Zahnspange bei Erwachsenen

Ich habe wirklich lange überlegt, ob und wie ich diesen Post verfasse, und es kostet mich auch jetzt noch etwas Überwindung, ihn überhaupt freizuschalten. Aber ich denke (und hoffe!), dass er für irgendjemanden hilfreich sein wird, denn ich hätte mir vor meiner Entscheidung letztes Jahr genau so einen Beitrag gewünscht – einfach um schon vorher einmal handfeste Informationen und einen Erfahrungsbericht zu haben, was da alles in jeglicher Hinsicht bedacht werden muss und auf einen zukommt.

Letztes Jahr fiel der Entschluss, dass es Zeit für eine Zahnspange wäre, da ich mit meinen Zähnen absolut unglücklich war. Ganze 11 Monate habe ich nun eine feste Spange getragen, mich zeitweise wieder wie ein Teenie gefühlt (und das nicht im positiven Sinne, denn mit Anfang 30 kommt man sich damit teilweise wirklich doof vor), und seit diesem Montag ist die Spange nun weg. Ich bin so dermaßen happy, das könnt ihr euch nicht vorstellen! Es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können, auch wenn sie teilweise schmerzhaft und kostspielig war.

Von meiner Zeit mit Zahnspange möchte ich euch heute gerne berichten. Der Beitrag ist wirklich sehr lang geworden, aber ich hoffe, ihr lest ihn dennoch.


Der Entschluss

Vor etwas über einem Jahr fiel die Entscheidung, dass es nun an der Zeit wäre, endlich meine Zähne richten zu lassen. Ich will gar nicht so viel zur Vorgeschichte erzählen oder ins Detail gehen, Fakt war einfach: So wie es war, ging es nicht weiter. Ober- und Unterkiefer passten nicht mehr richtig aufeinander, da sich mit den Jahren die Zähne verschoben verschoben hatten, und ich hatte dauerhaft Schmerzen.
Bereits als Teenie hatte ich mehrfach Spangen getragen – zuerst einige „lose“, dann mit 17 eine feste. Nach der festen Spange waren meine Zähne echt super, durch einen fehlenden Retainer (feste Drähte auf der Innenseite der Zähne, von Eckzahn zu Eckzahn reichend, die die Zähne weiter in ihrer Position halten sollen) und darauffolgende falsche zahnärztliche Behandlung verschoben sie sich mit der Zeit aber wieder und hatten am Ende einen viel schlimmeren Stand, als jemals zuvor.
Ich hatte mich schon vor Jahren während meines Studiums bei einigen Kieferorthopäden informiert, was man machen könnte und wie die Preise lagen. Diese schwankten tatsächlich zwischen 600,- € und 4000,- € für eine einfache feste Spange. Beides Summen, die man als Student nicht mal einfach hinblättern kann, also legte ich das Projekt weiter auf Eis. Da sich die Zähne aber munter weiter verschoben, ich einfach super unglücklich war und mir sogar meine neue Zahnärztin eine Spange dringend empfahl, beschloss ich im vergangenen Jahr, dass jetzt endlich was getan werden musste.

Was vor einer Zahnspange bedacht werden sollte

Falls ihr mit dem Gedanken spielt, eure Zähne richten zu lassen, solltet ihr drei Punkte unbedingt beachten:

1. Wenn ihr über 18 Jahre alt seid, zahlt die Krankenkasse die Behandlung nicht mehr (es sei denn, es findet vorher u.a. ein notwendiger kieferchirurgischer Eingriff statt, aber da lasst euch am besten vom Zahnarzt oder KFO eures Vertrauens beraten, genaue Details weiß ich nicht). Es kommt also im Regelfall eine ganz schön hohe Rechnung auf euch zu, die beglichen werden will. Ich habe mich bei meinem Kieferorthopäden auf eine Ratenzahlung geeinigt, die mit Beginn der Behandlung gestartet ist und noch bis ins nächste Jahr andauert. Wie teuer meine Behandlung ist, werde ich euch allerdings nicht verraten.

2. Die richtige Beratung ist goldwert! Bevor ich mich für einen Kieferorthopäden entschieden habe, habe ich insgesamt drei Termine bei verschiedenen vereinbart. Man will ja immerhin sicher gehen, dass man die richtige Diagnose bekommt, sich auf zwischenmenschlicher Ebene versteht und natürlich auch Preise vergleichen. Ich kann euch aus Erfahrung also versichern, dass so etwas notwendig ist, denn ich bekam bei drei Kieferorthopäden drei verschiedene Behandlungsvorschläge (die ich euch weiter unten noch nennen werde). Die Preise wichen zwar nicht groß von einander ab, dafür aber die Art und Dauer der Behandlung – und das mehr als deutlich! Eine Beratung kostet eventuell etwas Geld – das solltet ihr im Hinterkopf behalten, denn es könnte auch auf euch zukommen, wenn ihr euch beraten lassen wollt. Fragt also am besten schon bei Terminabsprache danach!

3. Wie viel ist es dir wert, dass die Spange weniger sichtbar ist? Ein relevanter Punkt, denn je unsichtbarer, desto teurer und eventuell ist auch der Behandlungzeitraum länger. Ein Kompromiss sind dann eventuell Keramik-Brackets, für die ich mich entschieden habe.

So kennt ihr mich eigentlich auf dem Blog…

Drei Ärzte – drei Meinungen

Wie bereits erwähnt, bin ich bei drei verschiedenen Kieferorthopäden gewesen, um mich beraten zu lassen, was man mit meinen Zähnen machen kann/sollte, wie lange die Behandlung dauern würde, mit welchen Kosten ich rechnen muss, etc.
Natürlich habe ich vorher schon mal online recherchiert, was denn heutzutage alles möglich ist, denn mir graute es ehrlich gesagt vor einem Drahtgestell im Mund, wie ich es bereits als Teenie hatte. Im Freundeskreis hatten wir jemanden mit transparenten Schienen (Invisalign, bzw. Clear Aligner, die etwas günstigere Variante), was mich natürlich total reizte und eigentlich meine Wunschbehandlung war. Der Gedanke, einfach nur solche Schienen zu tragen, erschien mir sehr verlockend. „Hauptsache man sieht das Ding im Mund nicht!“, dachte ich. Nach den Arztgesprächen verpuffte die Idee aber ebenso schnell wieder, wie sie mir gekommen war. 
Arzt Nummer 1: Diesen fand ich über das Internet. Die Website machte einen guten, modernen und cleanen Eindruck und so machte ich einen Termin, bei dem ich schon am Telefon von der Sprechstundenhilfe darüber aufgeklärt wurde, dass mich die Beratung allein 50 € kosten würde, was man im Falle einer späteren Behandlung dann verrechnen würde, bezahlen müsste ich sie vorher aber definitiv. Der Kieferorthopäde (KFO) war sehr nett, er schaute sich zuerst mein Gebiss ganz genau an und wollte, dass ich einige bestimmte Mundbewegungen machte. Schnell stand für ihn fest, dass ich vor einer Behandlung erst einmal zu einem Logopäden müsste, da ich seiner Meinung nach falsch schlucken und dadurch mit der Zunge gegen die Schneidezähne drücken würde, was zur Zahnfehlstellung geführt hätte. Ich war ziemlich verdattert, denn das Gefühl hatte ich eigentlich nie und auch meine Zahnärztin hatte diese Möglichkeit als Grund nicht genannt. Nach der Untersuchung unterhielt er sich lange und ausführlich darüber mit mir, was mir so vorschweben würde, was er mir als Behandlung vorschlagen würde und wie hoch die Kosten wären. Natürlich kam ich gleich mit meiner Idee von Invisalign daher, was ihm absolut zusagte. Er beschrieb mir den Vorgang genau und zeigte mir anhand von Grafiken, wie die Zahnbewegung über die Zeit der Behandlung hinweg verlaufen würde. Was mir allerdings nicht gefiel: Er wollte vor der Behandlung mit Invisalign einen einzelnen Zahn über die Dauer von 3-4 Monaten hinweg zuerst mit einer festen Spange richtig drehen – ich wäre also definitiv nicht um die feste Spange drum herum gekommen. Andere Arten von Spangen erläuterte er mir gar nicht groß, bzw. schrieb sie als noch teurer als Invisalign ab. Das stieß mir irgendwie sauer auf, da ich das Gefühl hatte, er wollte mir mit allen Mitteln Invisalign verkaufen. Beim Preis für die durchsichtigen Schienen fiel ich dann glatt aus allen Wolken: 6000 bis 7000 € für eine Behandlungsdauer von mindestens 1,5 Jahren. Uff. Das wollte erst einmal verdaut werden, aber zum Glück hatte ich ja noch zwei weitere Termine gemacht.
Arzt Nummer 2: Hier wurde ich erst an der Rezeption darüber aufgeklärt, dass ich eventuell Kosten tragen müsste. Eine Beratung wäre zwar noch kostenlos, aber sobald ein Behandlungsplan erstellt würde, müsste ich dafür bezahlen. Als ich im Behandlungsstuhl saß, fragte mich der KFO gar nicht groß über meine Wünsche, Vorstellungen oder Zahnprobleme aus, klärte mich auch nicht über Möglichkeiten, geschweige denn Preise auf. Er schaute sich mein Gebiss ein paar Mal an, holte plötzlich seine Kamera hervor und begann, Vorher-Fotos von meinem Kiefer für die spätere Behandlung zu machen. Während er diese auf den PC zog, zeigte er mir einige Fotos seines letzten Urlaubs, da er die Bilder auf der gleichen Speicherkarte hatte (Wtf?!) und begann dann zu erzählen, wie er sich den Behandlungsverlauf vorstellen würde. Ich dachte mir nur so „Stopp, stopp, stopp! Ich habe nicht mal gesagt, dass ich mich von Ihnen behandeln lasse!“. Er meinte ebenfalls. dass ich zuerst zu einer Logopädin gehen solle (Diagnose wie bei KFO 1), am besten zu einer Bekannten von ihm (und drückte mir ihre Karte in die Hand), anschließend wolle er meinen Unterkiefer chirurgisch nach hinten verlegen lassen, zwei Backenzähne ziehen und dann mit einer festen Spange für ca. 1,5 Jahre arbeiten. In meinem Kopf machte sich ein bisschen Panik breit und mir drängte sich der Gedanke auf, dass er möglichst viel Kohle machen und mich dabei irgendwie verunstalten wollte. Auch nach erneutem Nachfragen erhielt ich keine genaue Antwort auf mögliche Kosten. Nach dem Termin stand zumindest definitiv schon fest, von wem ich mich sicherlich NICHT behandeln lassen würde. 
Arzt Nummer 3 war eine Empfehlung meiner Zahnärztin und ich bin ihr noch immer so dankbar für diesen Tipp! Hier wurde nicht von einer Gebühr geredet, die auf mich zukommen würde, was ich direkt schon einmal sympathisch fand. Beim Arztgespräch hörte er sich erst einmal geduldig meine „Krankengeschichte“ an und begutachtete dann in Ruhe mein Gebiss. Was Invisalign betraf, holte er mich direkt auf den Boden der Tatsachen zurück: Er meinte, die Behandlung könnte er schon machen, allerdings würde sie zum einen sehr viel länger dauern, als eine klassische feste Spange und würde auch fast doppelt so viel Kosten. Es gäbe auch die Möglichkeit von einer auf der Innenseite der Zähne liegenden Spange (Lingualtechnik), aber diese wäre preislich ungefähr im gleichen Bereich wie Invisalign. Er würde mir also am ehesten zur festen Spange raten – wenn ich aber wert auf „Unsichtbarkeit“ legen würde, könnte man im Bereich der sichtbaren Zahnpartie mit Keramik-Brackets arbeiten. Diese sind zwar etwas teurer als die klassischen, silbernen Brackets, aber immerhin ein Kompromiss. Was mir ebenfalls sehr an diesem KFO gefiel war, dass er sich auch um mein „Erscheinungsbild“ nach der Behandlung Gedanken machte, da er den Schwung meiner Lippen beibehalten wollte. Das Ziehen von Zähnen – so wie es KFO 2 wollte – tat er als totalen Quatsch ab, in meinem Mund wäre genug Platz für alle Zähne. Von einer logopädischen Behandlung sagte er nichts. Auch erzählte er mir noch, wie eine weiterführende Behandlung nach der festen Spange aussehen würde (Retainer und Schiene für die Nacht). Ich fühlte mich hier zum ersten Mal sehr gut beraten und auch absolut wohl. Die Dauer der Behandlung schätzte er auf ca. 1 Jahr und die Kosten wären ca. die Hälfte wie bei einer Invisalign-Behandlung.
Ihr könnt es euch bereits denken: Ich habe mich am Ende für eine Behandlung bei KFO Nummer 3 entschieden, auch wenn ich dafür eine feste Spange tragen müsste. Wie das am Ende aussah, seht ihr hier auf dem Foto: Die weißen Keramik-Brackets habe ich am Oberkiefer von von Eckzahn zu Eckzahn anbringen lassen. Im hinteren Bereich und am Unterkiefer befinden sich ganz normale silberne.

…und so schaute es dieses Jahr mit der Spange aus. Ein etwas verhaltenes Lächeln, denn es ist mir bis zuletzt unangenehm gewesen, die Spange zu zeigen. 

Das Einsetzen und die ersten Tage

Bevor die kieferorthopädische Behandlung starten sollte, habe ich im letzten Jahr erstmal mein Gebiss auf einen guten Stand gebracht: Ich habe bei meinem Zahnarzt einige Wochen vor dem Einsetzen zuerst eine professionelle Zahnreinigung machen lassen. Außerdem machte mir eine Wurzel Probleme, die vorher unbedingt behandelt werden musste und auch ein kleines Löchlein galt es zu schließen, damit es sich nicht während der Tragezeit der Zahnspange vergrößern würde. Ich kann euch wirklich empfehlen, so einen Zahnarzt-Check-up vorher auch zu machen. 
Den Tag zum Einsetzen der Spange habe ich so früh wie möglich in den Januar gelegt, da ich auch die Behandlung flott beenden wollte. Das Wochenende davor war ich ziemlich nervös und wusste nicht so recht, ob die Entscheidung denn die richtige gewesen wäre. Noch einmal eine feste Spange? Das war schon zu Teeniezeiten kacke! Beim KFO wurden dann zunächst die Zähne auf die Spange vorbereitet und gereinigt. Dann wurden die Brackets geklebt und die Drähte eingesetzt. Der ganze Vorgang dauerte unter einer Stunde. Was ich direkt bemerkte war, das mir das Sprechen total schwer fiel: Ich wusste nicht wohin mit meinem Lippen, da sie in der gewohnten Stellung ja nicht mehr komplett schlossen, und so lispelte ich fröhlich vor mich hin. ^^ Auch war ich erstaunt, dass ich absolut keine Schmerzen spürte. Ich sprach die Arzthelferin darauf an und sie meinte, dass der Schmerz bei den meisten erst gegen Nachmittag einsetzen würde. Und wie sie damit recht behalten würde… Das Positive nach dem Einsetzen war allerdings der Effekt auf meine Lippen: Irgendwie hatte ich wohl eine leichte Reaktion auf die ganzen Mittelchen, die zum Ankleben benutzt wurden, und so sahen meine Lippen aus, als hätte ich sie mir aufspritzen lassen. Allerdings überhaupt nicht unnatürlich à la Schlauchbootlippe, sondern einfach richtig voll. (Ich hatte ja die Hoffnung, dass der Effekt bleiben würde, aber nix da – nach drei Tagen war der Zauber vorbei.)
Wohlweislich hatte ich mir als Essen für den ersten Tag mit Spange nur „leicht kaubare“ Sachen besorgt: einen Wrap für das Mittagessen und Suppe für abends. Was war ich dankbar für diese Suppe! Gegen Mittag setzen nämlich so langsam die Schmerzen ein, die bis zum Abend immer stärker wurden. Ich bin ja sonst echt kein Pienzchen, aber sie waren zur Nacht hin dann so schlimm, dass ich nicht schlafen konnte und letztendlich freiwillig ein Schmerzmittel einnahm. 
Die nächsten Tage fühlte ich mich dann, als wäre mir ein Laster über das Gesicht gerollt. Ein unheimlicher Druckschmerz, der bei jedem Kauen verstärkt wurde. Selbst das Essen von Erbsen (!) tat höllisch weh. Auch waren meine Zähne nun sehr viel empfindlicher als sonst, und sogar kühle Getränke waren unangenehm (was aber zum Glück schon bald besser wurde). 
Allerdings konnte ich bereits am nächsten Tag erste kleine Veränderungen an der Zahnstellung feststellen (die Zähne bewegen sich innerhalb der ersten 24 Stunden am meisten und bleiben dann bis zum nächsten Termin meist nur noch in der Stellung). Da ich während der gesamten Tragezeit ein penibles Foto-Tagebuch geführt habe (Vorher-Fotos und dann Bilder vor jedem neuen Termin) war ich wirklich verblüfft, wie schnell sich jedes Mal etwas „bewegt“ hat. 
Begegnungen mit Menschen – zu Beginn und gegen Ende

Meine ersten Treffen auf Menschen waren für mich ganz furchtbar. Wie gesagt habe ich zu Beginn (ungefähr die ersten 4 Tage) erst einmal leicht gelispelt und außerdem war es mir so unangenehm die Spange (trotz Keramikbrackets und weißem Draht!) zu zeigen, dass ich überwiegend mit fast geschlossenem Mund geredet habe – eben so, dass die Lippen nie über die Spange gekommen sind. Im Nachhinein finde ich es echt doof, aber das war meine erste Reaktion, da ich erst einmal selbst mit der neuen Situation klar kommen musste. Auch hatte ich das Gefühl, dass mir wirklich jeder plötzlich nur noch auf den Mund starrte. Sobald ich diesen Eindruck hatte, versuchte ich wieder, die Spange mit den Lippen zu bedecken. 
Ich erinnere mich auch noch genau an eine Situation beim Einkaufen (da hatte ich die Spange ca. 1 Monat): Ein junger Mann hatte seinen Einkaufswagen mit meinem verwechselt, entschuldigte sich grinsend und machte einen Scherz darüber. Als ich dann lächelnd erwiderte, dass die Verwechslung ja kein Ding sei, verschwand sein Lächeln schneller als es gekommen war, und er ging zügig weg. Das war echt wie ein Tritt in die Magengegend, was mir im Umgang mit der Spange natürlich kein bisschen geholfen hat.
Auch war kurz nach dem Einsetzen ein Blogger-Event und ich habe lange gezögert, ob ich überhaupt hingehen sollte, weil es mir einfach so peinlich mit der Spange war. Ich dachte mir dann aber, dass ich mich nicht so einschränken lassen wollte und ich ja auch Lust auf das Event hatte, also ging ich hin. Die Reaktion der Mädels vor Ort war total nett und es war gar kein Ding, dass ich eine Spange hatte. Man tauschte sich teils noch über Erfahrungen damit aus und so war es mir am Ende gar nicht so peinlich. Doof war nur das Essen vor anderen: auf Events gibt es meist Fingerfood, aber mit frischer Spange ging das Abbeißen noch nicht wirklich, denn zum einen tat es höllisch weh und zum anderen würde mir die Hälfte zwischen den Brackets stecken bleiben. Ich habe mir somit bei jedem Event dieses Jahr immer Zahnbürste, Zahnpasta und Interdentalbürsten eingepackt, um die Zähne nach jedem Essen flott reinigen zu können (zum Thema „Mundhygiene mit Zahnspange“ werde ich aber noch mal einen eigenen Blogpost schreiben, das würde sonst den Rahmen sprengen). 
Ab ca. der Hälfte der Tragezeit bin ich sehr offen mit der Spange umgegangen und hatte kein Problem mehr, offen zu lachen oder zu reden. Nur ganz selten war ich noch in der Situation, dass es mir vor Fremden unangenehm war. 
Positiv (also schmeichelnd) in mancher Situation war, dass ich deutlich jünger geschätzt wurde, als ich wirklich bin. Negativ war allerdings, dass mich viele Menschen (vor allem Männer) überhaupt nicht ernst genommen haben. Das ist natürlich beispielsweise beim Verhandeln und Diskutieren mit Handwerkern absolut von Nachteil.

Essen

Natürlich ist man mit Spange eingeschränkt, was das Essen betrifft. Es gibt Dinge, die man nicht essen sollte, da sie die Brackets beschädigen / abbrechen können (z.B. Lakritz, Karamell, Äpfel und Möhren am Stück) und auch Dinge, die einfach unpraktisch zu essen sind. Für mich ganz furchtbar waren Spinat und Serrano-Schinken, da sich beides immer wunderbar in den Drähten verhedderte und ich zumindest nach dem Essen von Spinat aussah wie das Ungeheuer aus dem Sumpf. Beides wurde also von der Speisekarte gestrichen.
Ich denke, da muss jeder aber seine eigenen Erfahrungen machen und austesten, mit was er persönlich klar kommt. Sicherlich kann man auch Spinat und Serrano weiterhin essen, aber mir war es eben gerade vor anderen Leuten echt peinlich, dass mir danach alles in den Drähten hing, und auch das Zähneputzen war total mühselig, da nicht nur die Drähte penibel gereinigt werden mussten, sondern danach auch noch die Zahnbürste selbst (Spinat aus Borsten zu pfriemeln ist echt ätzend!). Ich habe also eher Dinge gegessen, nach deren Verzehr ich nicht direkt ins Bad laufen musste, um die Lage zu checken und eventuell Brackets und Zähne zu reinigen.

Die „kleinen“ Nachteile (Schmerzen, Verfärben, Wahl des Make-ups)

Wie gesagt war das Essen bestimmter Lebensmittel und Speisen nicht mehr ohne weiteres möglich, aber das war für mich zu verschmerzen. 
Schlimm war für mich immer der Zeitpunkt, an dem ein neuer Draht eingesetzt werden sollte (ca. alle 4-6 Wochen). Nicht bloß, weil dann wieder der Druckschmerz für einige Tage von neuem da war, sonder es waren die Enden der Drähte, die höllisch weh taten: Diese sind unglaublich spitz und scharfkantig, und ich habe mir vor allem nachts richtige Wunden in die Schleimhaut der Wangen gerissen. Mein bester Freund wurde orthodontisches Wachs (siehe Foto), was ich mir in kleinen Knubbeln immer auf die Drahtenden gesteckt habe, um die Schleimhaut regenerieren zu lassen. Das Wachs habe ich vom KFO dazu bekommen und konnte immer wenn es nötig war Nachschub erfragen. Oftmals muss ich es auch auf Brackets anbringen, da gerade die mit Häkchen gerne mal tiefe schmerzhafte Druckstellen in Schleimhäuten hinterließen. Allerdings riet mir der KFO dazu, es so wenig wie möglich zu benutzen, damit sich die Schleimhaut schneller an die Brackets gewöhnt und eben nicht mehr so weh tut. Leichter gesagt als getan, wenn man die Krise vor Schmerzen kriegt.
Das Verfärben ist etwas, wovor mich der KFO schon im ersten Gespräch gewarnt hatte, aber mich nichtsdestotrotz genervt hat: Ich habe mir am Oberkiefer von Eckzahn zu Eckzahn weiße Keramikbrackets setzen lassen, die mit transparenten Gummis den Draht hielten. Diese Gummis waren aber maximal die ersten drei Tage nach Einsetzen transparent und wurden dann immer gelblicher. Ich trinke so gut wie keinen Kaffee und rauche auch nicht, von daher wären sie in solchen Fällen vermutlich noch stärker und schneller gelb geworden, aber bei mir reichte allein eine Tasse Tee am Wochenende (und vermutlich auch bestimmte Speisen) aus, sie zu verfärben. Der Anblick im Spiegel war für mich dann ab einem gewissen Zeitpunkt immer (etwas) schlimm und ich sehnte schon den nächsten Termin herbei, wo die Gummis endlich wieder ausgetauscht werden würden.

Die letzen beiden Monate hat der KFO dann noch mit Gummis gearbeitet, die ich nachts einsetzen musste. Diese bewirkten, dass beide Kiefer fest aufeinander gepresst wurden (ich nannte es liebevoll „Maulsperre“). Schlimm war nur, dass ich in der Anfangszeit durch dieses Aufeinanderpressen am nächsten Morgen meist mit Kopf- und Ohrenschmerzen aufgewacht bin. Wenn es zu schlimm wurde, habe ich dann einfach einige Tage pausiert, bevor ich die Gummis wieder verwendet habe. (Mal davon abgesehen, dass das Einsetzen auch so seine Tücken hatte: Nicht nur einmal ist mir das Gummi von den Brackets geflutscht und schön gegen die Lippen geknallt. Aua!)

Die Wahl des Make-ups wurde durch die Spange auch maßgeblich beeinflusst, zumindest was die Farbe des Lippenstifts anging. Einerseits lenkt ein farblich intensiver Lippenstift natürlich automatisch die Blicke auf den Mund. Andererseits bleibt dunkler Lippenstift gerne an den Brackets kleben (beim Reden und Mundbewegungen), was wirklich bescheuert ausschaut. Ich habe also eher selten Knallfarben in der Öffentlichkeit getragen, was ich richtig vermisst habe. Vor allem meine roten Lippenstifte wurden richtig vernachlässigt.

Bester Freund während der Behandlung: orthodontisches Wachs


Das Entfernen und die Reaktion danach

Tja, vor zwei Tagen war es soweit: Die Zeit der Behandlung war nach guten 11 Monaten endlich vorüber und die Zahnspange wurde entfernt.

Am Tag vor dem „großen Tag“ war ich wirklich nervös. Es war wieder wie vor dem Einsetzen der Spange, nur jetzt andersrum. Ich hatte mich über die vergangenen Monate so an mein Gesicht mit Spange gewöhnt, dass ich nun Angst vor dem neuen Anblick hatte. Und ehrlich gesagt auch vor dem Entfernen selbst („Würde es weh tun? Würden mir Zähne abbrechen?! Supergau!!!“). Am Tag des Entfernens wurden mir zuerst die Retainer eingesetzt. Dazu wurden die Zähne vorher mit einem leichten Sandstrahl gereinigt – ein seltsames Gefühl, aber nicht so unangenehm wie es klingt. Das befestigen der Drähte merkte ich ebenfalls kaum, nur die Klebemittel schmeckten etwas scharf.
Dann kam der schlimme Part: die Brackets mussten runter. Die Prozedur dauerte unter 2 Minuten und tat im Prinzip nicht weh. Aber dieses knackende Geräusch beim Abbrechen war furchtbar! Anschließend mussten die Kunststoffreste von den Zähnen gefräst werden, was am längsten dauerte (ich schätze mal zwischen 30 und 45 Minuten) und noch unangenehmer als das Entfernen der Brackets war, da der Schleifer mit einem tief-surrenden Bohrergeräusch über die Zahnoberfläche schrubbte. Ich war so froh, als der Teil überstanden war!
Nun wurden die Zähne noch poliert und es war geschafft. Das Gefühl in meinem Mund war seltsam: Es fehlte ein Widerstand um die Lippen, und als ich zum ersten Mal mit der Zunge über die Zähne glitt, war das sehr komisch – so glatt und eben, das Gefühl kannte ich gar nicht mehr. Nur der Retainer störte nun, da die Zungenspitze permanent an ihn dran stößt. Ich hoffe, daran werde ich mich noch gewöhnen. Ich habe auch immer noch eine gewisse Befürchtung da, ich könnte den Retainer versehentlich beim Essen abbrechen, aber laut KFO kann ich alles essen und machen, die Drähte sollen und müssen das aushalten.

Der erste Blick in den Spiegel war auch seltsam: Erst traute ich mich nicht so recht hineinzuschauen und dann war ich geschockt – dieses Mal im positiven Sinne! „Das sollten meine Zähne sein?! Wow!“ war meine erste Reaktion. So perfekt kannte ich meine Zahnstellung gar nicht und ich war richtig von den Socken. Mich überkamen so viele Glücksgefühle auf einmal und konnte nicht aufhören zu strahlen. Meine erste Amtshandlung – ihr könnt es euch denken: knallroter Lippenstift! (Und den trage ich seither täglich.)

Das Ergebnis und glückliche Nani 🙂

Nun muss ich nur noch nachts Invisalign-Schienen tragen, damit die Zähne definitiv in ihrer Stellung bleiben, aber diese Schienen spüre ich so gut wie gar nicht. Das ist auch ein riesiger Fortschritt verglichen mit der Nachbehandlung nach meiner ersten festen Spange als Teenie: Damals gab es nämlich eine lose Spange für nachts, die total unbequem und eklig war.

Habt ihr eine Zahnspange getragen oder tragt vielleicht jetzt im Moment eine? Wie sind eure Erfahrungen?

Falls ich noch irgendetwas vergessen habe oder ihr Fragen habt, immer her damit. Ich beantworte sie gern. 🙂

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71 Kommentare

  1. Das Ergebnis sieht sooo toll aus!
    Ich hatte auch eine feste Zahnspange und hab sie dank eines Ärztefehlers erst sehr spät bekommen und musste sie dann 5 lange Jahre tragen. Es war eine ewige Qual, die sich aber trotzdem total gelohnt hat – ich bin jetzt so zufrieden und grinse auf fast jedem Foto mit offenem Mund. Also ich würde mich immer wieder für die feste Spange entscheiden!

    Alles Liebe, Katii

    • Danke dir! :*

      Oh Gott, 5 Jahre?! :-O Das ist doch die Hölle, oder? Aber wenn sich das Ergebnis gelohnt hat, dann ist ja zum Glückl alles gut ausgegangen. Und dein Lächeln ist auch wirklich schön! 🙂

  2. Wow, was für ein tolles Ergebnis und 11 Monate gehen ja auch recht schnell vorbei! Ich denke es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich finde es super, dass du so einen ausführlichen und informativen Post dazu geschrieben hast. Schade, dass du nicht den ungefähren Preis (als Richtwert damit man eine Vorstellung davon bekommt) genannt hast, aber das kann ich natürlich absolut nachvollziehen!

    Ich hatte als Jugendlich auch sehr lange eine Spange, da mein Kiefer zu klein ist und sich so nie alle Zähne gerade stellen konnten. Erst hatte ich jahrelang eine lose Spange um den Kiefer zu weiten, was wirklich sehr unangenehm und zum Teil sehr schmerzhaft war und dann für ein Jahr ein feste Spange. Allerdings hatte ich ständig eine offene Schleimhaut durch die Drähte am Ende, sodass es eine furchtbare Prozedur war. Die Schmerzen, die furchtbar schlechte Beratung und ewigen Wartezeiten im Wartezimmer sind mir so schlecht in Erinnerung geblieben, dass ich sicherlich nie wieder eine Spange tragen werde. Zudem sind meine Zähne heute immer noch nicht super gerade…

    Allerdings bin ich mir heute sicher, dass der Großteil an der schlechten und völlig überfüllten Kieferothopädie-Praxis gelegen hat. Wäre das ganze anders abgelaufen, hätte ich evtl. auch in Erwägung gezogen auch im Erwachsenen Alter nochmal eine Spange zu tragen.

    • Also der Preis ist ungefähr die Hälfte von Invisalign, hatte ich ja gesagt. 😉

      Lose Spangen sind wirklich mies. Ich hatte ja auch lange noch eine (als Teenie und dann in den letzten Jahren immer mal wieder) und ich hatte immer irgendwelche Wunden im Mund und schlimme Druckstellen. Die offenen Wunden durch die Drähte der festen Spange kenn ich nur zu gut – die waren mitunter das Schlimmste und da half auch nichts außer diesem Dentalwachs. Hatte mal den Tipp bekommen, die zu langen Enden mit einer Schere abzuknipsen, aber das hat überhaupt nicht funktioniert und ich hatte auch ehrlich gesagt Angst mich entweder zu schneiden oder die Brackets dabei abzubrechen. ^^

      Es tut mir echt leid, dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast, aber wenn du unglücklich mit deinen Zähnen bist, würde ich vielleicht irgendwann einfach mal ein paar Beratungen in anderen Praxen einholen. Wer weiß, vielleicht fühlst du dich auf Anhieb ja irgendwo so wohl, dass du die Entscheidung triffst, die Zähne doch nochmal richten zu lassen. 🙂

  3. Wow, was für ein tolles Ergebnis, das hat sich ja absolut gelohnt! Ich freue mich sehr über deinen Bericht, zumal ich selbst seit langer Zeit über solch einen Schritt nachdenke. Zwar hatte ich als Teenie eine lose Zahnspange, die habe ich aber natürlich gehasst und daher nur selten getragen. Effekt: Na klar, gleich Null. Als (zumindest körperlich 😉 ) Erwachsene sehe ich das jetzt anders. Meine Zähne haben sowohl unten als auch oben einen leichten Kreuzbiss, der besonders auf Bildern mal mehr, mal weniger schlimm aussieht. In allen Fällen führt er dazu, dass ich ungern mit offenem Mund lächle oder insbesondere lache. Blöd irgendwie :/ Nach deinem Bericht werde ich mich jetzt auch mal auf die Suche machen und mich zumindest beraten lassen. Aber dir in erster Linie noch einmal Danke für deinen Mut, deine Erlebnisse mit uns Lesern zu teilen und Glückwunsch zum tollen Ergebnis! <3

    • Dankeschön! :*

      Ich finde es schön, dass ich dich ermutigen konnte, dich beraten zu lassen. Ich bin immer noch so überglücklich mit meinem Entschluss und meiner Entscheidung. Es gibt einem wirklich ein ganz anderes Lebensgefühl, wenn man vorher unter seinen Zähnen gelitten hat. Ich kenn es ja nur zu gut mir dem "auf Fotos nie Zähne zeigen" und so gut es geht mit geschlossenen Lippen lächeln. :-/ Hab ich früher fast nur gemacht und war immer unglücklich darüber. Und wenn ich mal gelächelt habe, konnte das Foto so gut aussehen wie es wollte, ich habe nur diese Zähne gesehen und mich darüber geärgert. 🙁 Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass du einen tollen KFO findest und dich dann auch traust. 🙂

  4. Toller Post! Das hat sich ja wirklich gelohnt, dass du dir mehrere Ärztemeinungen eingeholt hast.
    Ich selbst wat 8(!) Jahre bei einem KFO in Behandlung. Ich hatte seit der 4. Klasse in der Grundschule bis in die Oberstufe eine Zahnspange. Ich habe so ziemlich ALLE Zahnspangen durchmachen müssen, mir zwei Weisheitszähne entfernen lassen (Vollnarkose) weil mein Kiefer zu schmal war (das war auch der grund für meine Zahnfehlstellung, ich hatte einen Überbiss) und trage heute immernoch einen Retainer aber im Nachhinein bin ich wirklich dankbars, dass meine eltern über 8 Jahre so viel Geld in mein Gebiß investiert haben, denn heute mag ich es, wie mein Gebiss ausschaut und habe mit fast 27 Jahren bisher noch nie Zahnprobleme gehabt.
    Allerdings waren die 8 Jahre KFO teilweise wirklich die Hölle und ich hatte Schmerzen bis zum geht nicht mehr, vor allem nach meiner OP sah ich 2 Wochen lang aus wie ein Hamster mit einem 3 Monatigen Wintervorrrat in den Wangen 🙂
    Aber es hat sich wirklich gelohnt und ich bin sehr froh, dass ich das ganze recht früh hinter mir hatte aber ich finde bei dir sah die Spange gar nicht schlimm aus, und die Keramikbrackets sind ja wirklich eine schöne Alternative für alle, die es möglichst unauffällig halten wollen 🙂

    Liebe Grüße
    Denise

    • 8 Jahre?! Um Gottes Willen! :-O Dass mit den Hamsterbacken kenn ich – ich habe mit 16 vor meiner festen Spange alle vier Weisheitszähne auf einmal gezogen bekommen. Die Schmerzen danach waren die Hölle und ich sah sooo furchtbar aus. Es war natürlich genau das Richtige, sie entfernen zu lassen, da sie bei mir quer standen und somit jegliche KFO-Behandlung vorher mit losen Spangen komplett für den A**** war.
      Aber wie du ja sagst, am Ende ist man happy und dankbar – unabhängig von der Art oder Dauer der Prozedur. 🙂

  5. Wow, toller Bericht und total wunderschönes Ergebnis! Ich hatte nie eine Spange, weil bei mir alle Zahnärzte und Kieferorthopäden meinten, ich hätte schöne Zähne und das bisschen Schiefe vorne an den oberen Schneidezähnen sei sympathisch und nicht behandlungsbedürftig. Dabei wollte ich als Teenager gerne eine, weil ich selbst dieses leicht Schiefe eben nicht schön fand. Aber nun gut… heute empfinde ich es als "zu spät" und würde mir das auch nicht leisten wollen… bzw. können. KÖNNTE ich es mir leisten, sähe das vielleicht doch anders aus, da ich natürlich immer noch gerne die beiden Zähne begradigt hätte… alle anderen Zähne gerade, nur diese beiden eben nicht ganz.

    • Danke dir! :*
      Kann ich total nachvollziehen – ich hatte einen leicht schiefen Schneidezahn noch dazu und mein KFO meinte vor der Behandlung wäre es nur das, würde er mir auch von einer Spange abraten, weil es halt besonders ist. Aber da bei mir noch so viele andere Probleme dazu kamen, musste die Spange einfach sein – auch wenn der Preis ja echt weh tut. Aber das gute (Körper)Gefühl nun war es mir allemal wert. 🙂

  6. Ich hab deinen Post sehr intensiv gelesen, weil ich mich auch mit 23 dazu entschied eine feste Spange zu wählen. Die Anfangszeit war für mich am schlimmsten, da man da die Spange am meisten gesehen hatten durch die Fehlstellung der Zähne. Jedoch hatte ich nie negative Reaktionen. Ich bin damit sehr selbstbewusst umgegangen. Wenn jemand geschaut hat, habe ich gesagt "Ja, ich trage eine Spange" Heute habe ich einen Retainer, ne dünne Schiene und sogar noch eine feste Klammer, was ich alles Abends einsetze.. Und das muss ich wohl auch mein Leben lang 🙂 Aber ich bereue das überhaupt nicht. Die feste Spange war auch die bessere Wahl. Wie oft nimmt man diese Schienen dann raus weil man isst oder es gerade als störend empfindet. So konsequent wäre ich nicht gewesen. Bei mir lagen die Kosten bei ca. 5000€.

    PS: Deine Zähne sehen echt sehr schön aus. 🙂

    • Oh ja, anfangs war es noch schlimmer durch die schiefen Zähne, da hast du absolut recht. Aber es freut ich zu hören, dass du immerhin keine schlechten Reaktionen auf die Spange hattest. So einen selbstbewussten Umgang damit hätte ich mir auch gewünscht. Find ich toll! 🙂

      Danke dir! :*

  7. Respekt, dass du diesen Post geschrieben und veröffentlicht hast. Dazu gehört eine Menge Mut!
    Aber ich finde es prima, da andere durch dich vll den Mut finden und sich eine Spange einsetzen lassen! Ich finde das Ergebnis klasse und man sieht dir an, wie glücklich dich deine geraden Zähne machen 🙂

    An das Entfernen meiner festen Zahnspange erinnere ich mich auch noch voller Grauen! Es war (gefühlt zumindest) 1000 mal schlimmer als das Einsetzen 😀 Diese Geräusche…uuaaah da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut davon 😉

  8. Ich finde das bewundernswert, dass du es durchgezogen hast!
    Und du hast mich gerade im Ernst dazu gebracht endlich meinen durchsichtigen retainer aus den Tiefen meines Schrankes zu holen und in Kukident zu tränken:)
    Liebe Grüße

  9. Huhu, toller Post, sehr informativ! Ich habe in meiner Jugend eine lose Spange für nachts getragen und meine Zähne sind auch einigermaßen gerade geblieben. Aber ich hätte schon Interesse, super gerade Zähne zu bekommen und habe ich auch schon über Invisalign informiert. Brackets kommen für mich nicht in Frage, das es mich im Berufsleben zu sehr stören würde. Sobald die Finanzen stimmen, nehme ich das Projekt aber in Angriff! Danke für deine Ausführungen, bin auf die Fortsetzung gespannt!
    LG, Duygu

    • Danke! :*

      Ich drücke dir die Daumen, dass du einen guten KFO findest und dein Ergebnis dich hinterher so richtig zum Strahlen bringt. 🙂

  10. Toller Beitrag! Ganz tolle Zähne. Und ja du wirst dich an die Retainer gewöhnen. Ich habe meine seit 10 Jahren drin und bereue es kein bisschen, da meine Zähne immer noch so sind, wie sie sein sollten. Zudem hätte ich sie nach 5 Jahren rausnehmen lassen können, aber dennoch würde das Risiko bleiben, dass sich die Zähne verschieben also bleiben sie drinne. Sie stören schließlich nicht 🙂
    Liebe Grüße

    • Merci! :*

      Es ist mittlerweile auch gar nicht mehr so komisch im Mund mit den Retainern. Manchmal nehme ich sie noch ganz bewusst und als etwas störend war, die meiste Zeit aber bemerke ich sie gar nicht. Du hattest also natürlich recht. 🙂 Ich glaube, bei mir wäre auch das Risiko da, dass sich ohne die Retainer wieder alles verschiebt, von daher werde ich sie lieber drin lassen, sollte ich die Option mit dem Entfernen bekommen.

  11. Ich finde es super, dass Du diesen Artikel geschrieben hast! Meine Mutter hatte auch als Erwachsene Brackets (daran erinnere ich mich noch gut… als ich 7 war oder so) und das war furchtbar für sie. Ich finde Informationen gerade zu den Themen, die jeden ein wenig genieren (aber warum eigentlich?!) unheimlich wichtig, weil man ja kaum Erfahrungen dazu hört. Toll, dass Du das geschrieben hast! Und schön, wie Du strahlst!

    • Danke danke danke, Süße! :*

      Ja, es ist schon komisch, dass solche wichtigen, lebensnahen Themen einen immer etwas beschämen. Ich denke, es liegt daran, dass niemand gerne offen Fehler/Makel o.Ä. zugibt und zeigt. Man macht sich ja angreifbar und nicht jeder gibt dann zu, dass es ihm eigentlich genauso ging. Aber mir war es echt wichtig, anderen mit dem Bericht vielleicht eine Hilfestellung zu sein, egal in welcher Form. Sowas hätte ich mir damals auch gewünscht, vielleicht auch schon vor ein paar Jahren. Vielleicht hätte ich mich dann auch viel früher zu einem Schritt entschlossen. 🙂

  12. Isabell Dearing

    Liebe Nani,

    das ist ein ganz toller Bericht von dir und das Ergebnis ist wirklich großartig geworden! 🙂

    Ich musste als Teenager auch eine feste Spange tragen. Allerdings kam zuerst eine Kiefernsprengung und es tat genauso weh wie es klingt. Dabei wird der Kiefer auseinander gedrückt durch das Verstellen des festeingesetzten Gestells. Da durfte ich plötzlich 3 Monate mit einer Zahnlücke durch die Gegend rennen. Die feste Spange an sich war für mich aber nur halb so wild. Klar, das Wechseln der Drähte war jedes Mal die Hölle, aber ich musste die Spange nur 12 Monate tragen. Danach kam eine lose Klammer, die natürlich gleich irgendwo verschwand. Meine Zähne sind aber zum Glück in ihrer Stellung geblieben.

    Am besten erinnere ich mich noch an den Tag, an dem die feste Spange raus kam. Als ich mich das erste Mal im Spiegel sah, habe ich nur gedacht: "Wow, so große Zähne hast du?!" Durch die Brackets kamen sie mir immer kleiner vor. 😀

    Danke für deinen Mut, deine Erfahrungen hier so zu schildern. Hoffentlich kommen jetzt noch viele solcher strahlenden Bilder von dir. 🙂

    Liebe Grüße!

    • Dankeschön, liebe Isabell! :*

      Kiefernsprengung klingt wirklich grauenvoll, oh je! :-O Jaja, die blöde lose Spange. ^^ Ich wette, es gibt kaum einen Teenie, der sie ausführlich getragen hat. Bei mir verschwand sie ja auch flott in der Versenkung. 😀 Nur leider hatte ich ja nicht so viel Glück wie du mit der bleibenden Zahnstellung.

      Ich werde versuchen, jetzt öfters auf Fotos offen zu lachen. Bin mal gespannt, wie das bei Blogfotos dann wirkt – sowas sieht man ja irgendwie kaum, ist mir aufgefallen. Zumindest kenne ich kaum Blogger, die Zähne zeigen.

  13. Wow, deine Zähne sehen super aus! Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich bin als Kind und Jugendliche durch eine wahre Odysee an Zahnspangen gegangen, aber damals hat irgendwie nichts gebracht. Und eine feste Zahnspange konnten sich meine Eltern dann nicht leisten, also sind meine Zähne bis heute krumm und schief. Mein Kiefer ist nämlich wirklich zu klein für all meine Zähne 😉 Ich würde das auch gerne richten lassen, kann es aber partout nicht finanzieren, aber vielleicht irgendwann, wenn ich keine Studentin mehr bin, mal sehn. Es war auf jeden Fall sehr hilfreich, deinen Bericht zu lesen, vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Madita

    • Danke dir, liebe Madita! :*

      Ich drücke die Daumen, dass du dir irgendwann (bald!) den Wunsch erfüllen kannst. Ich konnte es als Studentin auch nicht finanzieren, war einfach nicht machbar und hätte mich zu sehr eingeschränkt. Aber nur Geduld, irgendwann geht es irgendwie. :*

  14. Meine feste Zahnspange bin ich mit 14 Jahren losgeworden. Mittlerweile bin ich 31 – den Retainer trage ich IMMERNOCH! Dies nur, um Dir alle Bedenken zu nehmen: Er hält, egal was ich alles so esse, und hat auch nie Schmerzen verursacht! Keine Sorge! 😉

    • Da bin ich echt beruhigt, ganz lieben Dank! 🙂
      Ich hatte gehört, dass er so um die 10 Jahre hält und sich irgendwann etwas löst, dann aber problemlos ersetzt werden kann. Dann hoffe ich mal, dass er die 10 Jahre bei mir übersteht und keinerlei Problemchen macht. 🙂
      Ich spüre ihn übrigens jetzt schon kaum noch. Nur manchmal ganz bewusst, die meiste Zeit aber gar nicht.

  15. Ich hab mich auch recht spät nochmal entschlossen eine Zahnspange zu tragen. Ich hatte auch als Kind eine, leider wurden damals die Weisheitszähne, die nun wirklich keinen Platz mehr hatten, nicht gezogen. Mit 22 bin ichs dann also nochmal angegangen – ich habe vorher aber auch lange überlegt. Mein kleiner Frontzahn stand allerdings so schief, dass ständig Lippenstift dran kleben bliebt, das war dann quasi der Punkt, an dem ich wusste, es MUSS sein 😀
    Ich hatte auch wie du Kermaikbrackets oben und gedauert hats etwas über 1 Jahr. Ich bin unglaublich Glücklich diesen Schritt gegangen zu sein, denn auch wenn meine Zähne noch immer nicht 100%ig perfekt sind (dazu waren sie leider zu lädiert dank eines kleinen Unfalls), bin ich viel glücklicher damit. Ich lache denke ich viel ungezwungener als früher und ja, man fühlt sich einfach wohler. Zumal ich Zahntechnikerin bin und ich jeden Tag mit Zähnen und Überbleibseln davon arbeite und ich da bei mir selbst natürlich möglichst schöne Zähne haben will.

    Komisch angeguckt hat mich übrigens niemand. Aber ich bin auch ein wenig jünger und arbeite wie gesagt in der Branche. Vielleicht bildet man sich das manchmal auch nur ein, weil man sichs selber mit der Spange so schwer macht (ich hab vorher aber mit vielen drüber geredet, sodass quasi alle im Bekanntenkreis Bescheid wussten).

    Toll übrigens, dass du drüber schreibst, ich denke es hilft vielen Mädels, die überlegen ob sich die Kosten lohnen =)

    Liebe Grüße
    Julia

    • Danke! 🙂

      Das kann natürlich sein, dass man selbst alles sehr viel eher auf die Spange schiebt. Also die Begegnung mit dem Mann war eindeutig, da besteht kein Zweifel. xD Aber das Gefühl, jeder würde nur auf die Spange schielen ist natürlich sehr subjektiv. Bei einem offenen Umgang damit ist es vielleicht auch nochmal ganz anders, wer weiß. Aber nun hab ich es ja hinter mir. 😀

      Finde ich toll, dass du es im Erwachsenenalter auch nochmal durchgezogen hast. Dann verstehst du ja wirklich, wie ich mich gefühlt habe. 🙂 Es ist echt genial, wenn die Brackets dann ab kommen und man das fertige Ergebnis sieht. Es ist echt ein ganz anderes Körpergefühl.

  16. Toll, dass du den Mut zu diesem post gefunden hast! Ich selber bin als Teenie zum Glück gerade so an einer Zahnspange vorbei gekommen. Dein Ergenbis sieht auf jeden Fall super aus! lg Lena

  17. Wow, was ein strahlendes Ergebnis! Und ein toller Bericht, der mich an meine Zeit mit Spange erinnert hat. Ich hatte allerdings einen extremen Überbiss, der eine OP zur Kieferverlagerung nötig machte und daher war die Spange dann "kostenfrei", bzw der Großteil wurde von der Krankenkasse übernommen. Ich habe mich aber bewusst für die normale Spange entschieden und auch teilweise bunte Gummis getragen, da ich so stolz war endlich etwas gegen meine Zahnfehlstellungen zu unternehmen. Und nachdem die Zähne auch nur halbwegs gerade waren habe ich auch mit der Spange beim Lächeln gestrahlt, wie ich das nie zuvor tat. Die Erlebnisse sonst kann ich aber genau so unterschreiben. Das Wechseln des Drahtes und dann die damit verbundenen wunden Stellen waren bei mir auch das Schlimmste der Behandlung, die bei mir 1,25 Jahre gedauert hat. Ich bereue die Zeit auf gar keinen Fall und freue mich immernoch täglich über die nun endlich geraden Zähne.

    Liebe Grüße
    Diana

    • Dankeschön! :*

      Ich find es so klasse zu lesen, wie offen du mit der Spange umgegangen bist. Hut ab! Den Mut hätte ich nie gehabt, daher bewundere ich deinen Umgang damit riesig. 🙂

  18. Oh, was für ein toller Bericht! Ich bin seit Ewigkeiten auch am Überlegen, ob ich mir eine Spange einsetzen lassen sollen, da meine Vorderzähne einfach extrem vorstehen und zudem noch so groß sind…fühle mich oft wie ein Hase. Aber der Preis hat mich bisher eben doch immer abgeschreckt, zudem eben die Befürchtung, mich auch zu genieren wegen der Spange…aaaargh, schwierig. Aber dein Bericht gerade hat mir echt Mut gemacht, evtl werde ich das nächstes Jahr auch in Angriff nehmen und dann endlich ungezwungen mit offenem Mund lachen können (Wobei mich die Schmerzen schon sehr abschrecken, bin an sich gar nicht wehleidig, aber ich hab so furchtbar empfindliche Zähne, dass die eh schon dauernd wehtun…da ist ne Zahnspange bestimmt nicht förderlich)

    • Kann dich absolut verstehen, ich hab mich ja auch tierisch unwohl mit meinen Zähnen gefühlt. Aber das Gefühl, wenn die Behandlung vorbei ist und du deine Wunschzähne hast, ist so unbeschreiblich toll. Dafür lohnt sich wirklich die gesamte Prozedur! Lass dich auf jeden Fall gut (und mehrfach) beraten und sprich auch die Sache mit der Schmerzempfindlichkeit an, dein Arzt kann dir dann am ehesten sagen, welche Art von Spange für dich die beste Wahl ist, bzw. dir die Angst vor der Behandlung nehmen. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen! 🙂

  19. Oh wie freue ich mich für dich, dass das alles so gut ausgegangen ist. Es sieht richtig klasse aus. Ich selber habe im Unterkiefer einen Retainer sitzen. seit meine Behandlung als Teenie vorbei war. Ich bin damals um eine feste Spange herum gekommen und habe nun nicht 110 %ige Zähne. Aber ich bin sehr zufrieden wie es ist und froh, dass sie richtiggestellt wurden. Lose Spangen und sonstigen Kram habe ich natürlich mitgemacht.
    Ich würde es immer wieder tun und würde nach deinem Bericht auch jetzt eine Spange tragen, sollte es notwendig sein. Im Bezug auf die Zeit danach ist die Tragezeit ziemlich kurz.

    Schnelles Fazit: Herzlichen Glückwunsch, du hast diese Zeit überstanden und jetzt hast du ein super Ergebnis 🙂
    Viele liebe Grüße,
    Leni

    • Ganz ganz lieben Dank, Leni! :*

      Dass du zufrieden bist und keine Probleme mit den Zähnen hast, ist die Hauptsache. Darauf kommt es am meisten an. 🙂

      • Liebe Nani, den Kommentar hatte ich damals geschrieben und jetzt sieht alles ziemlich anders aus. So schnell kann es gehen. Einer meiner Schneidezähne hat sich ziemlich nach vorn gedrückt. Ich war heute beim Zahnarzt und habe den mal drauf angesprochen. Der hat mich natürlich direkt an einen Kieferorthopäden verwiesen. Ich werde morgen einen Termin bei der Ärztin ausmachen, bei der ich damals den Retainer für unten bekommen habe. Ich bin schon mal unglaublich gespannt. Aber ich bin froh darüber, dass ich mich dazu entschieden habe etwas dagegen zu machen. Meine Schwester, meine Eltern und mein Mann stehen voll hinter mir. Klar wird es sicher einiges kosten, aber das ist es mir wert. Daher habe ich mir heute nochmal deinen Artikel durchgelesen. Nachdem ich mein Umfeld in diese Überlegungen mit einbezogen habe, fühle ich den Rückenwind förmlich. Falls es dich interessiert, kann ich dich gerne per Mail auf dem Laufenden halten.
        Liebste Grüße

        • Hallo Leni,

          Oh man, das ist ja doof mit deinem Zahn! 🙁 Aber ich denke auch, wenn du dich nun sehr unwohl fühlst oder es sogar Probleme verursacht, dann sollte auf jeden Fall etwas dagegen gemacht werden. Du wirst es keinesfalls bereuen, und ich drücke die Daumen, dass es nur eine kleine, bzw. zeitlich kurze kieferorthopädische Behandlung sein wird! 🙂
          Lass mich gerne wissen, zu welcher Art von Behandlung deine Ärztin dir raten wird und wie alles verläuft. Ich bin gespannt und denke an dich! 🙂

  20. Was für ein tolles Ergebnis – perfekte Zähne. Toll, dass Du darüber berichtet hast! Danke!

  21. Die Prozedur hat sich gelohnt, deine Zähne sehen richtig nach einem Hollywood-Lächeln aus, super hübsch!!

  22. Eine tolles Ergebnis! Ich finde es super, dass du das gemacht hast!

  23. Wow tolle Zähne! Das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen! Danke für den informativen Beitrag und deine eigene Erfahrung. Das hilft total, wenn man selbst in einer ähnlichen Situation steckt. Ich hatte seit ich 7 war eine lose Zahnspange, dann nach der 4. Klasse jahrelang eine feste Zahnspange. Der Zahnarzt bzw KFO war für mich immer der Horror. Ich bin mittlerweile zwar ziemlich zufrieden, aber es fehlen die Retainer, weshalb sich die Zähne eben leicht verschoben haben und ich auch oft über Invisalign nachgedacht habe. Aber als Studentin geht das eben nicht wirklich. Aber 11 Monate vergehen oft wie im Flug und es freut mich, dass du eine positive Erfahrung gemacht und dich nochmal zu einer festen Zahnspange getraut hast. 🙂

    • Oh je, das klingt aber auch nach einer ziemlichen Odyssee bei dir. :-/ Hat man mit 7 nicht noch teilweise Milchzähne? Dann lohnen sich Spangen ja gar nicht, oder? Aber zum Glück bist du heute zufrieden, das ist das Wichtigste. :*

  24. Soviele Schmerzen – ich hätte Schiss 🙂 Übrigens: Ich dachte, der Beitrag war länger – hat mich nich gestört 😛

  25. Toller Artikel! Ich habe auch lange überlegt, ob ich mir mit 27 Jahren eine Spange für meine leicht schiefen Zähne antun sollte, bis ich mir vor ca. 6 Monaten eine einsetzen ließ. Ich habe bis jetzt fast die gleichen Erfahrungen wie du gemacht, ich schäme mich aber nach wie vor beim Lachen… Das Essen in der Öffentlichkeit ist für ich auch immer noch sehr komisch, vor allem weil ich danach immer gleich auf die Toilette laufe, um die Zähne zu reinigen 😀
    Naja, in ein paar Monaten bin ich sie voraussichtlich auch wieder los und ich freue mich schon so sehr auf mein "neues" Gebiss 🙂
    Danke für deinen offenen Artikel (jetzt fühle ich mich nicht mehr sooo allein :-))

    • Danke dir! 🙂 :*

      Jaaa, das kenn ich alles. 😀 Aber glaub mir, das geht vorbei. Und wenn die Spange draußen ist, ist alles ganz flott vergessen und du bist einfach nur noch happy ohne Ende! 🙂 Wie lange musst du sie denn noch tragen?

  26. Wie man an Deinen Zähnen sieht, hast Du ein wunderbares Gebiss und die Behandlung hat sich so gelohnt. Ich selbst würde es auch jedem empfehlen. Ich habe mit Mitte 30 eine feste Spange getragen und niemals bereut, auch, wenn es nervig war, ständig zum KFO zu rennen, auch, wenn nach dem Nachstellen immer bissel Druck auf den Zähnen war, auch, wenn man sie nicht wirklich gut putzen konnte…und ich hatte keine durchsichtigen so wie Du, sondern die Metallbrackets ^^ ich weiß gar nimmer, ob es damals sowas nicht gab, aber bei mir hat die Krankenkasse sogar alles bezahlt, mit dem Argument, dass sie es anerkennen möchten, dass Jemand auch in älteren Jahren noch so einen Eingriff machen lässt (bei mir war es notwendig, weil ich im hinteren Bereich Lücken hatte und für anschließende Kronen und Brücken die entsprechenden Voraussetzungen schaffen musste). Für die Nachfolgebehandlung, also Kronen usw. habe ich dann auch über 2.000 DM (keine Euro^^) zusammen gespart, das war für mich sehr viel Geld, aber ich würde es auch unter schlechteren finanziellen Voraussetzungen immer wieder machen lassen. Zähne sind SO wichtig. Haha, das krachende Geräusch bei der Abnahme der Brackets fand ich auch krass, das war so unangenehm 🙂 als würden die Zähne gleich mit rausfallen ^^ aber das Gefühl danach, unbeschreiblich..ich bin seinerzeit oft an den Spiegel gerannt um zu gucken. Liebe Grüße

    • Da hattest du ja echt Glück, dass die Kasse die Kosten getragen hat. Aber auch die Folgekosten hatten es ja in sich. Hui! Du hast aber absolut recht, Zähne sind so wichtig und ich würde es auch immer wieder machen lassen. Ich fühle mich endlich wohl mit meinem Lächeln, ich habe keine Schmerzen mehr und ich zeige meine Zähne endlich (gerne und oft) offen. So wie es eigentlich auch sein soll. Allein für dieses tolle Gefühl hat es sich gelohnt. 🙂

  27. Ach, ich hatte noch was vergessen: Dass Du solche Probleme und auch Wundschmerz von den Drähten hattest, muss nicht bei jedem so sein, für alle hier, die Angst davor haben. Ich hatte damit überhaupt keine Probleme, auch hatte ich keine Schmerzen nach dem Einsetzen der festen Spange, nur so einen leichten Druck, der nach 2-3 Tagen weg ging. Essen war für mich auch kein Problem, weder Kauen tat weh noch sonst was. Allerdings habe ich so ganz harte Sachen, wie einen Apfel nicht mehr richtig abbeissen können, den habe ich mir dann in kleine Stücke geschnitten, das ging. Nüsse usw. habe ich auch in der ganzen Zeit nicht gegessen, das war dann doch zuviel des Guten 🙂 Das Reinigen ging bei mir aber sehr gut mit so einer Büschelbürste, viel mehr habe ich gar nicht gebraucht, aber ich muss auch sagen, dass ich sehr wenig zwischendurch gegessen habe in der Zeit, eigentlich fast gar nicht. Auch habe ich mir nach dem Essen oft direkt den Mund ausgespült (mit dem eigentlichen Putzen soll man ja grundsätzlich ca. 30 Minuten warten), das hat schon mal viel aus den Brackets gespült und das Putzen war wirklich nicht viel aufwändiger als sonst.

  28. Ich hatte als Jugendliche auch lose und feste Spangen. Auch bei mir hatte sich alles wieder verschoben, so daß ich mit 21 auch nochmal eine feste Spange bekam. Auch aus Keramik. Ich habe damit keine negativen Erfahrungen gemacht, im Gegenteil. Ich lernte damals auch meinen damaligen Freund kennen, der ein paar Jahre älter war. Ich kenne das Gefühl, daß man sich mit der Spange unwohl fühlt, und ich war auch heil froh, als ich sie nach einem Jahr wieder los war. Ich habe seitdem auch einen Retainer und lasse ihn auch nicht mehr entfernen.

    Lg

  29. Ich hatte noch nie eine Spange, wollte als Jugendliche aber wegen einer kleinen Fehlstellung der Schneidezähne unbedingt eine haben. Ein Besuch beim KFO brachte Ernüchterung: Das Ganze war höchstens ein kosmetisches "Problem", daher würde die Krankenkasse nichts übernehmen… dass es dann teuer ist, weißt du besser als ich >_< Auch wenn ich heute froh bin, die mit einer Spange verbundenen Unannehmlichkeiten nicht gehabt zu haben, konnte ich mich erst wesentlich später mit meinen Zähnen arrangieren. Mein Lächeln finde ich heute noch nicht soooo schön ~_^ Ganz im Gegensatz zu deinem! Nicht nur das letzte Bild, auch das mit der Spange strahlt soviel aus! Ich bin noch nicht sehr lange Leserin deines Blogs und habe (glaube ich) bisher kein Bild von dir gesehen, auf dem du "Zähne zeigst" *hehe* Du hast wirklich ein wunderschönes Lächeln!

    Ich hoffe, du lebst nun schmerzfrei! Zahn- und Kopfschmerzen sind wirklich was schlimmes >_< Auch wenn ich mit Spangen nichts zu tun habe, fand ich den Beitrag sehr interessant!

  30. Wunderschönes Ergebnis! Und da muss dir nichts unangenehm sein. Als Teenie hatte ich auch eine Zahnspange und ich bin froh darüber. Ich würde es als Erwachsene auch machen, wenn ich es für nötig empfinden würde! Daumen hoch für deinen Beitrag hier, der sicherlich vielen weiterhelfen kann

  31. Das Ergebnis ist soooo toll geworden. Ich finde es super, dass du es durchgezogen hast!

  32. Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, sehr interessant. Da ich auch schon ewig lange überlege mir eine Zahnspange machen zu lassen, finde ich Erfahrungsberichte immer spannend. Letztes Jahr hätte ich auch fast den Entschluss gefasst, aber 2015 will ich endlich damit anfangen 🙂

    • Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen mit Spange. Lass mich dann mal wissen, ob du es dieses Jahr machst und wie du damit klar kommst. Und falls du dann Fragen haben solltest, immer her damit. 🙂

  33. Ich finde eine Zahnspange im Erwachsenenalter überhaupt nicht schlimm. Lieber auch als Erwachsener eine gewisse Zeit eine feste Spange tragen und dafür für den Rest seines Lebens schöne Zähne haben. Ich selbst habe meine feste Zahnspange damals auch "erst" mit 16 bekommen und sie zwei Jahre getragen. Ich fand es damals nicht so tragisch, obwohl ich auch immer wieder darauf angesprochen wurde.

    • Da hast du absolut recht! 🙂 Ich bereue den Schritt auch keinesfalls, egal wie viele unangenehme Situationen da waren (ob nun Schmerzen oder Begegnungen mit anderen). Das gute Gefühl heute war alles wert! 🙂

  34. Toller Blogpost! Ich bin 29 Jahre und hatte bis vor einem Monat auch noch eine feste Spange! leider musste ich mich auch einer Kiefer OP unterziehen, hab dadurch natürlich weniger Zuzahlung gehabt aber drauf verzichten können hätte ich! Naja jetzt wo sie raus ist überzeugt das Ergebnis durchweg 🙂 Es hat sich gelohnt und ich würde es immer wieder machen bzw empfehlen!

    • Kiefer OP… ohweia, da hätte ich ja total Schiss gehabt. Aber dass dadurch die Kosten gedrückt wurden, ist natürlich dann ein Vorteil. ^^ Wie du ja sagst, auf das Ergebnis kommt es an und Hauptsache man ist hinterher endlich glücklich. Ich bin nach wie vor so happy, diesen Schritt gewagt zu haben. So frei wie jetzt habe ich noch nie lachen und lächeln können. Auch über ein Jahr danach bin ich immer noch megastolz auf mein Lächeln. 😀

  35. auch wenn dein Post schon etwas länger her ist, vielen dank für die Motivation und den Tipp mit dem Wachs. Es hat sich bei dir auf jeden Fall gelohnt 🙂

    • Sorry, ich hatte ganz vergessen, auf deinen Kommentar zu reagieren.
      Vielen Dank für dein Feedback! 🙂 Ich freue mich, wenn mein Beitrag hilfreich und motivierend war. Solltest du eine kieferorthopädische Behandlung in Erwägung ziehen, drücke ich alle Daumen dafür. Du wirst es nicht bereuen! 🙂

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