Sehr schade, weil es natürlich nicht mehr ganz so hübsch ausgeschaut hat, aber lecker waren sie trotzdem.

Für das Befüllen der Eierschalen setzt ihr diese mit der großen Öffnung nach oben in die Mulden einer Muffinform, die ihr vorher mit etwas zerknüllter Alufolie ausgekleidet habt. So können die Eier weder beim Befüllen noch später beim Backen umkippen. Den Teig nun in einen Spritzbeutel füllen (oder alternativ einfach in einen Gefrierbeutel, bei dem ihr eine der unteren Ecken abschneidet) und die Eier etwas mehr als zur Hälfte befüllen. Dann wandern sie ab in den Ofen (ins untere Drittel) und werden gute 15-20 Minuten ausgebacken.
Macht am besten die Stäbchenprobe um zu testen, ob der Teig fest ist (einfach mit einem Zahnstocher in den Teig pieksen und wenn kein Teig daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig). Anschließend aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.

Bis es soweit ist, könnt ihr in der Zwischenzeit bereits das Frosting vorbereiten. Hierfür einfach den Frischkäse mit dem Eierlikör glatt rühren und kalt stellen. Wer keinen Alkohol mag oder das Rezept für Kinder machen möchte, nimmt anstelle des Likörs beispielsweise etwas Puderzucker und ein wenig Vanilleextrakt. Sind die Eier ausgekühlt, setzt ihr sie in die Eierstiege (oder auch bereits einzeln in Eierbecher für die Gäste) und gebt einen guten Klecks des Frostings oben drauf. Anschließend garniert ihr das Ganze noch mit klein geschnittenen Pfirsichwürfeln. Bis sie serviert werden, solltet ihr die Küchlein am besten noch kühl stellen, damit das Frosting nicht zerläuft.

Auch wenn der Text zur Zubereitung nun ziemlich lang geworden ist, ist das Rezept im Prinzip gar nicht schwer und auch relativ schnell zu machen. Wir hatten Sonntagnachmittags Gäste und ich habe das Rezept gegen Mittag angefangen und war sogar so zügig fertig, dass noch Zeit für die Fotos war. 🙂

Und nun die große Preisfrage: Wie isst man das denn jetzt am besten?
Mit dem Mund! Nein, Scherz beiseite. Ich fand es am leichtesten, das Frosting abzuheben und auf meinen Teller zu geben, um dann den Kuchen mit einem Gäbelchen stückweise herauszuholen und jedes Stück vor dem Verzehr in das Frosting zu tunken. Mit einem Eierlöffel anstelle der Kuchengabel ist es eventuell sogar noch leichter. Ihr könnt die Eier aber auch schälen und den Kuchen dann am Stück essen. 

Diese hübsche bunte Eierstiege habe ich übrigens bei Aldi entdeckt und darin befinden sich eigentlich  gefüllte Schokoeier. Die Stiege gibt es auch noch in einem hübschen Lila. Man schlägt beim Kauf also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen bekommt man etwas für den süßen Zahn und gleichzeitig noch ein kleines Dekoelement, mit dem man sein Gebäck super auf der Kaffeetafel in Szene setzen, bzw. seinen Gästen auftischen kann. Wer lieber die (schmutzresistentere) Variante bevorzugt, kann sich auch eine Eierstiege aus Keramik besorgen. Meine habe ich vor kurzem bei Depot gekauft. 

Na, wie findet ihr meine kleinen Küchlein für Ostern?
Das ist natürlich noch nicht alles, denn euch fehlt ja noch der Hinweis auf das Lösungswort für unsere Große Blogger Ostereiersuche:

Wo findet ihr das versteckte Ei auf HibbyAloha?
Ihr könnt zwar in diese gefüllten Eier nicht hineinschauen, aber ich kann euch versichern, dass sich das Lösungswort darin nicht befindet. Es versteckt sich stattdessen in einem Oster-Beitrag aus dem letzten April. Damals habe ich auch eine ganz spezielle Art von Kuchen für euch gebacken… 😉

Das Ei enthält das zweite Wort des Lösungssatzes. Diesen braucht ihr vollständig, um zum Abschluss der Bloggeraktion an unseren Gewinnspielen teilzunehmen. Alle Details dazu könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Die teilnehmenden Blogs sind in diesem Jahr:

29.03 – Conzilla
30.03 – Shades of Nature
31.03 – I need Sunshine
01.04 – My Mirror World
02.04 – Miss von Xtravganz
03.04 – Hibby Aloha
04.04 – Gwenstical
05.04 – Modern Snowwhite
06.04. – Obstgartentorte & Blondi´s Blog
ab 07.04 Gewinnspiele auf allen teilnehmenden Blogs!

Ich wünsche euch ein paar wunderbare (F)Eiertage und viel Glück und Spaß bei der Ostereiersuche – auf unseren Blogs und natürlich daheim bei euch. ♥

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5 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    ich finde die kleinen Küchlein im Ei wirklich klasse, noch mehr Ostern geht doch fast schon nicht 😉 habe ich letztes Jahr auch zu Ostern gemacht, allerdings habe ich den Teig in mehrere Portionen geteilt und mit Lebensmittelfarbe eingefärbt und dann immer abwechselnd verschiedene Farben in die Eier geben. Dadurch kriegt man farbig mamorierte Eier und da ist der Überraschungseffekt natürlich noch etwas größer 🙂

    LG Ria

  2. Oh wow das ist aber ein sehr kreatives Rezept! Mal etwas anderes, gute Idee, sieht sehr dekorativ aus.

    • Dankeschön! 🙂 Ja, es ist wirklich mal etwas anderes und man läuft nicht Gefahr, sich mit zuviel Süßem vollzustopfen, weil die Portionen so klein sind.

  3. Die sind echt toll geworden – ich hab auch ähnliches auf Pinterest entdeckt. Bestimmt auch ein schönes Ostermitbringsel 🙂

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