Hourglass Ambient Lighting Palette

Tageslichtlampe

Als ich das erste Mal von dieser Puderpalette hörte, ließ sie mich zugegebenermaßen erstmal total kalt. Dann häuften sich die Berichte im Internet darüber und ich wurde doch neugierig auf sie. Als dann auch Temptalia darüber berichtete und sie als „It is that something extra that someone won’t see and go, „Oh, nice lipstick!“ but „Did you do something different with your skin?“  beschrieb, wollte ich die kleine Zauberpalette doch besitzen (praktischerweise ging mein lang genutztes Puder „Prep + Prime von MAC genau dann ebenfalls leer). Leider war sie streng limitiert und schwer zu bekommen, also habe ich sie mir von Sarah bei Sephora besorgen und zuschicken lassen. Preislich lag ich dadurch bei $58 plus Taxes und Versand. Da ich die Palette nun schon eine ganze Weile benutze, möchte ich sie euch heute vorstellen.

Tageslichtlampe

Die Palette kommt in einem hübsch gestalteten Karton mit gold-schimmernder Oberfläche und roten Seiten. Aus dieser schiebt man dann das Inlay heraus, worin sich auf einer Art Samt die Ambient Lighting Palette und eine 5ml-Version des Veil Mineral Primers befinden.

Tageslichtlampe

Falls ihr die Palette besitzt oder noch kaufen werdet und euch über die Kratzer auf der Oberfläche wundert und ärgert: Das scheint wohl ein allgemeines Problem zu sein, wie ich gehört habe. Jeder hat diese zerkratzen Deckel, was ich zwar schade, aber nicht absolut störend finde. Klar, bei so einem Preis sollte das eigentlich nicht sein, und ich bin mir nicht sicher, ob es ein Herstellungsproblem war, allerdings sind die Kratzer (zumindest bei mir) nicht wirklich tief und man sieht sie auch nur bei bestimmtem Lichteinfall.

Tageslichtlampe

Die Palette selbst besteht aus drei Pudern à 3,3 g: Dim Light, Incandescent Light und Radiant Light. „Dim Light“ und „Radiant Light“ gehören zum Standardsortiment von Hourglass und beinhalten einzeln sogar ganze 10 g. Hier wurde also ordentlich an der Menge gespart. Die einzige limitierte Nuance in der Palette ist also das mittlere Puder „Incandescent Light“.

Zur Zusammenstellung der Palette würde ich sagen, dass man hiermit ein mattierendes Puder, einen zarten Highlighter und einen leichten Bronzer bekommt. Farblich muss ich dazu sagen, dass ich nicht glaube, dass die Palette für jeden Hauttyp gemacht ist. Für sehr helle Typen könnte die Palette zu dunkel sein, bzw. zu gelbstichig, falls ihr eher einen rosigen Teint habt.

Tageslichtlampe

Dim Light (permanent) wird farblich als „neutral peach beige“ bezeichnet, dem ich so auch zustimmen kann. Es schaut in der Palette zwar überwiegend beige aus, aber aufgetragen erkennt man doch einen Hauch Apricot in der Nuance. Zu meinem Hautton passt die Farbe eigentlich sehr gut, auch wenn sie momentan fast noch einen Tick zu dunkel ist. Ich denke, zum Sommer hin wird die Nuance mir deutlich besser stehen. Ich benutze Dim Light als „setting powder“ nach dem Auftrag der Foundation und trage es auf der T-Zone und meinem Kinn auf.

Incandescent Light (limitiert) wird als „pearlescent“ beschrieben, also als Perlglanz-Puder. Ebenfalls eine treffende Namensgebung, denn das recht neutrale Puder beinhaltet winzige silbrige Schimmerpartikel, die auf der Haut einen Glanz ähnlich dem einer Perle hervorrufen. Allerdings ist der Glanz sehr zart und keinesfalls speckig. Wenn man einfach nur einen sanften, natürlichen „Glow“ auf die Haut zaubern will, passt dieses Puder dazu perfekt. Ich setze damit Highlights auf meinen Wangenknochen.

Radiant Light (permanent) wird als „golden beige“ bezeichnet und hier finde ich den Namen eigentlich zu dezent gewählt, denn der Farbton ist eher ein sehr bräunliches Gold. Das Puder ist ebenfalls mit zarten Schimmerpartikeln durchsetzt, allerdings weniger als bei „Incandescent Light“. Ich verwende es als leichten Bronzer an den Wangen und um dem Gesicht etwas mehr Kontur zu geben.

Tageslichtlampe

Tageslichtlampe

Tageslichtlampe und Blitz

indirektes Tageslicht

Damit ihr den Effekt der Puder auch erkennen könnt, habe ich mein Gesicht nach dem Auftrag jedes einzelnen Puders fotografiert. Ganz links bin ich fast fertig geschminkt mit Augen-Make-up, Concealer und Foundation. Auf dem zweiten Bild habe ich die Haut mit „Dim Light“ mattiert (T-Zone und Kinn). Auf Bild drei kam „Incandescent Light“ als Highlighter auf den Wangenknochen dazu und auf dem letzten Foto trage ich „Radiant Light“ auf den Wangen als Bronzer. Um den Look zu vervollständigen fehlen hier nur noch Blush und ein Lippenprodukt.

nur Foundation – mit Dim Light – zusätzlich Incandescent Light – zusätzlich Radiant Light

Ich benutze für den Auftrag der einzelnen Puder folgende Pinsel:

Für „Dim Light“ verwende ich einen breiten Pinsel mit abgeflachter Spitze, quasi wie einen Kabuki (in diesem Fall den Dior Powder Foundation Brush). „Incandescent Light“ trage ich mit Hilfe von MAC’s Pinsel 116 auf und „Radiant Light“ mit dem MAC Pinsel 109.

Primer benutze ich eher seltener, da ich oftmals Unterlagerungen von ihnen bekomme. Ich habe den mitgelieferten Veil Mineral Primer nun ein paar Mal benutzt und bin sehr angetan davon, kann aber natürlich langfristig noch nichts zur Verträglichkeit sagen. Was mir an ihm gefällt ist, dass er sehr leicht auf der Haut ist und sich – wie der Name auch schon sagt – wie ein Schleier auf die Haut legt. Die Partien, die ich damit bedecke, werden etwas aufgehellt, sind aber nicht weiß, wie man vermuten könnte, da der Primer fast komplett transparent auf der Haut wird. Er zieht schnell ein und mattiert die Haut leicht. Dass er die Poren wirklich verkleinert, konnte ich nur minimal feststellen.
Folgende Eigenschaften besitzt er laut Hersteller:

„A mineral-based, water-resistant primer with SPF 15 that neutralizes the skin, minimizes shine, and creates a smooth, uniform canvas for flawless makeup application.

This clean, satin-finish formula helps keep makeup looking fresh and prevents fading. Veil Mineral Primer also absorbs excess oils and minimizes the appearance of pores by evenly distributing light to help hide and soften skin imperfections and fine lines.

What it is formulated WITHOUT:
– Parabens
– Sulfates
– Synthetic Fragrances
– Synthetic Dyes
– PhthalatesVeil 

Mineral Primer is formulated with naturally derived titanium dioxide and zinc oxide instead of chemical sun-blocking agents. This water-resistant primer is also 100% free of fragrance, oil, and gluten.“

Tageslichtlampe

Fazit

Ich bin happy mit der Palette, muss aber sagen, dass ich sie für meine hellere Winterhaut teilweise fast schon zu dunkel finde, vor allem das Puder „Radiant Light“. „Incandescent Light“ ist ein toller Highlighter für einen natürlichen, perligen „Glow“, den man das ganze Jahr über anwenden kann. Farblich würde ich sehr hellen Typen eher von der Palette abraten, da sie zu dunkel und gelbstichig sein könnte.

Die Puder sind alle sehr fein und vergrößern die Poren optisch nicht. Einen porenminimierenden Effekt, wovon ich bei einigen Blogs gelesen habe, konnte ich aber nicht feststellen. Außerdem habe ich den Eindruck, dass ich mit „Dim Light“ sehr viel schneller wieder ölige Stellen im Gesicht bekomme (vornehmlich auf der Stirn), als ich es nach dem Auftrag von anderen Pudern (z.B. MAC’s Prep + Prime Transluscent Powder) kenne. Wer also eher ölige Haut hat, sollte noch zusätzlich ein anderes Finishing Puder benutzen.

Der positive Effekt der gesamten Palette ist aber, dass sie der Haut ein natürliches, frisches Finish verschafft, und man alle dafür notwendigen Produkte in einer einzigen Palette hat. Gerade für unterwegs oder auf Reisen ist sowas ja schon mal perfekt.
Wenn ich nicht sonderlich viel Lust auf ein aufwendiges Make-up habe (gerade am Wochenende), mich aber komplett nackt im Gesicht unwohl und/oder fahl fühle, verwende ich einfach nur Wimperntusche, Kajal, BB Cream und diese Palette, und schon sehe ich deutlich frischer, aber nicht übertrieben geschminkt aus.

Dennoch würde ich sagen, dass sie kein absolutes Beauty-Must-have ist. Wer sie also nicht kaufen konnte, muss nicht traurig sein. Wie ich ja geschrieben hatte, sind zwei der Puder auch im Standardsortiment erhältlich und so schön das limitierte Puder „Incandescent Light“ ja ist, ich bin mir sicher, unter anderen Highlightern lässt sich ein adäquater Ersatz finden.

Weitere Reviews auf Englisch findet ihr beispielsweise bei Vivianna, Karen und Vampy Varnish.

In den USA war die Ambient Lighting Palette relativ schnell ausverkauft, bei Space NK in England gab es sie eine zeitlang, aber derzeit ist sie dort ausverkauft. Eine gezielte Nachfrage beim Shop oder Abwarten, ob sie die Palette doch wieder rein bekommen, kann aber eventuell zum Erfolg führen. Bei uns in Deutschland gibt es sie wohl nur bei Ludwig Beck. Ich habe von der lieben Biene den Tipp bekommen, dass man bei dort anrufen und sie telefonisch auf Rechnung bestellen kann. Die Palette kostet dort 58 €.

Wie denkt ihr über die Ambient Lighting Palette? Ist sie in euren Augen ein Must-have?
Welche Puder benutzt ihr im Alltag?

7 Kommentare

  1. Die Palette ist sOOOOOOOOOO genial! hach…hätte die sOOOOO gerne!
    ich habe den Dim Light und liebe den so sehr <3
    Wünsche mir noch weitere Nuancen 🙂
    Liebste Grüße

  2. Also ich höre immer wieder nur Lobeshymnen aber irgendwie kann ich da für mich nicht so den Reiz entdecken 😀 zum Glück

  3. Ich bin zum Glück mit meinem billigen Manhattanpuder total zufrieden. Aber ein schönes Stück ist so eine Palette schon. Mir wäre aber außer dem hellsten Puder bestimmt alles zu dunkel 🙁

  4. Ach verdammt….jetzt hätt ich sie auch gern XD

  5. Ich habe von der Marke noch gar nichts gehört… Bei Puder bin ich eigentlich mit einem günstigen aus der Drogerie zufrieden.

  6. Die Palette ist wirklich wunderschön und ich werde sie mir glaube ich zu Weihnachten selbst schenken 🙂

  7. Danke für die Review! Ich habe auch mit ihr geliebäugelt, aber nach deinem Post denke ich, dass ich sie nicht brauche. Sie wird für mich zu dunkel sein!

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*